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Premierenreport vom 11.10.2011

PREMIEREN-REPORT: "LA CLEMEZA DI TITO - KÖLNER OPER IM OLG"

  • Sendetermin Dienstag, 11.10.2011, 19:30 Uhr .

Premieren-Report von Gerrit Busmann

Die Kölner Oper zählt seit einiger Zeit wieder zu den besten Opernhäusern Deutschlands. Zu verdanken ist das dem Intendanten Uwe Eric Laufenberg, dem es trotz aller finanziellen und organisatorischen Hürden immer wieder gelingt, großartige Produktionen herauszubringen.

Foto: Szene aus "LA CLEMEZA DI TITO – KÖLNER OPER IM OLG"; Rechte: WDR Bild vergrößern

Besonders spannend sind dabei die Aufführungen, die wegen der bevorstehenden Renovierung des Opernhauses in anderen, außergewöhnlichen Räumlichkeiten stattfinden. Gestern Abend hatte in dieser Reihe Mozarts berühmte Oper „La Clemenza di Tito“ Premiere – und zwar im Treppenhaus des Oberlandesgerichts am Reichensperger Platz. Uwe Eric Laufenberg hat selber Regie geführt.

Foto: Szene aus "LA CLEMEZA DI TITO – KÖLNER OPER IM OLG"; Rechte: WDR Bild vergrößern

Das Oberlandesgericht ist an sich schon eine imposante Erscheinung und das große Treppenhaus gilt als echte Sehenswürdigkeit. Ringsum, in allen Ecken und Nischen, müssen die rund 450 Zuschauer ihren Platz finden – aber dann geht es auch schon los.

Foto: Szene aus "LA CLEMEZA DI TITO – KÖLNER OPER IM OLG"; Rechte: WDR Bild vergrößern

Die Oper spielt im Palast des römischen Kaisers Titus – und genau so sieht es hier auch aus. Man hat sofort den Eindruck, kein Bühnenbildner hätte sich eine bessere Dekoration ausdenken können. Von allen Seiten wird das Treppenhaus als Bühne genutzt. Immer wieder in wechselndes, stimmungsvolles Licht getaucht, wirkt diese Szenerie einfach großartig.

Foto: Szene aus "LA CLEMEZA DI TITO – KÖLNER OPER IM OLG"; Rechte: WDR Bild vergrößern

Inhaltlich geht es heftig zur Sache, es geht um Liebe und Macht, um Intrigen und Mordkomplotte, doch die Geschichte an sich ist hier eigentlich gar nicht so wichtig. Es ist die faszinierende Verbindung von Musik- und Raumerlebnis, die hier im Vordergrund steht. Regisseur Laufenberg hat mit einfachen Mitteln eine Atmosphäre geschaffen, die einen unweigerlich in ihren Bann zieht.

Foto: Szene aus "LA CLEMEZA DI TITO – KÖLNER OPER IM OLG"; Rechte: WDR Bild vergrößern

Ein Schönheitsfehler am Rande: da die Sitzplätze überall im Raum verteilt sind, haben nicht alle Zuschauer perfekte Sicht auf jede Szene. Aber diese kleine Einschränkung fällt nicht wirklich ins Gewicht. Denn was diesen Abend letztlich zu einem echten Erlebnis macht, ist vor allem auch die wunderschön aufgeführte Musik. Alle Solisten sind absolute Spitzenkräfte. Was hier musikalisch geboten wird, auch vom Orchester und Chor, das hat Weltklasse-Niveau. Also alles in allem ist diese neue Außenproduktion wieder mal ein rundum gelungenes Highlight Im Spielplan der Kölner Oper.

Foto: Szene aus "LA CLEMEZA DI TITO – KÖLNER OPER IM OLG"; Rechte: WDR Bild vergrößern

Nach der Premiere gab es daher stürmischen Applaus und „Standing Ovations“ für alle. Die Zuschauer äußerten sich geradezu euphorisch.

Und nun die Lokalzeit-Kritik:

  • Regisseur Uwe Eric Laufenberg hat hier ein geradezu magisch fesselndes Opern-Erlebnis geschaffen.
  • In einer wirklich atemberaubend schönen Kulisse
  • erlebt man überragend gute Stimmen und ein überzeugendes Orchester.
  • Kurz: ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus. Besser geht es nicht.
  • Alle fünf Sterne für „La Clemenza Di Tito“ im Kölner Oberlandesgericht.

Stand: 11.10.2011


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