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Studio Münster
Nachrichten
Der Volkswagen-Konzern steigt beim insolventen Autozulieferer Karmann in Osnabrück ein. Dafür will VW in den nächsten Wochen eine neue Tochtergesellschaft gründen. Das teilte der Konzern nach der Aufsichtsratssitzung mit. Mit großer Erleichterung haben die IG Metall und der Insolvenzverwalter die Nachricht aufgenommen. VW wird von Karmann Maschinen und Immobilien kaufen. Ab 2011 soll in Osnabrück eine neue Fahrzeugproduktion starten. In den kommenden fünf Jahren sind mehr als 1.000 Arbeitplätze eingeplant. Zum Projektstart im kommenden Jahr benötigt VW bereits rund 200 Spezialisten. Derzeit arbeiten in den Werken in Osnabrück und Rheine noch etwa 900 Mitarbeiter.
Seit dem Start des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms vor vier Jahren haben mehr als 1,2 Millionen Frauen aus NRW am Mammografie-Screening teilgenommen, teilte das Referenzzentrum der Uniklinik Münster mit. Dank dieser Reihenuntersuchung haben die Ärzte deutlich mehr Brustkrebserkrankungen im Frühstadium diagnostizieren können. Mit dem flächendeckendem Programm wolle man die Sterblichkeitsrate um bis zu 35 Prozent senken. Fast jede vierte Frau, die an Brustkrebs erkrankt, stirbt daran.
Der vor dem Landgericht wegen millionenschweren Betrugs angeklagte Nigerianer aus Münster hat überraschend ein Geständnis abgelegt. Der 44-jährige Geschäftsmann räumte ein, zahlreiche Personen in den USA und Deutschland bei Geldanlagegeschäften geschädigt zu haben. Er versprach seinen Opfern große Gewinne, aber auch Diplomaten-Reisepässe und vieles mehr. Viele Menschen glaubten dem redegewandten Nigerianer und verloren Millionenbeträge. Das Geld aus dem Verkauf seiner Luxusvilla in Münster dürfte bei weitem nicht ausreichen, um die entstandenen Schäden auszugleichen.
Trotz sinkender Umsätze und Kurzarbeit wollen die Textil- und Bekleidungsunternehmen im Münsterland in neue Produktideen und technische Ausrüstung investieren. Das ist auf einem Branchentreffen in Emsdetten mit NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben deutlich geworden. So können die Betriebe über modernere Anlagen Energiekosten einsparen und umweltfreundlicher arbeiten. Im Regierungsbezirk Münster sind 9.600 Menschen in der Textil- und Bekleidungsbranche beschäftigt.
Die Stadt Münster will weiter den Rotstift ansetzen. Die Ausgaben werden ab sofort begrenzt, die Gesamtschulden sollen ab dem Jahr 2011 kontinuierlich abgebaut werden, so Oberbürgermeister Markus Lewe. Als Grund nannte der CDU-Politiker dauernde Haushaltsdefizite. In diesem Jahr fehlen 80 Millionen Euro in der Kasse, im nächsten Jahr werden es sogar 87 Millionen Euro sein.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Münster begrüßt die angekündigte Erhöhung des BAföG. Die Bedarfssätze und die Freibeträge müssten erhöht, die Altersgrenze von 30 Jahren gestrichen werden. Außerdem setzt sich die GEW für die Wiedereinführung des Schüler-BAföG ein. Darüber hinaus sollten im Sinne der Chancengleichheit die Studiengebühren abgeschafft werden.
Polizei und Zoll haben in der Nacht zum Freitag an der deutsch-niederländischen Grenze mehr als 8.500 Menschen kontrolliert. In 79 Fällen fanden die Beamten Drogen, zwei Männer aus der Türkei wurden wegen der Verdachts der Geldwäsche festgenommen. Ein 54-jähriger Niederländer ging in Haft, weil er eine ukrainische Frau eingeschleust haben soll. Insgesamt waren mehr als 700 Beamte an der Kontrollaktion beteiligt.
Die Bezirksregierung Münster hat knapp 1,6 Millionen Euro für den Straßenbau der Stadt Olfen bewilligt. Diese Summe fließt in den Bau einer 1,8 Kilometer langen Entlastungsstraße, die den Ortskern vom Durchgangsverkehr befreien soll. Baubeginn ist voraussichtlich im kommenden Jahr, die Gesamtkosten liegen bei 2,4 Millionen Euro.
Bei einem Brand in einem Haus in Legden ist am Donnerstagabend ein Schaden von rund 100.000 Euro entstanden. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer durch die fehlerhafte Montage eines Schornsteins verursacht wurde. Dadurch geriet der Dachstuhl in Brand. Menschen wurden nicht verletzt, das Haus stand wegen Umbauarbeiten leer.
In Warendorf trifft sich an diesem Wochenende die internationale Elite im Rettungsschwimmen. Bei den Wettkämpfen zum 19. Internationalen Deutschlandpokal treten insgesamt 17 Mannschaften aus Europa, Japan und Australien gegeneinander an. Die Wettkämpfe werden in der Sportschule der Bundeswehr ausgetragen.