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daheim&unterwegs
Sendung vom 25. Juli 2011
Ihr Thema
Whistleblower, zu deutsch am ehesten übersetzbar als Hinweisgeber, machen Strafverfolgungsbehörden auf schlimme Missstände, Menschenrechtsverletzungen und Gefahren aufmerksam, die sie durch ihren Job vor Augen haben. Ob Gammelfleisch, dreckige OPs oder Verwahrlosung in Altenheimen – ohne die Whistleblower wären manche Skandale nie ans Licht gekommen. Für die Gesellschaft sind sie Helden – zum Teil ausgezeichnet mit Preisen für ihren Mut und ihren Einsatz. Die Kehrseite der Medaille: Diese couragierten Menschen bezahlen dafür oft mit Kündigung, Mobbing oder einer verpfuschten Karriere.
Altenpflegerin Brigitte Heinisch, heute zu Gast bei „daheim & unterwegs“, erzählt von ihren Erfahrungen als Whistleblower. Sie wurde 2007 mit dem gleichnamigen Preis ausgezeichnet, weil sie sich gegen die Misshandlung von alten Menschen eingesetzt hat – und das gegen die Gesetzeslage in Deutschland und auch gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber. Am Donnerstag hat der Europäische Menschengerichtshof das Urteil über ihre Kündigung gefällt. Ergebnis: Sie hat endlich Recht bekommen. Ihre Kündigung verstoße gegen die Menschenrechts-Konvention und damit steht Brigitte Heinisch nun auch eine Entschädigung zu.
Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Wie loyal sollte man seinem Arbeitgeber gegenüber sein? Ab wann ist es richtig, an die Öffentlichkeit zu gehen, so wie Brigitte Heinisch es getan hat? Haben Sie vielleicht auch schon erfahren, was es heißt, Zivilicourage zu zeigen, ohne unterstützt zu werden? Was haben Sie schon an Ihrem Arbeitsplatz erlebt? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte! Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Whistleblower – Täter oder Opfer?
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Stand: 21.07.2011
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