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Sendung vom 22. Januar 2010
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Seit einer Woche müssen Windows-Benutzer um ihre Daten bangen, denn seit einer Woche ist bekannt, dass der Internet Explorer ein ernsthaftes Sicherheitsproblem hat. Eine Sicherheitslücke, die Hackern ungehindert und vollständigen Zugang zum eigenen Rechner bietet, samt aller auf der Festplatte gespeicherten Daten. Experten haben davor gewarnt, weiter mit dem Internet Explorer zu surfen. So etwas verbreitet natürlich kein gutes Gefühl, wenn man nun mal mit einem Windows-Rechner unterwegs ist. Seit gestern Nacht nun ist die Sicherheitslücke aber gestopft. Wie man auch den eigenen PC absichert, erklärt uns nun unser Sicherheitschef Jörg Schieb.
Internet Explorer. Outlook. Outlook Express. Windows Mail. Windows Live Mail. Microsoft Hilfesystem und die Microsoft Sidebar. Es sind gleich ein halbes Dutzend ungemein wichtige Programme und Funktionen in Microsoft Windows, die zum Einfallstor für Hacker geworden sind. Das ist sehr gefährlich, deshalb herrscht auch überall Alarmstufe rot. Selbst das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eindringlich vor den Sicherheitslücken gewarnt. Die lapidare Empfehlung: Finger weg vom Internet Explorer - oder den Microsoft-Browser zumindest im so genannten abgesicherten Modus starten, damit die Gefahr eingedämmt werden kann.
Das Tückische an der aktuellen Sicherheitslücke ist: Es reicht, eine entsprechend präparierte Webseite anzusteuern und einfach nur aufzurufen - schon kann die Lücke ausgenutzt werden. Man merkt nichts davon, sieht es der Webseite auch nicht an, es kann sogar sein, dass der Webseitenbetreiber nicht mal weiß, dass seine Webseite für solche Zwecke missbraucht wird. Ein Albtraum in Sachen Sicherheit. Keine Frage.
Doch zum Glück hat Microsoft diesmal vergleichsweise schnell reagiert. Innerhalb weniger Tage haben die Entwickler die Sicherheitslücken entfernt. Jetzt müssen die Sicherheitsflicken nur noch auf Ihren Rechner kommen. Es muss ein Update eingespielt werden. Manche PCs machen das automatisch, aber verlassen würde ich mich darauf nicht. Zum Glück ist es nicht besonders schwierig, das Sicherheits-Update einzuspielen.
Und so stopfen Sie die Sicherheitslücke auf Ihrem Windows-Rechner: Wählen Sie im Start-Menü die Funktion "Windows Update" an. Gibt es auch als Menüfunktion im Internet Explorer. Der Computer sucht dann nach aktuellen Updates und wichtigen Aktualisierungen. Die lassen sich bequem per Knopfdruck laden. Das dauert nur ein paar Minuten. Wer sich besser auskennt und es genauer wissen will: Microsoft verrät auf seiner Homepage en detail, was sich alles ändert und welche Lücken geschlossen wurden. Nach dem Update ist der Windows-Rechner wieder abgesichert - und Sie können wieder mit dem Internet Explorer surfen.
Übrigens: Nicht jede Sicherheitslücke wird so prominent wie die jüngste. Es gibt trotzdem jede Menge davon. Deshalb empfehle ich dringend, regelmäßig ein Windows-Update durchzuführen, am besten einmal pro Woche. Geht wirklich ganz schnell - und dann ist man auf der sicheren Seite.
Es kann übrigens nie schaden, auch wenn gerade keine Sicherheitslücke bekannt ist, auch mal andere Browser auszuprobieren. Ob Firefox, Opera, Safari oder Google Chrome: Die Auswahl an Alternativen ist groß. Wer zu ruhigen Zeiten mal einen anderen Browser ausprobiert und so schon auf der Festplatte hat, muss dann, wenn der Internet Explorer mal wieder tabu ist, nicht erst lange nach einer Alternative suchen.
Größter Konkurrent des Internet Explorer ist Firefox. Gerade erst ist die neue Version 3.6 erschienen, die noch schneller ist. Diesen Browser sollte man sich einfach mal anschauen. Einfach kostenlos laden und ausprobieren, dann steht der Browser jederzeit zur Verfügung. Aber auch andere Browser wie Safari, Chrome oder Opera sind interessant und haben viele Fans.
Das muss fairerweise auch mal unbedingt gesagt werden: Nicht der Internet Explorer war die Software mit den meisten neu bekannt gewordenen relevanten Sicherheitslücken im vergangenen Jahr, sondern eine andere Software - und zwar der Adobe Reader. Das Programm hat fast jeder von uns auf dem Rechner, damit kann man sich nämlich PDF-Dokumente anschauen. Und weil die Software praktisch jeder benutzt, ist sie zum äußerst beliebten Angriffsziel für Hacker geworden. Da denken viele gar nicht dran. Deshalb mein Tipp: Unbedingt auch wichtige Standardprogramme wie eben den Adobe Reader regelmäßig aktualisieren. Einfach die Update-Funktion in der Software aufrufen …
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Stand: 22.01.2010