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Sendung vom 17. Juni 2011
Gesundheit
Etwa 150 Schleimbeutel gibt es im Körper. Sie wirken dämpfend, wo Sehnen und Muskeln auf Knochen treffen. Kommt es zu einer dauerhaften Überlastung – zum Beispiel durch langes Knien – kann der Schleimbeutel gereizt werden. Er füllt sich mit Wasser und schwillt manchmal zu einer tennisballgroßen Beule an, die sich stark erwärmt und mit Schmerzen und Rötungen einhergeht. Besonders häufig trifft es Berufsgruppen wie Fliesenleger, aber auch aktive Freizeit-Sportler. Sogar Studenten, die beim Lernen lange den Ellbogen aufstützen, gehören zur Risikogruppe: Der so genannte Studenten Ellbogen ist ein etablierter Begriff in der Orthopädie. Aber auch langes Putzen auf Knien oder Gartenarbeiten können zu der Erkrankung führen. Manchmal sind innere Erkrankungen wie Gicht für eine Schleimbeutelentzündung verantwortlich. In seltenen Fällen können Bakterien Schuld sein.
Die erste Maßnahme: Gelenk kühlen und ruhigstellen. Gut gemeinte Hausmittelchen wie Quarkwickel oder Pferdesalbe bringen meist gar nichts. Verschwinden die Beschwerden nicht von alleine, hilft nur der Gang zum Orthopäden. Eine Ultraschalluntersuchung zeigt, ob es sich wirklich um eine Schleimbeutelentzündung handelt. In einem ersten Schritt wird der Orthopäde versuchen, das Problem mit konservativen Methoden in den Griff zu bekommen.
Verhindern lässt sich eine Schleimbeutelentzündung kaum, man kann jedoch die Risikofaktoren reduzieren. Versuchen Sie, dauerhafte Überlastungen und Drucksituationen zu vermeiden. Besorgen Sie sich für Tätigkeiten im Knien schützende Unterlagen. Die gibt es in jedem Sportgeschäft. Auch ein gut sitzender Laufschuh, der nicht an der Achillesferse drückt, kann sich lohnen. Entlasten Sie die Gelenke regelmäßig und machen Sie Pausen z.B. bei Überkopfarbeiten. Wer immer den Ellbogen aufstützt, kann Gel-Unterlagen für den Schreibtisch nehmen.
Stand: 08.06.2011
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