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Studio Münster
Nachrichten
Im Münsterland breitet sich das Norovirus aus. Die Gesundheitsämter bezeichnen das Jahr 2012 sogar als Noro-Jahr und rechnen mit besonders vielen Fällen. Allein im Kreis Steinfurt erkrankten bereits fast 500 Menschen. Das hochinfektiösen Magen-Darm-Virus greift besonders in der nasskalten Jahreszeit um sich, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Seniorenheimen. Die Infizierten leiden etwa drei Tage lang an starkem Brechdurfall, danach geht es wieder aufwärts. Gefährlich ist der Virus nur für Alte, Kranke und kleine Kinder.
Heute Nacht (09.02.2012) ist auf der A 1 ein 49jähriger Mann tödlich verunglückt - zwischen dem Kreuz Lotte und der Ausfahrt Lengerich. Er war aus unbekannten Gründen zu Fuß auf der Fahrbahn unterwegs, als ihn ein PKW erfasste. Die A 1 Richtung Dortmund war für mehrere Stunden gesperrt.
Seit gestern Abend (08.02.2012) ist auch der Dortmund-Ems-Kanal zwischen Bergeshövede und Datteln gesperrt. Im Münsterland liegen bis zu 40 Schiffe fest. Die genaue Zahl ist nicht bekannt - es gibt keine Meldepflicht. In Bergeshövede besucht die Wasserschutzpolizei die Schiffer regelmäßig, um zu sehen, ob es Probleme gibt. Dazu sagte Michael Krömer von der Wasserschutzpolizei: "Also viele Schiffer brauchen jetzt keine Hilfe mehr. Die haben jetzt Autos an Bord. Es gibt hier noch ein paar Tschechen oder auch Polen, die haben keine Fahrzeuge an Bord. Und wenn die dann an etwas entlegeneren Liegestellen liegen, dann kann man denen schon mal helfen, dass man für die einkauft oder die zum nächsten Lebensmittelladen fährt. "Wann die Schiffer wieder fahren können, weiß derzeit niemand. Die Kapitäne jedenfalls machen nicht viel Worte um die festgefahrene Lage. Auch Tobias Quernhoff, Kapitän der Deus Tecum, bleibt gelassen. Er mutet sich die Fahrt durch die Eisschollen derzeit nicht zu.
Die Kälte treibt den Stromverbrauch hoch - vor allem, wenn Sie Nachtspeicher- oder Elektroheizungen nutzen. In Münster sind diese Stromfresser aber zum Glück nur wenig im Einsatz. Zu Engpässen bei der Stromversorgung wie etwa in Frankreich kommt es hier wohl nicht, versichert Stadtwerke-Chef Henning Müller-Tengelmann. Er hatte zuletzt im Dezember Sorgen, als überall im Land die Lichter brannten: "Die schlimmste Belastung, was den Stromverbrauch anbetrifft, ist eigentlich kurz vor Weihnachten. Wenn dann noch zusätzlich wenig Sonne ist und wenig Wind, dann kann es in der Tat auch zu Engpässen kommen. Wir alle, die Energieversorger haben auch damit gerechnet, dass es zu einer solchen Situation kommen könnte, aber das ist nicht eingetreten. Im Augenblick haben wir viel Sonne, viel Wind, und auch nicht so hohe Verbräuche, und deshalb ist im Moment auch keine kritische Situation."
Falls Sie bei der Kälte nicht vor die Tür wollen: Sie können sich Bücher, Videos und Zeitungen auch online ausleihen. Diesen Service bieten die Büchereien im Münsterland schon seit anderthalb Jahren an. Mehr als 4.000 Kunden nutzten 2011 den Online-Dienst der städtischen Bibliotheken. Koordiniert wird der Dienst mit dem Titel "münsterload.de" durch die Stadtbücherei Münster. Die elektronischen Medien machen zwar nur etwa ein Prozent des Gesamtbestandes aus, das Angebot soll aber ausgebaut werden. Rund die Hälfte der Nutzer von "münsterload.de" sind Kunden der Stadtbücherei Münster. Einige von ihnen leihen auschließlich elektronische Medien aus, die meisten aber wechseln zwischen Papier und Bildschirm.
