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daheim+unterwegs
Sendung vom 19. August 2011
Unterwegs
Geocaching ist ein Abenteuerspiel, das mit Hilfe eines GPS-Gerätes gespielt wird. Es funktioniert überall auf der Welt, zu jeder Zeit und mit beliebig vielen Menschen. Einzige Voraussetzung: ein GPS Gerät (wenn das gar nicht vorhanden ist, geht es auch mit einem Kompass und einer Wanderkarte und jemandem, der sie exakt lesen kann.) Grundidee: Eine einzelne Person oder auch Organisation auf der Welt versteckt kleine Dinge und veröffentlicht die Positionsdaten von deren Verstecken im Internet. Die Schatzsucher nutzen dann diese Koordinaten, um die Schätze zu heben. Mitmachen kann jeder, man benötigt lediglich einen Internetzugang, um sich die Koordinaten für den Cache zu besorgen. Erfunden wurde das Spiel von dem Amerikaner Dave Ulmer, der im Mai 2000 seinen ersten Cache in Oregon (USA) versteckte.
Es gibt einfache Caches – Verstecke, die man mit einer Koordinate findet, und schwierige Caches, die das Lösen von kniffeligen Aufgaben erfordern und über mehrere Schatzversteckstationen zum Ziel führen, so genannte Multi-Caches. In den Datenbanken im Internet werden die unterschiedlichen Spiele gut beschrieben. Die einzelnen Schatzsuchen enthalten in der Regel eine Angabe über den Schwierigkeitsgrad und über die Beschaffenheit des Geländes. So ist man schon im Vorfeld informiert, ob die Tour z.B. Rollstuhl- oder Kinderwagengerecht ist, oder ob man lieber die alpine Ausrüstung einpackt. Zudem geben Logeinträge der letzten Besucher manchen Hinweis auf die Dauer der Aktion. Es gibt kompliziert und kreativ ausgeklügelte Verstecke in Wald und Flur, aber auch in der Stadt. Bei manchen kann man fast mit dem Auto vorfahren, andere erreichen Sie z.B. nur mit einer Tauchausrüstung oder bei Nacht. Interessant sind Verstecke an kulturhistorisch relevanten Stätten – z.B. bei Kirchen. Oft wollen Kulturbeflissene anderen Menschen diese Sehenswürdigkeiten näherbringen. Super eignet sich dieses Hobby auch für den nächsten Urlaub.
Wer den Cache gefunden hat, öffnet den Behälter, schaut sich die Sachen darin an, tauscht gegebenenfalls etwas aus und trägt sich dann ins Logbuch ein, damit der Besitzer des Schatzes sehen kann, wer alles vorbeigeschaut hat. Danach wird die Schatztruhe wieder genauso versteckt wie sie war, schließlich soll der nächste Suchende den gleichen Spaß haben. Eintragen kann man sich dann auch noch mal im Internet, das machen aber nicht alle.
Cache (wird „käsch" ausgesprochen) ist das englische Wort für Geheimlager, es gibt Verstecke in der Stadt, auf dem Land und sogar unter Wasser. GPS ist die englische Abkürzung für Global Positioning System und bedeutet zu deutsch Globales Positionsbestimmungssystem. Ein GPS Empfänger ist ein elektronisches Gerät, welches die ungefähre Position (ca. im Umkreis von drei bis zehn Metern) einer Person irgendwo auf unserem Planeten bestimmen kann. Die Koordinaten werden in Länge und Breite angegeben.
Stand: 18.08.2011
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