„Mama illegal“ – ein Dorf ohne Frauen
- Mittwoch, 05. Dezember 2012, 22.00 - 22.15 Uhr
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Sie putzen unsere Klos und pflegen unsere Eltern. Oft kennen sie intime Details aus unserem Leben. Wir dagegen wissen meist nichts über unsere Putz- und Pflegekräfte. Der österreichische Journalist Ed Moschitz hat in seinem Kino-Dokumentarfilm die Geschichte einiger dieser Frauen sichtbar gemacht. Frauen, die normalerweise lieber unsichtbar bleiben, weil sie illegal in der Europäischen Union arbeiten. Er hat über sieben Jahre lang das Leben dreier Frauen aus einem moldawischen Dorf begleitet.
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In Deutschland hat der ergfreifende Film "Mama illegal" noch keinen Verleiher gefunden
Aurica, Raia und Natasa ließen sich illegal über die Grenze schleusen, weil es in ihrem Land keine Arbeit und keine Hoffnung gibt. Moldawien ist das ärmste Land Europas, in manchen Regionen liegt die Arbeitslosenquote bei 80 Prozent. Ein Drittel der Bevölkerung hat das Land aufgrund der bitteren Armut verlassen. Vor allem die Frauen gehen: In manchen Dörfern haben die Kinder ihre Mütter seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.
Jahrelange Trennung: fremd im eigenen Zuhause
Die lang ersehnte Rückkehr wird oft zum Fiasko: Die Frauen haben sich über die Jahre verändert, ein anderes besseres Leben kennen gelernt. Ganze Familien sind sich fremd geworden. Ed Moschitz hat für seinen Film zahlreiche Preise bekommen. Nur in Deutschland hat er keinen Verleiher gefunden. Nun hat der Filmemacher ihn den Abgeordneten im Europäischen Parlament gezeigt. Wir haben ihn und einige seiner Protagonistinnen bei ihrer Reise nach Brüssel begleitet.
Autorinnen: Gudrun Kirfel, Silke Schmidt
Stand: 04.12.2012
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