Die Veedels-Wache


Szenenbild der Sendung Die Anrheiner Rechte: WDR/Grande

Ein Fall für die Anrheiner

Im Anrheiner Veedel in Köln-Mülheim spricht und lebt man kölsch. Rheinische Mentalität bestimmt das Handeln und die Gefühle. Man hilft sich untereinander, ratscht und tratscht, streitet und schimpft, doch am Abend steht man wieder zusammen an der Theke des Anrheiners.

Die Minsche am Ring sind vielen Menschen in NRW und ganz Deutschland in den vergangenen 14 Jahren ans Herz gewachsen. Eine stetig wachsende Fangemeinde von mittlerweile einer Million Zuschauerinnen und Zuschauern versammelt sich bundesweit jeden Sonntagabend vor dem WDR-Fernsehen und wirft einen Blick ins Veedel. Dass sich die Serie bis heute in einer schnelllebigen Medienwelt erfolgreich behauptet hat, liegt nicht zuletzt daran, dass „Die Anrheiner“ bodenständig und sich selbst immer treu geblieben sind.

Seit Mai 2011 hat die Polizeiwache das Veedel voll im Griff. Die Polizisten (gespielt von Andreas Windhuis, Andreas Schröders Alexander Koll und Tanja Szewczenko), haben alle Hände voll zu tun: Denn in jeder Folge lösen sie einen Kriminalfall. Hierbei geht es nicht um Mord und Totschlag, sondern um Fälle aus dem Alltag eines kleinen Veedelsreviers, Fälle, wie sie sich so jeden Tag in Köln abspielen – kein Wunder, denn fast alle Geschichten beruhen auf wahren Begebenheiten aus Köln und Umgebung. So geht es beispielsweise um einen Taxiräuber, der Köln in Angst und Schrecken versetzt, um Jugendlich, die Anrheiner-Wirtin Uschi arg zusetzen oder um Lisa, die glaubt einen eigentlich toten, alten Bekannten wieder getroffen zu haben.



Bei allen formalen und dramaturgischen Neuerungen bleibt die Seele der Serie unangetastet: Das wichtigste Gesetz im Veedel ist nach wie vor der vertraute Umgang der Menschen miteinander, wie es sich nur aus jahrelangem engen Miteinander in einem Kölner Stadtteil entwickeln kann. Die Polizisten arbeiten und leben in der Mitte dieses Mikrokosmos und sind von der ersten Folge an Teil der Gemeinschaft der „alten“ Anrheiner. Mal sind das kölsche Netzwerk und der „Klüngel“ eine willkommene Hilfe bei den Ermittlungen, in anderen Fällen kollidiert der Zusammenhalt im Veedel mit der Polizeiarbeit. Gelegentlich ist man sich im Veedel eben nicht einig darüber, was Recht und was Gerechtigkeit ist .




Stand: 21.04.2011, 14:33 Uhr



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