Teuer ist auch die Startbahnverlängerung am Flughafen Münster-Osnabrück. Und die Frage ist: Lohnt sie sich überhaupt? Das will die Stadt Münster jetzt klären lassen - durch eine Wirtschaftlichkeits-Analyse. Dabei soll auch untersucht werden, wie viele Fluggäste dort ein- und auschecken. Und bis zum Ergebnis soll kein weiteres städtisches Geld fließen, so der Haupt- und Finanzausschuss gestern Abend (08.02.2012).
Aus drei mach eins - das haben jetzt die Hauptschulen in Ibbenbüren beantragt. Sie wollen den Zusammenschluss, um sich langfristig in der Schullandschaft der Stadt zu behaupten, hieß es gestern Abend (08.02.2012) im Schulausschuss. Die Stadt Ibbenbüren solle die Fusion nun in Abstimmung mit der Bezirksregierung Münster in die Wege leiten.
Es gibt neue Kritik am so genannten Bildungspaket für Hartz-IV-Familien. Seit dem vergangenen April können Eltern für ihre Kinder entsprechende Gutscheine beantragen. Doch zwischen den Abwicklungskosten des Bildungspaketes und dem, was tatsächlich bei den betroffenen Familien ankommt gibt es ein krasses Missverhältnis. Denn insgesamt haben die Kreise im Münsterland im vergangenen Jahr 7,1 Millionen Euro für das Bildungspaket erhalten, aber nur 2,4 Millionen Euro an echten Leistungen für die Kinder ausgegeben. Der Grund: Zunächst wurde nur wenig Geld ausgegeben, weil das Interesse an den Gutscheinen und den damit verbundenen Leistungen nur gering war. Daraufhin beschloss die Bundesregierung, dass mehr über das Bildungspaket informiert werden müsse. Dafür sollten spezielle Schulsozialarbeiter angestellt werden, die für das Bildungspaket werben. Für diese Schulsozialarbeiter erhielten die Münsterlandkreise 3,2 Millionen Euro. Hinzu kamen 1,5 Millionen Eurofür die Mitarbeiter, die die Gutschein-Anträge bearbeiten. Macht insgesamt 4,7 Millionen Euro für die Abwicklung des Bildungspaketes. Das kritisiert der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Kreis Steinfurt, Hans-Peter Metje: „Schulsozialarbeit ist das nicht, das ist ein Etikettenschwindel, das wird ihnen auch jeder, der sich in der Materie auskennt bestätigen. Das was hier gemeint ist, ist im Grunde genommen ein Programm, das dazu dient Eltern bzw. Kindern von so genannten Anspruchsberechtigten dazu zu bringen mehr Bildungsgutscheine abzurufen bzw. zu beantragen, das heißt im Grunde genommen müsste man das zum Verwaltungsaufwand dazu rechnen."
Die eisigen Temperaturen draußen lassen uns nicht nur in der Kälte bibbern - für einige kann das Wetter sogar gefährlich sein. Viele Ärzte im Münsterland behandeln zurzeit mehr Patienten mit Herz-Kreislauf-Beschwerden. In der Raphaelsklinik in Münster z.B. kümmert sich der Arzt Helmut Klör um die Notfälle. Er beobachtet, dass in diesen Tagen mehr Menschen mit Herzinfarkten eingeliefert werden: "Weil es halt durch diese Kälte zur Verengung der Kranzgefäße kommt. Die Patienten kommen aus der warmen Wohnung, müssen ihr Auto freikratzen und dann noch diese Belastung, die dazukommt - das ist immer eine sehr gefährliche Situation für die Patienten, vor allem für die Patienten, die auch schon eine Verengung der Herzkranzgefäße haben."