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Entdeckungstour - Gronau und das Dreiländereck

  • SendeterminFreitag, 21. September 2012, 21.00 - 21.45 Uhr.

Die Eifel hat er bereits erkundet, und mit seinem Motorrad ist er auch schon in und um Düsseldorf herumgekurvt. Nun will sich Jürgen Becker auf der Suche nach "Übersehenswürdigkeiten" in NRW in Richtung Münsterland aufmachen, genauer gesagt nach Gronau und sein "Dreiländereck" zwischen Kreisgrenze, Landesgrenze zu Niedersachsen und Staatsgrenze zu den Niederlanden.

"Das Münsterland. Eine tolle Gegend. Und überhaupt nicht langweilig. Jedenfalls nicht überall. Kommen Sie mit!", lädt Becker, der Entdecker die Zuschauer zur dritten Etappe seiner kabarettistischen Reise ein.

Gronau

Seine erste Station führt ihn ins "Rock’n’Popmuseum", einem europaweit einzigartigen Museum für die Popularmusik der letzten 100 Jahre. Hier werden nicht nur Devotionalien und Tondokumente der Pop- und Rockgeschichte präsentiert, sondern die Besucher können auch immer wieder selbst (inter)aktiv werden und in einem Tonstudio sogar eine eigene Single produzieren. Einer der bekanntesten Söhne der Stadt ist schließlich Panikrocker Udo Lindenberg. "Er hat hier laufen und nuscheln gelernt", meint Jürgen Becker und fragt Otto Lohle vom Gronauer Kulturbüro, wie aus der einstigen Hochburg der Textilindustrie eine so lebendige Kulturstadt werden konnte, die auch mit ihrem jährlich stattfindenden Jazzfestival hohes internationales Ansehen genießt.

Mit Kultur hat auch die nächste Etappe der Erkundungstour zu tun, in diesem Falle mit Körperkultur. Denn in Gronau hat eines der größten Piercing- und Tatoounternehmen Deutschlands seinen Hauptsitz. Und Jürgen Becker kann sich bei seinem Besuch nur wundern: "Hier gibt es Leute, die haben so viele Piercings, die kann man am Ende nicht mehr beerdigen, die muss man verschrotten." Im Tatoo- und Piercing-Shop trifft er auch auf einen Kollegen: Philip Simon. Der deutsch-holländische Kabarettist begibt sich in Becker, der Entdecker auf eine eigene Erkundungstour jenseits der deutsch-niederländischen Grenze. Man darf gespannt sein.

Jürgen Becker mit zwei seiner Gäste.

Als abenteuerliches Unterfangen erweist sich dann Jürgen Beckers Suche nach dem Max-Clemens-Kanal. Der sollte einmal das Münsterland mit der Nordsee und damit dem Rest der Welt verbinden, doch aus den ehrgeizigen Plänen wurde nichts. Zwar ging im Jahr 1731 eine Teilstrecke in Betrieb, Mitte des 19. Jahrhunderts gab man den Traum aber endgültig auf. Ortskundige Anwohner führen Jürgen Becker in Maxhafen zu den Überbleibseln des einst so ambitionierten Projektes: "Das größte Problem war, dass der Kanal sein Wasser nicht halten konnte. Der war inkontinent", weiß Jürgen Becker und fühlt sich angesichts baulicher Fehlplanungen irgendwie an seine Heimatstadt Köln erinnert.

Unter dem Motto "Wer hat die Größten?" steht eine weitere Etappe der kabarettistischen Reise. Denn in Gronau ist ein traditionsreiches Schuhhaus zu Hause, das als Europas führender Übergrößenspezialist gilt. Vom Turnschuh bis hin zum gediegenen Abendschuh, hier finden Menschen, die auf großen Füßen leben, passendes Schuhwerk. Schuhe aus Gronau trägt auch der laut Guinness-Buch "größte Mann der Welt" Sultan Kösen (Körpergröße 2,51m, Schuhgröße 60), den Jürgen Becker überraschend bei der Anprobe trifft.

Natürlich präsentiert Jürgen Becker noch weitere "Übersehenswürdigkeiten", unter anderem schaut er sich auch auf einem historischen Baumarkt um. Sein Nachtquartier schlägt er schließlich unweit von Gronau auf. In der Nachbargemeinde Heek-Nienborg genießt er im "Wachtmeisterhaus" der Burg Hohes Haus den weiten Blick ins Münsterland und zieht ein Fazit seiner Reise: "Insgesamt muss ich sagen, dass das Münsterland viel mehr bietet als nur Wiesen, Äcker und Felder. Hier gibt es Musik und Kultur, außergewöhnliche Menschen und Orte. Auch wenn man im Wachtmeisterhaus schläft: Ein paar Tage hier bleiben ist alles, aber keine Strafe."

Stand: 10.09.2012


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