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daheim+unterwegs
Sendung vom 25. Juli 2011
Service
Smartphones sind total angesagt und sollen dank zahlreicher Zusatzprogramme den Alltag erleichtern. Die Kollegen aus der WDR-Servicezeit testen, ob diese Apps wirklich so hilfreich sind und uns Verbraucher im Alltag mobiler machen.
App – das ist Handykurzsprache, kommt vom englischen Wort „application“ und bedeutet zu deutsch „Anwendung“. Apps sind Programme, die in sogenannten App-Stores im Internet heruntergeladen werden können. Sie erweitern die Funktionen der Smartphones um mehr oder minder hilfreiche Programme.
Das Testteam besteht aus Steffi, die schon lange ein Smartphone besitzt, und ihrer Tante Gitte, die es erst neulich geschenkt bekommen hat. Der Plan der beiden: Sie möchten Oma Ilse in Troisdorf besuchen. Während Steffi mit dem Auto unterwegs ist, will es Gitte ohne Auto schaffen. Beide starten in Köln.
Gitte wählt für ihre Tour zum Hauptbahnhof das Leihrad. Freie Räder stehen in Köln an fast jeder Straßenecke und können gegen eine Gebühr geliehen werden. Wo genau die Fahrräder stehen, soll Gitte die App „Call a Bike“ zeigen. Per GPS wird Gittes Standort lokalisiert. Die App zeigt die freien Leihräder in der Nähe an – und da gibt es einige. Nun braucht sich die 45-Jährige nur noch ein Fahrrad auszusuchen, und schon zeigt ihr das Programm den kürzesten Weg dorthin, leicht verständlich in einer übersichtlichen Straßenkarte. Die „Call a Bike“-App ist gratis erhältlich.
Wer fremd in der Stadt ist oder selten Auto fährt, könnte schon einmal vergessen, wo der Wagen steht. Auch dafür gibt es eine App. „CarSpotter“ heißt sie und soll Steffi den Weg zu ihrem Auto zeigen. Das Smartphone ersetzt also den Stadtplan, Steffi folgt den Anweisungen auf einer übersichtlichen Karte in ihrem Smartphone-Display. Ein blauer Punkt zeigt ihren aktuellen Standort, das funktioniert durch GPS-Ortung. Das Auto ist schnell gefunden. Die „CarSpotter“-App kostet allerdings 0,79 Euro.
Bevor es für Steffi ins 30 Kilometer entfernte Troisdorf geht, muss sie noch tanken. Um Geld zu sparen, hat die 23-jährige Sportstudentin zunächst einmal Geld investiert, und zwar 1,59 Euro für die „CleverTanken“-App. Dieses Programm soll ihr die billigste Tankstelle in der Nähe anzeigen. Die Tank-App liefert die Straßenkarte gleich mit. Doch Testerin Steffi kommt damit nicht so gut zurecht: Während der Fahrt muss sie immer wieder das Handy bedienen, kann sich deshalb nur ungenügend, wie sie findet, auf den Verkehr konzentrieren. Zweite Ernüchterung an der Tankstelle: Der Liter Diesel ist mit 1,44 Euro 8 Cent teurer, als das Programm versprochen hat. Sie versucht es noch einmal mit der Tank-App, aber Fehlanzeigen. Fazit: Dieses Programm fällt ganz klar durch.
Unterdessen kommt Tante Gitte nach ihrer Radtour durch die Stadt entspannt am Hauptbahnhof an. Mit „HandyTicket“ will sie ihren Fahrschein lösen. Einmal als Kunde registriert, geht der Rest automatisch, inklusive Bankeinzug. Bei einer Kontrolle zeigt man dann den gespeicherten Fahrschein vor. Noch eines kann das Mobiltelefon: Es informiert die Fahrgäste über die Abfahrtszeiten. Verspätungen werden sofort angezeigt.
Steffi liegt gut in der Zeit und will noch Blumen kaufen. Ein Parkticket muss her, aber auch das macht Steffi schon lange bargeldlos. Dazu muss sie allerdings erst einmal ins Internet. Die geforderte Nummer der Parkzone befindet sich gut sichtbar auf dem Automaten. Nun noch die gewünschte Parkzeit eingeben, und schon ist der Parkschein gekauft. Anhand des Kennzeichens und eines Aufklebers in der Windschutzscheibe erkennen die Politessen, dass hier mit dem Handy bezahlt wurde. Also, Kleingeld wechseln? Nicht in Zeiten von Smartphones!
Steffis Handy soll nun noch bei der Blumensuche helfen. Der Blumenfinder weist ihr den Weg zu unzähligen Floristen in der Nähe auf. Währenddessen möchte Gitte ihren Lieblingsbäcker von früher finden? „Around me“ heißt die kostenlose App. Sie zeigt nicht nur sämtliche Läden in der Nähe, sie soll Gitte per Routenplanung auch ans Ziel bringen.
Steffi und Gitte sind am Ziel – die eine mit dem Auto, die andere mit der Bahn. Gitte ist vor allem von der „Call a Bike“-App überzeugt: „Also die Fahrrad-App hat mir am allerbesten gefallen. Innerhalb von zehn Minuten hatte ich dieses Fahrrad gefunden, konnte mich in den Zug setzen und bin jetzt bei der Mama“. Auch Steffis Urteil fällt positiv aus: „Die meisten Apps fand ich durchaus nützlich. Besonders, wenn man kein Kleingeld mehr bei sich tragen muss oder sich in einer fremden Stadt gar nicht auskennt.“
Stand: 22.07.2011
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