FDP-Mann Thomas lässt trotzdem nicht locker. Er will die Zahl der Bezirksvertretungen verringern. Von derzeit zehn auf sechs. Die Verwaltung hat es ausgerechnet. Mehr als 300.000 Euro könnte die Stadt so jedes Jahr sparen. Auch die Grünen und die Wählergemeinschaft für Wuppertal sind dafür.
Peter Vorsteher, Bündnis 90/Die Grünen
"Das kann nicht nur sein, das wir bei den Wohlfahrtsverbänden oder im Jugendbereich oder im Kulturbereich einsparen. Wir müssen auch selber als Vorbild vorangehen und insofern würden wir diese 309.000 Euro, wären wir Grünen bereit, eben halt an uns selber bei den Haushaltsberatungen auch einzusparen."
Doch im Rat scheiteren die Sparpläne für die Bezirksvertretungen. Die großen Parteien CDU und SPD, lehnten den Vorschlag ab.
Renate Warnecke, SPD
"Erstens Mal kann man Politik nicht nach Kassenlage machen. Das muss man an anderer Stelle tun und nicht bei der Bürgerbeteiligung. Ich halte es für ganz wichtig, die Nähe zu den Menschen zu haben und ich denke, das steht auch der Politik gut an."
Gerade die Bürgernähe, so die Verwaltung, ließe sich aber mit neu geordneten Bezirksvertretungen sogar verbessern. Denn so könnte man endlich regeln, dass jeder Bezirksvertreter in etwa für gleich viele Bürger zuständig wäre. Das ist heute nämlich nicht der Fall.
Interessant auch: In keiner Großstadt in NRW ist Kommunalpolitik so teuer wie in Wuppertal. Im gleich großen Bochum leistet man sich nur sechs Bezirksvertretungen, im wohlhabenden Bonn kommt man mit vier aus und in der Millionenstadt Köln reichen neun.