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Studio Münster
Nachrichten
Vor dem Verfassunggerichtshof in Münster haben heute die nordrhein-westfälischen Kommunen 20 Millionen Euro vom Land gefordert. Dabei geht es um die Kostenerstattung für Aufgaben, die Städte, Kreise und die Landschaftsverbände vom Land übernommen haben. Die Erstattung von 50 Millionen Euro decke nicht die tatsächlichen Kosten, so die Kommunen in ihrer Verfassungsbeschwerde. Der Gerichtshof entscheidet in sechs Wochen.
Die Finanzkrise hat sich bislang nur gering auf die Kreditvergabe im Münsterland ausgewirkt. Das hat die Industrie- und Handelskammer in einer Unternehmer-Umfrage ermittelt. Nur in wenigen Fällen seien Kredite abgelehnt worden. Allerdings hätten sich für einige Unternehmen die Konditionen verschlechtert. Sie mussten für ihre Kredite höhere Zinsen zahlen.
Nach den WDR-Berichten über einen rassistischen Text auf der Internet-Seite der "Autonomen Nationalisten Ahlen" ist die Hetzschrift jetzt aus dem Netz entfernt worden. Offensichtlich haben die Urheber selbst den Text gelöscht. Die Staatsanwaltschaft Münster erklärte, es werde aber weiter wegen Volksverhetzung und Anstiftung zum Rassenhass ermittelt.
Das Feuer in einer Bocholter Textilfabrik ist offenbar vorsätzlich gelegt worden. Experten haben bei einer Untersuchung Hinweise auf Brandstiftung gefunden. Die Lagerhalle der Fabrik war am frühen Sonntagmorgen in Flammen aufgegangen und fast vollständig abgebrannt.
Die Schifffahrt auf dem Dortmund-Ems-Kanal ist erneut unterbrochen. Aufgrund eines technischen Defektes ist eine Schleuse bei Rheine voraussichtlich noch bis morgen Abend gesperrt. Im gesamten Münsterland behindert zudem Treibeis den Schiffsverkehr. Auf dem Kanal werden vor allem Futtermittel, Treibstoffe und Baustoffe befördert.
Im Sportschloss Velen hat die Regionale-Agentur heute ihre Arbeit aufgenommen. Die Regionale 2016 ist ein Förderprogramm des Landes, das Wirtschafts-, Kultur- und Bildungsprojekte im Westmünsterland unterstützt. In den nächsten Monaten sammelt die Agentur erste Ideen für mögliche Projekte. Diese werden dann auf ihre Machbarkeit überprüft. Ende des Jahres sollen die ersten Projekte feststehen.
Der Sozialverband VdK in Münster hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Regelsätzen begrüßt. Mit dem bisherigen Berechungsverfahren sei das Existenzminimum von Hartz-IV-Empfängern nicht sichergestellt gewesen. Das habe man schon lange kritisiert, so der Verband. Nun sei die Bundesregierung gefordert. Der Verband erwartet eine angemessene Berechnung der Regelsätze und deutlich mehr Unterstützung für Kinder.
Im Münsterland ist die Kinderarmut im Laufe des vergangenen Jahres gestiegen. Nach den neusten Daten lebten zuletzt mehr als 26.200 Kinder unter 15 Jahren in Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind. Damit sind fast 30 Prozent aller Hartz IV-Empfänger im Münsterland jünger als 15 Jahre.
Immer mehr Schulabgänger im Münsterland entscheiden sich für ein Studium in den Niederlanden. Nach Schätzungen einer Rheinenser Beratungsfirma studieren zur Zeit 2.500 junge Frauen und Männer an einer holländischen Hochschule. So gibt es dort zum Beispiel auf das Fach "Medizin" keinen Numerus Clausus. Die Beratungsfirma wirbt im Auftrag von 30 niederländischen Universitäten um deutsche Studierende.
Um den verantwortungsvollen Umgang mit Geld ging es heute an einer Hauptschule in Ochtrup. Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Rheine sprachen mit den Schülern einer zehnten Klasse unter anderem über Kostenfallen wie Handy oder Internet. Die Verbraucher-Berater haben mit dem landesweiten Projekt inzwischen 17 Schulklassen besucht. Das NRW-Ministerium für Verbraucherschutz unterstützt das Angebot der Verbraucherzentralen.
Einige Karnevalsvereine in Münster haben Probleme, ihre Wagen rechtzeitig für den Rosenmontagszug fertig zu bekommen. Aufgrund des Frostes würde die Farbe nicht trocknen. So müssen wohl viele Wagenbauer am kommenden Wochenende Sonderschichten mit dem Fön einlegen.
Der Umbau des Ludgerikreisels in Münster hat bislang nicht zum erwünschten Erfolg geführt. Die Polizei zählte im vergangenen Jahr 138 Verkehrsunfälle. Das waren sogar 20 Prozent mehr als vor dem Umbau. Nach Ansicht der Polizei reichen die Zahlen eines Jahres allerdings noch nicht aus, um eine seriöse Beurteilung zu fällen.
Die Polizei hat heute auf der Autobahn 1 bei Münster einen Lastwagen mit hochgiftiger Fracht aus dem Verkehr gezogen. Der französische Transporter hatte 150 Fässer mit ätzenden und giftigen Abfällen geladen und dafür keine Genehmigung. Laut den offiziellen Papieren handelte es sich lediglich um harmlose Laborabfälle.
Die Polizei in Münster hat jetzt einen jungen Mann gefasst, der in der Stadt mehr als 65 illegale Graffitis hinterlassen hat. Der Sachschaden wird auf etwa 45.000 Euro geschätzt.
Das Landesmuseum für Kunst in Münster zeigt von heute Abend an einen seltenen Schatz. Bis Anfang Mai werden mehr als 230 Silbermünzen aus dem 11. Jahrhundert präsentiert. Drei Hobby-Archäologen fanden sie in der Nähe von Lüdenscheid. Der Wert der Münzen liegt im fünfstelligen Euro-Bereich.
Das Westfälische Pferdemuseum in Münster zeigt von morgen an eine Ausstellung zur Geschichte der Zoos. Zu sehen sind Exponate aus 250 Jahren Zoogeschichte. Die Wanderausstellung ist bis zum 25. Juli zu sehen.
Das WDR-Stadtgespräch ist morgen in der Stadthalle Ahaus zu Gast. Die Aufzeichnung beginnt um 17 Uhr 30, WDR 5 strahlt die Sendung um 21 Uhr 05 aus. Unter dem Titel "Comeback für den Castor - Bürger wehren sich gegen neuen Atommüll" diskutieren Politiker mit Bürgern. Besondere Aktualität erhält das Thema durch die jüngsten Äußerungen von Bundesumweltminister Röttgen, der mit seinem Rat zu einem baldigen Atomausstieg für kontroverse Diskussionen sorgt.