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Freitag, 20.11.2009

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WDR-Kulturnachrichten


Meldungen

Kulturminister fordert 753 Mio Euro

20.11.2009

Der französische Kulturminister will zusätzliche Hilfen, um kulturelle Werke zu digitalisieren. Frédéric Mitterrand fordert dafür 753 Millionen Euro aus Staatsmitteln. Das Internetunternehmen Google könne bei dem Großprojekt ein Partner sein. Der französische Minister nannte die Kultur einen "Schatz, dessen gewaltige wirtschaftliche Erträge in keinem Verhältnis zu den investierten Summen stehen". Mitterrand sprach am Freitag zur Eröffnung des so genannten "Avignon-Forums". Bis Sonntag beraten Vertreter von Kultur, Politik und Wirtschaft über die Finanzierung der Kultur angesichts leerer Staatskassen.

Bonner Festspielhaus fraglich

20.11.2009

Der Bau des geplanten Beethoven-Festspielhauses in Bonn ist offenbar fraglich. Der neue Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hat überraschend eine Bürgerbefragung zu dem Projekt angekündigt. Nimptsch will sie zusammen mit der Landtagswahl im Mai nächsten Jahres durchführen lassen. Sollten 70 Prozent der Wähler das Projekt ablehnen, will Nimptsch die Baupläne aufgeben. Die drei Bonner Großunternehmen, die den Bau finanzieren sollen, wollen das Projekt deshalb vorerst nicht weiter vorantreiben.

Joachim Unseld verkauft Verlagsanteile

20.11.2009

Im Machtkampf bei Suhrkamp hat Joachim Unseld jetzt das Handtuch geworfen: Der 56-jährige Verleger hat seine Anteile an dem Unternehmen an die beiden Mehrheitsgesellschafter verkauft. Dem Sohn des verstorbenen Verlegers Siegfried Unseld gehörten 20 Prozent des Hauses. Sie gehen jetzt zu gleichen Teilen an Siegfried Unselds Witwe, Ulla Unseld-Berkéwicz, und die Medienholding AG Winterthur. Damit dürfte auch dem geplanten Umzug des Suhrkamp Verlags von Frankfurt nach Berlin nichts mehr im Wege stehen. Joachim Unseld hatte sich gegen den Umzug gewehrt, ebenso wie gegen den Verkauf des Suhrkamp-Archivs an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach.

Uecker unterstützt "Jedem Kind ein Instrument"

20.11.2009

Der Maler und Objektkünstler Günther Uecker unterstützt das Projekt "Jedem Kind ein Instrument". Er präsentierte am Freitag in Düsseldorf seinen Prägedruck "JeKi Kreis". Das handsignierte Werk erscheint in einer limitierten Auflage von 120 Stück. Ein Viertel des Verkaufserlöses will Uecker spenden. Die Initiative "Jedem Kind ein Instrument" wurde 2007 ins Leben und fördert das Musizieren von Grundschülern. Finanziert wird sie durch Spenden sowie durch Mittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen.

Papst trifft 270 Künstler

20.11.2009

Papst Benedikt XVI. trifft am Samstag im Vatikan mit rund 270 internationalen Künstlern zusammen. Aus Deutschland kommen die Regisseure Peter Stein und Philip Gröning sowie der Videokünstler Christoph Brech. Benedikt XVI. will mit diesem Treffen den Dialog zwischen Kirche und Künstlern beleben und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten. Das Treffen knüpft an eine Initiative Johannes Paul des II. an, der vor zehn Jahren einen öffentlichen Brief an Künstler schrieb. Ausschnitte dieses Schreibens sollen an diesem Wochenende verlesen werden.

Max Ernst Museum zeigt Lynch-Werke

20.11.2009

Das Max Ernst Museum in Brühl zeigt ab Sonntag Werke des US-amerikanischen Regisseur David Lynch. Die Ausstellung "Dark Splendor", "Dunkler Ruhm", umfasst unter anderem eine Rauminstallation, Gemälde, Zeichnungen und Fotografien. David Lynch begann seine Karriere als bildender Künstler und studierte an der Kunsthochschule in Philadelphia. Später wurde der heute 63-Jährige mit Filmen wie "Blue Velvet", "Lost Highway" und "Mulholland Drive" bekannt.

Arnold Stadler erhält Kleist-Preis

20.11.2009

Der Schriftsteller Arnold Stadler wird am Sonntag im Berliner Ensemble mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Stadler ist mit Romanen aus seiner oberschwäbischen Heimat bekannt geworden, zuletzt mit der Trilogie "Einmal auf der Welt". Er wurde von seinem ungarischen Schriftstellerkollegen Péter Esterházy ernannt, den die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft diesmal als ihren Juror ausgewählt hat. Der Kleist-Preis wird von der Verlagsgruppe Holzbrinck sowie von Bund und Ländern finanziert. Er ist mit 20.000 Euro dotiert.


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