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Studio Wuppertal
Nachrichten
Frost und leichter Schneefall haben am Nachmittag und Abend (9.2.12) für ein großes Verkehrschaos auf den Autobahnen im Bergischen Land gesorgt. Es gab Blitzeis und mehrere Unfälle auf der A1 und der A 43 im Bereich Wuppertal: Blechschäden, Autos in der Leitplanke und auch zwei Leichtverletzte. Zum Teil wurden Streckenabschnitte gesperrt. Auch die A 4 im Oberbergischen Richtung Olpe zwischen Untereschbach und Gummersbach war betroffen. Dort staute sich der Verkehr auf bis zu 50 Kilometer.
Der Landesbetrieb Straßen NRW plant weiter an einer neuen Raststätte an der A 1 in Leverkusen - und das trotz vieler Proteste. Geplant ist eine Groß-Rastanlage auf beiden Seiten der Autobahn. Die Gegner befürchten Lärmbelästigungen durch zusätzlichen Schwerlastverkehr. In Leverkusen kritisieren Stadt und Anwohner die Pläne, in Remscheid wollen viele die jahrzehntealte Raststätte auf jeden Fall erhalten. Doch nach Meinung des Landesbetriebs genügt sie modernen Anforderungen nicht mehr. Dort gebe es zu wenig LKW-Parkplätze, zusätzliche zu bauen sei viel zu teuer. Erst im Genehmigungsverfahren könnten Einsprüche geltend gemacht werden - frühestens in drei Jahren.
Der Oberbergische und der Rheinisch-Bergische Kreis werben von sofort an gemeinsam mit dem neuen Namen "Das Bergische" um Touristen und Tagesgäste - in Prospekten und im Internet. Der Begriff "Naturarena", der vorher für die Tourismus-Region gebraucht wurde, ist passé. „Das Bergische“ sei landesweit besser bekannt als der alte Begriff „Naturarena“, so die Begründung des Tourismusvereins.
"Eine Arena - darunter versteht man einen flachen Platz, meistens mit Sandboden, und mit Zuschauerreihen ringsum. In einer Arena werden zum Beispiel Stiere gehetzt oder tanzen dressierte Pferde Ballett. Der Begriff 'Natur-Arena' passt vielleicht auf Alpentäler, wo sich alle Skipisten in der Mitte treffen, oder für erloschene Krater auf Inseln in der Ägäis. Das sieht unserem Bergischen Land so überhaupt nicht ähnlich. Bergische Bullen sind keine Kampfstiere, bergische Menschen keine Akrobaten. Unsere Landschaft, unsere Städte brauchen sich nicht wie eine Zirkus-Arena zu inszenieren, um sich für Feriengäste und Ausflügler interessant zu machen. Also ist es gut, dass wir das Bergische Land auch nicht mehr als 'Natur-Arena' anpreisen, sondern beim richtigen Namen nennen." (Ein Kommentar zur "Neubenennung" der bergischen Tourismusregion von Florian Plödereder)
Braucht das Bergische Land einen Fußball-Club im Profibereich? Über diese Frage und den Spitzensport als Wirtschaftsfaktor diskutieren heute Abend (09.02.12) in Wuppertal Experten. Eingeladen hat die Industrie-und Handelskammer, Gastredner ist Manager Christian Heidel vom Bundesligisten FSV Mainz 05. Friedhelm Runge, der Präsident des viertklassigen Regionalligisten WSV, hatte bereits vor einem Jahrzehnt vorgeschlagen, die Kräfte zu bündeln. Auch heute glaubt er noch, dass die Region nur gemeinsam sportlichen Erfolg haben kann.
Die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, Pflege-Wohngemeinschaften stärker zu fördern, stößt im Bergischen auf Zustimmung. Ziel des Ministers ist es, eine Alternative zum Heim und der Pflege zu Hause zu schaffen. Deshalb soll jeder Pflegebedürftige in einer WG monatlich 200 € als Pauschale bekommen. In Hückeswagen gibt es schon eine solche Senioren-WG, acht Senioren leben dort. Die Leiterin Katja Diegmann-Hornig gehört zu den Befürwortern der Minister-Idee. Wenn zusätzliches Geld in die Wohngemeinschaften fließe, könne man noch mehr für die Bewohner tun. Decken werde die Pauschale die WG-Kosten aber bei weitem nicht.
Die oberbergische Flächengemeinde Reichshof will rund 13 Millionen Euro in ihr Abwasser-Kanalnetz investieren. Das Land fördert zwar die Bauarbeiten, aber die meisten Kosten werden auf die Gebührenzahler umgelegt. Die knapp 20.000 Einwohner von Reichshof müssen in den kommenden Jahren dann wohl mehr als fünf Euro pro Kubikmeter zahlen - etwa zwei Euro mehr als ihre Nachbarn im dichter besiedelten Gummersbach. Die Bauarbeiten sollen beginnen, sobald der Frost nachlässt.