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Lokalzeit-Tour

Tour 16: Die bergische Kaiserroute

  • Sendetermin Samstag, 27.10.2012, 19:30 Uhr .

Eine Tour nach großem Vorbild: Kaiser Karl der Große ist vor ungefähr 1300 Jahren mit seinem Heer unter anderem durchs Bergische Land gezogen. Damals war es ein Kreuzzug auf Pferden - wir nutzen die selbe Route mit Drahteseln zu einer ganz friedlichen Lokalzeit-Tour. Die Kaiserroute führt uns von Haan-Gruiten bis nach Monheim an den Rhein.

Die Länge:

33 km (einfache Strecke)

Die Beschaffenheit:

Überwiegend Radwege an Straßen, aber zum Teil auch im Wald

Routenbeschreibung

33 von 500 Kilometern

Wir starten unsere Tour in Haan-Gruiten. Die gesamte "Kaiserroute" ist fast 500 Kilometer lang und führt von Aachen nach Paderborn. Wir fahren natürlich nur einen kleinen Abschnitt dieser Strecke. Unser Tagesziel ist Monheim am Rhein.

Das Dorf

Zwei Radfahrer auf Pflaster; Rechte: WDR

Gruiten ist ein Stadtteil von Haan, direkt hinter der Stadtgrenze von Wuppertal-Vohwinkel. Hier existiert ein Parkplatz am Orteingang. Schon zu Beginn unseres Ausflugs gibt es hier viel zu sehen. Zum Beispiel die beiden historischen Kirchen, das älteste Wohnhaus "Am Quall", das aus dem 14. Jahrhundert stammt oder die Düssel, die durch den Ort fließt. Wir fahren über Kopfsteinpflaster durch Gruiten und verlassen das Städtchen dann in Richtung Norden.

Kaiserroute an der Bundesstraße

Schild mit grünem Sechseck und der Auf schrift Kaiserroute; Rechte: WDR

Weiter geht es am Verkehrsübungsplatz vorbei und dann rechts an der B7 entlang in Richtung Mettmann/Neandertal. Der Radweg Kaiserroute ist durchgängig gut ausgeschildert. Allerdings empfehlen wir, sich trotzdem vorher mit der Strecke zu beschäftigen. Der Radweg an der B7 ist zwar komplett gepflastert und von der Straße getrennt; dennoch ist er nicht besonders schön zu fahren. Er ist holprig und schmal und es wird laut. Stattdessen empfehlen wir von Gruiten aus direkt an der Düssel entlang durch das Neandertal zu fahren. Am Neanderthalmuseum trifft man wieder auf die Kaiserroute.

Erster und letzter Berg

runder Museumsbau mit Menschen davor; Rechte: WDR

Das Museum und auch das Wildgehege im Neandertal sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Kinder und auch Erwachsene können hier etwas über die Herkunft unserer Spezies erfahren. Wir aber starten durch und fahren in Richtung Hochdahl. Vor uns liegt ein ziemlich steiler Berg. Aber keine Sorge, es wird die einzige nennenswerte Steigung unserer Tour bleiben. Wir passieren die Bahn und die Innenstadt von Hochdahl. Jetzt geht es wieder bergab in Richtung Hilden.

An der A3 links ab in den Wald

Blick von einer Brücke auf die Autobahn A3; Rechte: WDR

Die Route führt uns jetzt über eine Brücke am Autobahnkreuz Hilden. Kurz danach biegen wir in die Straße Forsthaus ein, an der Wache der Autobahnpolizei vorbei. Die Kaiserroute verläuft jetzt durch den Wald: Sandheide, Hildener Heide, Ohligser Heide. Mit dem Fahrrad ist der Weg angenehm zu fahren - der Waldweg hat eine gut zu befahrende und verfestigte Oberfläche.

Von Langenfeld weiter bis zum Rhein

Der Rhein bei Monheim; Ein Frachtschiff, das flussabwärts fährt; Rechte: WDR

Wir passieren die sogenannte "Erika-Siedlung" und halten uns weiter an die Beschilderung der Kaiserroute. Bis zum Rhein haben wir noch 10 Kilometer vor uns, die aber recht gut zu bewältigen sind - schließlich ist es hier im Rheinland flach. Wer sich den Rückweg sparen möchte, kommt von Monheim zum Beispiel recht schnell zum Bahnhof Langenfeld Berghausen. Über Düsseldorf Hbf gibt es regelmäßige Verbindungen (Regionalbahn & S-Bahn) direkt zurück nach Gruiten.

Schöne Strecke - allerdings wenig kaiserlich

Kameramann auf Segway, dahinter zwei Radfahrer. Rechts die Steinfigur eines Neandertalers; Rechte: WDR

Die Kaiserroute ist Mitte der 90er Jahre von Touristikverbänden in Paderborn als kulturhistorische Route entwickelt worden. Leider ist der Zustand der Radwege nicht immer besonders gut und oft verläuft die Route entlang großer Straßen. Für geübte Radfahrer, die vielleicht sogar weiter in Richtung Aachen oder Paderborn fahren wollen, bleibt es aber ein gutes Angebot. Familien sollten die Strecke für ihren Ausflug vielleicht ändern. In den handelsüblichen Radkarten gibt es oft parallele Strecken, die noch schöner sind.


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