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Sie befinden sich hier: > WDR.de > Gesundheit > Schock nach Impfung, Ansteckung im Krankenhaus


Allergische Reaktion nach Impfung

Aktuelle Situation in NRW

Ein Patient in Düsseldorf zeigte nach der Impfung gegen den H1N1-Virus eine Schockreaktion. In einer Kölner Klinik hat ein Patient möglicherweise zwei Zimmergenossen angesteckt.

Vorräte von Impfstoffen gegen Schweinegrippe; Rechte: ddpBild vergrößern

Allergischer Schock nach Impfung

Der 30-Jährige mit den Schocksymptomen soll sich Medienberichten zufolge am Samstag (31.10.09) bei einem niedergelassenen Arzt in Düsseldorf einer Impfung gegen den Schweinegrippe-Virus H1N1 unterzogen haben. Direkt nach der Impfung mit dem Medikament Pandemrix soll er über Übelkeit, Zittern und Atemstörungen geklagt haben. Der Arzt habe einen anaphylaktischen Schock, eine lebensbedrohliche allergische Überreaktion des Immunsystems, diagnostiziert, sofortige Gegenmaßnahmen eingeleitet und den Patienten stabilisieren können. Ein Sprecher der Stadt Düsseldorf bezeichnete die Reaktion des Patienten gegenüber WDR.de als "sehr, sehr selten". Zudem hinge die Reaktion nicht direkt mit dem verwendeten Schweinegrippe-Impfstoff zusammen, sondern könne auch bei Impfungen gegen andere Krankheiten auftreten. Dem Patienten soll es inzwischen wieder gut gehen, er habe das Krankenhaus bereits am Samstag wieder verlassen können.

Köln-Porz: Mitpatienten angesteckt?

In einem Krankenhaus in Köln-Porz hat ein Patient möglicherweise zwei Zimmergenossen mit dem H1N1-Virus infiziert. Der Mann war nach Angaben des Krankenhauses vergangene Woche mit typischen Symptomen für eine bakterielle Lungenentzündung in die Klinik eingeliefert worden. Erst am Freitag sei ein Verdacht auf die H1N1-Grippe aufgekommen. Medienberichten zufolge wurde der Mann aber erst zwei Tage später, am Sonntag (01.11.09), auf eine mögliche Schweinegrippe-Erkrankung getestet. Die Klinikleitung bestätigte gegenüber WDR.de inzwischen, dass der Patient und seine beiden Zimmergenossen positiv auf das H1N1-Virus getestet wurden und sich auf der Isolierstation befinden.

Weiter gab die Leitung am Dienstagnachmittag (03.11.09) in einer Pressemitteilung bekannt, dass viele Patienten mit unvorhergesehen Symptomen wie Bauchschmerzen und Durchfall auf die Schweinegrippe reagieren, so dass die Infektion nicht immer sofort erkannt werde. Von den infizierten Schweinegrippepatienten, die sich zunächst aus anderen Gründen im Krankenhaus befanden, müsse bisher keiner intensivmedizinisch behandelt werden. Bis Mittwoch (04.11.09) solle außerdem das gesamte Personal des Krankenhauses in Porz geimpft sein.

Düsseldorfer Schule: Lehrer und Schüler erkrankt

In Düsseldorf ist wegen der Schweinegrippe der Schulbetrieb an der Fritz-Henkel-Schule stark eingeschränkt. Zehn von 25 Lehrern sollen krankheitsbedingt fehlen, bei fünf von ihnen soll das Virus nachgewiesen sein. Auch sollen mindestens zwei Schüler positiv auf das H1N1-Virus getestet worden sein. Als Reaktion darauf ließen viele Eltern ihre Kinder zu Hause. Wie aus dem Umfeld der Ganztagshauptschule verlautete, sollen am Dienstag nur 120 von 280 Schülern zum Unterricht erschienen sein. Eine Haltung, für die man beim Gesundheitsamt Düsseldorf kein Verständnis hat. "Wer gesunde Kinder zu Hause lässt, verstößt damit gegen die Schulpflicht", sagte ein Sprecher. Zudem sei bei der aktuellen Ausbreitung des Virus überall eine Ansteckungsgefahr vorhanden: "Die Kinder können sich auch in der Bahn oder beim Spielen anstecken." Nach Angabe von Experten kann die Schweinegrippe bereits vier bis sieben Tage vor Auftreten der ersten Symptome ansteckend sein.

Bonner Patienten außer Lebensgefahr

Zwei Schweinegrippe-Patienten in den Bonner Universitätskliniken befinden sich nicht mehr länger in unmittelbarer Lebensgefahr. Nach Angaben eines Kliniksprechers konnten die beiden Patienten von der Lungenmaschine abgekoppelt werden und atmen wieder selbstständig. Trotzdem werden sie nach Angaben eines Sprechers noch weiter auf der Intensivstation behandelt. Eine 48- jährige Patientin aus dem Rhein- Sieg- Kreis war Ende vergangener Woche in den Universitätskliniken an der neuartigen Grippe verstorben.

Stand: 03.11.2009, 17:23 Uhr



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