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Sendung vom 17. Juni 2011
Unterwegs
In unserer neuen Serie „Dorfdinner“ zeigen wir unseren Zuschauern wie schön Nordrhein-Westfalen ist und wie köstlich. Unser erstes Dorfdinner tischen wir Ihnen in Keppeln auf. Der Ort gehört zur Gemeinde Uedem im Landkreis Kleve und erhielt im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ eine Goldmedaille. 1 656 Einwohnern fühlen sich hier wohl. Das Dorf hat tatsächlich alles, was das Leben auf dem Land so schön macht. Weite Felder mit Schafen, Kühen und Pferden, idyllische Bauernhöfe und engagierte Menschen. Sie zaubern für uns ein Dorfdinner aus drei Gängen mit ortstypischen Gerichten. Unser Reporter Markus Hoffmann begibt sich auf eine kulinarische Reise und erlebt Landidylle pur. Markus Hoffmann trifft die Menschen aus Keppeln, lässt sich alte Ortsgeschichten über den sogenannten „Stein des Anstoßes“ erzählen, schaut den Landköchen bei der Zubereitung der Speisen über die Schulter und hilft bei der Pflege der Schafsklauen. Am Ende wird das Dorfdinner aus Keppeln bewertet. Wie viele der fünf goldenen Löffel das Dorf erhält, entscheiden die Überraschungsgäste aus dem Nachbardorf Uedem.
Im Jahr 1173 wurde Keppeln erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1441 ist es eine selbstständige Pfarrei. Ein Ehrenmal neben der Kirche und eine Gedenkstätte in der Bauernschaft Verkält erinnern an die Verluste des Zweiten Weltkriegs. Seine sehr guten Bodenverhältnisse machen Keppeln seit Jahrhunderten zur Kornkammer Kleves. Die Landwirtschaft prägt den Ort bis heute, 45 Haupt- und 30 Nebenerwerbslandwirte sind vor allem im Ackerbau aktiv. Mit dem Umbau der alten Dorfschule zur Bürgerbegegnungsstätte haben sich die Keppelner mit viel Engagement einen Raum für zahlreiche Aktivitäten geschaffen. Dadurch sind alle Altersgruppen gut integriert. Die Landjugend schützt gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland alte Kulturpflanzen. Zusammen mit dem Heimatverein setzen sich die Jungen und Mädchen zudem für den Schutz von 35 Steinkauz- und acht Schleiereulenpaaren ein. Den Natur- und Artenschutz schreibt die Gemeinde ohnehin groß. Rund 70 Hektar Obstwiesen und Naturschutzflächen werden unter der Regie des Landschaftspflegevereins von verschiedenen bedrohten Schafrassen beweidet. Das Fleisch der Tiere vermarkten sie als Delikatesse regional. Jährlich pflanzen die Keppelner rund 150 hochstämmige Obstbäume neu. Landjugend und Heimatverein führen ein Obstwiesenkataster.
Am 7. Mai 1934 wurde auf dem Totenhügel an der Grenze zu Uedem, aber noch auf Keppelner Gebiet, ein 3.220 kg schwerer Findling gehoben. Heute heißt er „Keppelner Stein“ oder auch „Stein des Anstoßes“. Von 1955 an lag er am Lindenbaum vor der Kirche. Im Zuge einer neuen Straßenführung mussten die Linde und der Stein zunächst weichen. Seit 1967 hat er nun im Schatten der Linde seine Ruhe gefunden.
Hubert Lemken serviert als Vorspeise einen frischen Salatteller aus selbst angebauten Salatsorten mit Schafskäse zu. Die Landjugend verschreibt sich der Hauptspeise: In der Alten Dorfschule marinieren sie Nackensteaks vom Pfälzer Landschwein und grillieren sie. Dazu gibt es Schmörkes mit Landquark. Für das Süße zum Schluss ernten die Landfrauen Maria Ricken und Carola Jacobs Rhabarber aus dem eigenen Garten und bereiten eine Rhabarber-Karamell-Creme mit Sahnejoghurt.
Das Fleisch mit den Zutaten vermengen und abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage ziehen lassen, damit es schön zart wird.
Kartoffeln putzen, kurz vorkochen und danach im heißen
Fett in der Pfanne braten. Schön Farbe geben lassen und kurz
vor Schluss erst die Kräuter und die Gewürze
dazugeben.
Quark mit geschnittenem Frühlingslauch, geriebener Salatgurke,
geschnittenem Knoblauch und Gewürzen verrühren und
abschmecken.
Joghurt mit dem Zucker verrühren, Sahne steif schlagen, unter den Joghurt ziehen. Einen Durchschlag mit einem Mulltuch auslegen. Creme in das Sieb füllen, die Ecken des Mulltuchs überschlagen, Durchschlag in eine Schüssel stellen, Flüssigkeit über Nacht abtropfen lassen. Die Creme kurz vor dem Servieren auf eine flache Schale stürzen.
Den Rhabarber in kleine Stücke schneiden, mit den übrigen Zutaten mischen und in eine flache Auflaufform geben. Im Backofen bei 180 Grad zehn Minuten schmoren. In der Auflaufform erkalten lassen, danach den Rhabarber abgießen, den Sud auffangen.
Zucker und Butter karamellisieren, mit dem Rhabarbersud ablöschen, anschließend mit Kartoffelmehl binden. Das Kompott in die Karamellsauce geben und um die Joghurtcreme anrichten.
Rosenfestival: Schöne Stunden im Namen der Rose
Maria Verhoeven
Dorfstraße 8
47589 Keppeln
Termine: 25., 26. Juni 2011
Stand: 16.06.2011
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