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Sie befinden sich hier: > WDR.de > Sport > "Zaubermaus" Wosz sagt Adieu


Die "Zaubermaus" sagt Adieu

Tränen und Tore beim Abschied

Von Kaspar Kamp

Mit Tränen in den Augen und zwei Toren zum Abschied hat Dariusz Wosz, genannt die "Zaubermaus", seine Fußballerkarriere beendet. Nach fast zwei Jahrzehnten Profifußball sagte der ehemalige Nationalspieler am Samstag (08.09.07) mit einem Abschiedsspiel den Fans Adieu.

Mehr als 18.000 Zuschauer bereiteten der "Zaubermaus" im Bochumer Stadion einen "Traumausstand, für den ich unendlich dankbar bin", sagte Dariusz Wosz. "Er war ein Spieler, den jede Mannschaft gebraucht hat. Von seinen Pässen haben wir Stürmer immer profitiert", lobte der frühere Torschützenkönig Ulf Kirsten, der Ende der 90er Jahre mit dem 38 Jahre alten Spielmacher in der Nationalmannschaft zusammenspielte.

"Ein würdiger Abschied"

Dariusz Wosz; Rechte: dpaBild vergrößern

Die "Zaubermaus"

Zum Ausklang seiner Karriere standen dem Dribbelkünstler Wosz die alten Kollegen Spalier: Ein von dem früheren Nationalspieler zusammengestelltes "All-Star-Team" forderte eine Mannschaft mit ehemaligen Bochumer Spielern heraus, die Wosz während seiner 13 Jahre im Trikot des VfL begleitet hatten. Am Ende setzten sich bei der Partie die All-Stars mit 12:8 (4:6) gegen das VfL -Team durch. Wosz spielte und traf für beide Mannschaften. "Ein tolles Spiel und viele Tore, ein würdiger Abschied für Dariusz", befand Bochums ehemaliger Torwart Rein van Duijnhoven.

Zu den Gästen zählten die alten DFB-Kollegen Michael Preetz, Jörg Heinrich, Thomas Häßler und viele Bochumer Wegbegleiter wie Uwe Wegmann, Frank Fahrenhorst oder Tomasz Waldoch. Der Ex-Bochumer und dreimalige dänische Meister Sören Colding nannte Wosz am Samstag "einen der besten Mitspieler, den ich je hatte". Hannovers Stürmer Vahid Hashemian bezeichnete den Vorbreiter aus gemeinsamen VfL-Zeiten als "das Beste, was einem Stürmer passieren kann" und Berlins Sportdirektor Preetz betonte: "Die jüngere Erfolgsgeschichte von Hertha BSC ist auch mit dem Namen Dariusz Wosz verbunden."

Wosz bleibt dem Fußball treu

Dariusz Wosz; Rechte: dpaBild vergrößern

Umjubelt von seinen Fans

Drei Jahre, von 1998 bis 2001, hatte Wosz für die Hertha gespielt, sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League. Doch die meisten seiner insgesamt 324 Bundesligaspiele und 39 Tore, 129 Zweitliga-Partien (18 Tore) und 23 Europapokal-Einsätze (3 Tore) absolvierte er für den VfL Bochum. Dorthin war der gebürtige Pole 1990 mit 21 Jahren vom Hallerscher FC gewechselt. Mit dem Revierclub erreichte er zwei Mal den UEFA-Cup (1997 und 2004) und schaffte nach Abstiegen in die 2. Liga vier Mal den direkten Wideraufstieg (1994, 1996, 2002, 2006). Der Nationalspieler Wosz spielte sieben Mal für die DDR und erzielte in 17 Partien für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes ein Tor.

Auch nach dem Karriereende bleibt Wosz dem Fußball treu. Der 38-Jährige wird als Co-Trainer die U 19-Mannschaft des VfL Bochum trainieren und will, wenn es der Terminkalender zulässt, noch im Trikot des Bochumer Bezirksligavereins Union Bergen in der siebten Liga auflaufen.

Stand: 09.09.2007, 10:02 Uhr



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