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Sendung vom 15. November 2011
Wie klappt's eigentlich mit... dem Online Shopping?
23 Artikel für insgesamt 888 Euro – so viele Waren bestellte jeder Deutsche im vergangenen Jahr im Internet - rein statistisch gesehen. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Gesamtumsatz 39,2 Mrd. Euro. Eine beachtliche Summe, wenn man bedenkt, dass noch vor 15 Jahren das Internet eigentlich noch gar nicht existierte. Immer mehr Anbieter tummeln sich im heiß umkämpften Markt, seriöse und weniger seriöse. Wie klappt’s eigentlich mit dem Online-Shopping, das war unsere Frage der Woche, hier drei Antworten.
Eine Bettwäsche, die farblich zur Schlafzimmereirichtung passt - die hatte Daniela Decker aus Gelsenkirchen gesucht, und im Internet gefunden, bei einem bekannten Versandhandel. Zwei Garnituren sollten es sein. Doch es ist nur eine gekommen. Zu dumm, dass sie per Vorkasse bezahlt hat.
Daniela Decker ruft an, beschwert sich, doch ihr zuviel gezahltes Geld bekommt sie nicht zurück. Stattdessen wird es auf einem für sie eingerichteten Kundenkonto gutgeschrieben.
„Die wollen nur, dass ich da noch mehr bestelle“, schimpft Daniela Decker. „Ich will das die mein Konto löschen und mir mein Geld zurückzahlen!“
Sabine Neumann und ihre Freundin Margret Gehrman haben beim Online-Shopping noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Allerdings bestellen sie nur auf Rechnung oder per Nachnahme.
Trotzdem kaufen sie auch weiterhin lieber in ihrer eigenen Stadt: Olfen im Münsterland. Denn hier kennen sie die Händler persönlich und vertrauen auf deren Kundendienst. Ein wenig Aufpreis zahlen sie dafür gern.
„Der Einzelhändler muss für seine Beratung ja auch ein bisschen mehr verdienen“, sagt Sabine Neumann, „wenn der Preisunterschied aber zu groß ist, konfrontiere ich den Einzelhändler damit und hole einen kleinen Preisnachlass heraus. Ihre Freundin ergänzt: Ich finde es schofelich, wenn man sich von einem Einzelhändler ein Gerät erklären lässt und es dann im Internet kauft.“
Klaus Breil liebt sein Motorrad. Das Gespann ist schon fast ein Oldtimer, deshalb wollte der Essener zur Sicherheit ein paar Extra-Koffer kaufen, denn DIE werden immer seltener. Bei Ebay wurde er fündig. "Nur ein paar kleine Schürfstellen!" So stand es in der Beschreibung, doch es kam ganz anders. Die Koffer brechen fast aus den Fugen und sind mit Dreckgefüllt. Auch abschließen kann man sie nicht.
Die Fotos im Internet sahen dagegen ganz anders aus. Acht Emails hat Klaus Breil der Verkäuferin bereits geschickt, doch die stellt sich tot. Der übliche Hinweis: "Das ist eine Privatauktion ..." ist für ihn keine Ausrede. „Das ist Betrug“, so der 72jährige, „in den Satzungen steht doch klar, wenn jemand falsche Angaben macht, muss er den Artikel zurücknehmen.“
Auch Klaus Breil überwies im Voraus, eine andere Methode ließ die Verkäuferin gar nicht zu. Bei Ebay konnte man ihm nicht helfen, er solle sich einen Anwalt nehmen, doch bei einem Streitwert von 91 Euro würde sich das nicht rechnen. Den teuren Sperrmüll muss er nun selbst entsorgen.
Stand: 15.11.2011
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