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"Wir sind gezwungen, sie zu zwingen"

Demonstrationen in Köln, Dortmund, Aachen

Mit Warnstreiks und heftigen Protesten haben am Mittwoch (28.06.06) in Köln, Dortmund und anderen Städten Allianz-Mitarbeiter auf den geplanten Stellenabbau des Konzerns reagiert. Die Allianz will bis Ende 2008 gut 7.500 Stellen streichen, einen großen Teil davon in NRW.

Allianz-Logo auf Hauptverwaltung; Rechte: dpaBild vergrößern

Allianz will tausende Stellen abbauen

In Dortmund beteiligten sich nach Verdi-Angaben am Mittwochmorgen 300 Mitarbeiter an den Warnstreiks, in Frankfurt zogen mehr als 1.500 Mitarbeiter von der Allianz-Zentrale zur Dresdner Bank, die ebenfalls zum Konzern gehört. Auch in Hamburg protestierten rund 700 Mitarbeiter mit einem zweistündigen Warnstreik.

Kundgebung in Köln

In Köln beteiligten sich 1.300 Demonstranten an einem Zug durch die Kölner Innenstadt und einer Kundgebung vor der Allianz-Verwaltung. Auch Betriebsräte der anderen großen Kölner Versicherer nahmen an der Veranstaltung teil. DGB-Regionalchef Wolfgang Uellenberg nannte dabei das Verhalten der Allianz "kaltschnäuzig", Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD) kritisierte die Pläne des Konzerns zum Stellenabbau als "unsozial." Frank Fassin, Leiter des Verdi-Fachbereichs Finanzdienstleistungen, kündigte weitere Protest-Maßnahmen an: "Wir sind gezwungen, sie zu zwingen."

"Das ist ein Drama"

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"Wir werden den Standort nicht kampflos aufgeben - und der Protest fängt erst an", so Allianz-Betriebsrätin Gabriele Burkhardt-Berg. Die Standorte Köln und Dortmund sollen nach Plänen der Allianz-Führung komplett ihre Pforten schließen - zusätzlich zum Standort Aachen, dessen Schließung wegen Unrentabilität schon seit längerem feststeht. In Köln sind nach Betriebsratsangaben mehr als 1.800 Arbeitsplätze bedroht, in Dortmund 400 und in Aachen 120. Die Stimmung bei den Beschäftigten sei sehr schlecht, erläuterte Burkhardt-Berg. "Das ist ein Drama. Ich habe große Angst um die Belegschaft und ich mache mir große Sorgen."

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Stand: 28.06.2006, 14:29 Uhr


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