
Sie befinden sich hier:
WDR.de
WDR Fernsehen
WDR Regional
daheim+unterwegs
Sendung vom 02. Februar 2012
Garten
Fernöstliche Gartenkunst bei „daheim & unterwegs“! Falko Hamann ist mit knapp über Dreißig der jüngste Bonsai-Lehrer Europas. Heute ist er bei uns in der Sendung, macht uns mit dem kleinen Einmaleins der Bonsai-Kunst vertraut und zeigt uns faszinierende und bis zu 100 Jahre alte Bäumchen aus dem Bonsai-Museum Düsseldorf.
Bei Bonsai-Bäumen handelt es sich keinesfalls um spezielle Pflanzensorten, die naturbedingt kleinwüchsig oder zu Miniaturpflanzen gezüchtet worden sind. Der kleine Wuchs resultiert ausschließlich aus der Behandlung der Pflanze. Ihr Wachstum wird durch Rückschnitt und Formhilfen gesteuert. Deshalb sind sehr wohl auch heimische Pflanzensorten dazu geeignet, zum Bonsai „erzogen“ zu werden. Folgende heimischen Gehölze eignen sich besonders gut zur Kultivierung als Bonsai: Verschiedene Ficus-Arten, Eibe, Olivenbäumchen, Hainbuche, Elefantenstrauch, Chinesische Ulme, Ahorn, Lärche, Granatapfel, Wacholder.
Ob ein Bonsai draußen oder drinnen stehen soll, ist in erster Linie von den Standortansprüchen der Ausgangspflanze abhängig. Über die sollte man sich natürlich vor dem Kauf eines Rohlings, den man dann zum Bonsai gestalten will, genauestens informieren. Manche Bonsai sind definitiv drinnen besser als draußen aufgehoben, weil sie zu empfindlich sind. Wieder andere können im Sommer draußen stehen und sollten vor dem Winter rein geholt werden. Ist die Ausgangspflanze für das Freiland geeignet, kann sie natürlich auch das ganze Jahr über im Garten stehen und dort ein bisschen asiatisches Flair verbreiten. Üblicher ist es jedoch hierzulande, Bonsai als Zimmerpflanzen im Topf oder besser in der Schale zu halten.
Kein Bonsai ohne Schnitt! Wuchs und Form der Pflanze werden dadurch bestimmt, dass der Bonsai-Freund sie lenkt. Wann und wie oft geschnitten werden muss, richtet sich nach der Wuchsfreudigkeit der jeweiligen Pflanze. Was Sie darüber wissen sollten… mehr
Für die Kultivierung eines Bonsai braucht man vor allem eines: Geduld. Wer die nicht hat, aber trotzdem Freude an den kleinen Bäumen empfindet, der kann sich freilich auch einen „fertigen“ Bonsai kaufen. Wissen muss man allerdings, dass ein solcher Spaß nicht billig sein kann, wenn man eine wirklich gute und gepflegte Pflanze haben will. Denn wenn „richtige“ Bonsai in den Handel kommen, dann hat schon jahrelang jemand an ihnen herum geschnitten und gebogen. Völlig logisch, dass er dann auch seinen Preis hat. Erwarten kann man dann allerdings auch gute Ware: Wurzelwerk und Äste sollten daraufhin untersucht werden, ob sie intakt sind.
Stand: 01.02.2012
Seite teilen