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Sie befinden sich hier: > WDR.de > Computer > Schieb der Woche: Wenn Handys der Saft ausgeht


Wenn dem Handy der Saft ausgeht

Empfindlich: Hightech-Handys

Von Jörg Schieb

Moderne Handys können zwar immer mehr. Aber wer rege von den vielen Funktionen Gebrauch macht, hält ganz schnell ein nutzloses Stück Technik in der Hand. Dem Akku geht ganz schnell die Puste aus. Das kann ganz schön frustrierend sein.

Jörg Schieb; Rechte: WDR

Wer mit seinem Handy nichts weiter als telefonieren will, hat es heutzutage schwer. Denn die meisten Mobiltelefone sind längst regelrechte Allzweckwaffen. Minicomputer für die Hosen- oder Jackentasche, die auf Knopfdruck alles Mögliche erledigen. Vielen gefällt das, und ich gehöre ausdrücklich dazu. Auch wenn ich niemals alle Funktionen wirklich nutze (für Musik zum Beispiel bevorzuge ich immer noch einen iPod): Schick finde ich es trotzdem. Technik soll ja auch Spaß machen.

Handys können immer mehr - aber immer kürzer

Modernes Handy mit integriertem Routenplaner; Rechte: NokiaBild vergrößern

Moderne Handys können alles, sogar Routenplanung

Mein neuestes Spielzeug hat den wenig klangvollen Namen N95. Ein Luxus-Handy von Nokia, das per UMTS, WLAN und Bluetooth Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen kann, sich mühelos Tausende von Kontakten merkt, eine wirklich gute Kamera mit 5 Megapixel enthält und zu allem Überfluss auch noch Radioempfang sowie einen integrierten MP3-Player bietet. Stimmt, das können heute viele Geräte. Ein Killerargument ist der serienmäßig eingebaute GPS-Empfänger. Man muss also keinen externen GPS-Empfänger anschließen wie bei den meisten anderen Modellen.

Traurig, aber wahr: Alle paar Stunden an die Steckdose

Ein Akku; Rechte: WDR/SchiebBild vergrößern

Der Akku macht immer schneller schlapp

Einfach Handy aufklappen, ein paar Sekunden warten. Zack. Schon weiß das Hightechspielzeug, wo wir uns gerade aufhalten. Auf wenige Meter genau. Habe ich schon erwähnt, dass ich damit auch Routen planen und mir den Weg weisen lassen kann? Allerdings darf der Tag nicht allzu lang sein. Denn wer all die schicken Funktionen nutzt, muss zusehen, wie sich die kleine rote Ladestandsanzeige für den Akku in dramatischem Tempo in Richtung "Leer" bewegt. Ein paar E-Mails abgerufen, ein bisschen telefoniert, ein bisschen Routenplanung - und das war's.

Rettung aus dem Internet: Aber nichts für Laien

Wer angesichts schnell entleerter Akkus nicht gleich aufgibt, findet in einschlägigen Internetforen nützliche Tipps, wie sich das Ende der Akkuladung hinauszögern lässt. Ein paar nicht benötigte Verbraucher wie WLAN abschalten, lautet ein Tipp. In den entsprechenden Menüs kann man so etwas einstellen. Oder eine aktuelle Firmware herunterladen, also quasi ein Update für die Betriebs-Software im Handy, ist ein anderer Tipp. Aber welcher Laie traut sich schon zu (oder traut sich überhaupt), die Software im Handy auf den neuesten Stand zu bringen? Der Handy-Händler ist chronisch überlastet und damit auch keine Hilfe.

Also müsste ein leistungsstärkerer Akku her. Das macht das Handy etwas schwerer und dicker. Außerdem gibt es solche Power-Akkus keineswegs für alle Modelle. Leider sind das nicht die einzigen Sorgen, die Handybesitzer heute so haben. Denn ein bisschen Feuchtigkeit, ein bisschen Schmutz oder Staub hat so manches Mobiltelefon zu allem Überfluss verfrüht in den Handyhimmel geschickt.

Bei aller Begeisterung für vielseitige Handys: Es ist wirklich nicht leicht, heutzutage Handybesitzer zu sein.

Zum Video-Stream, Frauen am Strand mit Handy; Rechte: [M] dpa/WDR (Schieb/Wache) WebTV: Mit dem Handy auf Reisen

Im Ausland mit dem Handy zu telefonieren, ist zwar praktisch, kann aber auch ganz schön teuer werden. Welche Kosten kommen auf einen zu? Worauf muss man achten? Welche Stolperfallen gibt es? Und wie lässt sich das Kostenrisiko halbwegs überblicken?

Jörg Schieb informiert jeden Freitag in seiner Rubrik Angeklickt während der Aktuellen Stunde (WDR Fernsehen, 18.50 bis 19.30 Uhr) über aktuelle Trends aus der Computerwelt. Außerdem: Angeklickt WebTV, die Computersendung fürs Web.

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Stand: 10.09.2007, 00:01 Uhr



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