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Gesundheit

Heilender Holunder

  • SendeterminDonnerstag, 10. Juni 2010, 16.05 - 18.00 Uhr .
Foto: Holunder; Rechte: WDR/picture-alliance
Heilsame Beeren

Früher ersetzte ein Holunderstrauch am Haus praktisch die Apotheke. Doch auch in der modernen Medizin ist seine gesundheitliche Wirkung anerkannt. Er hilft gegen Erkältung und Hautkrankheiten, bei Rheuma, Ischias, Neuralgien und soll sogar Herzinfarkt vorbeugen. Unsere Heilpraktikerin Melanie Wenzel informiert über das pflanzliche Heilmittel und setzt eine Holunderblüten-Limonade zur Stärkung der Abwehrkräfte auf. Schon bei den ersten Anzeichen einer beginnenden Erkältung sollte Holunder in Form von Saft, Sirup, Tee oder Suppe zum Einsatz kommen. Seine Heilwirkung erhält der Holunder durch die Beeren. Diese enthalten Vitamine C, A, B1 und B2, Fruchtsäuren, ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe.

Verwendung

  • Holunderblüten: Die Blüten eignen sich zur Behandlung bei Erkältungskrankheiten wie Grippe, Schnupfen, Bronchitis und Lungenentzündung, da sie schleimlösend wirken. Auch bei fieberhaften Infektionen werden Holunderblüten eingesetzt, da sie als Teeaufguss für Schwitzkuren eine stark schweißtreibende Wirkung haben. Bei Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen wirken die Blüten beruhigend und schmerzlindernd, ebenso bei Magenbeschwerden.
  • Beeren: Die Beeren des Holunders sind reich an Vitaminen, ganz besonders an Vitamin C. Daher werden die Holunderbeeren zum Beispiel als Saft zur Stärkung des Immunsystems benutzt. Der Saft wirkt aber auch gegen Rheuma, Ischias und Neuralgien. Vorsicht: Die Beeren dürfen nicht roh gegessen werden, da sie Brechreiz und Übelkeit verursachen!
  • Blätter: Tee aus Holunderblättern wirkt blutreinigend, entwässernd und abführend.
  • Rinde und Wurzeln: Ein Tee aus Holunderwurzel oder -rinde regt zum Entwässern an und wird daher bei Nieren- und Blasenleiden angewendet.

Stand: 10.06.2010


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