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daheim+unterwegs
Sendung vom 02. Februar 2012
Service
Bei Kälte und Schnee haben es die Vögel draußen besonders schwer: Sie verbrauchen viel Energie und können bei zu zehn Prozent ihres Gewichts an einem Tag verlieren. Deshalb ist es für viele heimische Vögel, die nicht in den Süden ziehen, manchmal lebensrettend, ihnen Futter anzubieten. Spaß macht sie auch - die Piepshow.
Werner Schmidt will helfen. Jeden Morgen nach dem Aufstehen geht es raus in den Garten: Meisenknödel und Körnerfutter nachfüllen. Vogelpark-Besitzer Schmidt weiß, wie man das am besten macht: „Man soll einige Zeit vor dem Wintereinbruch beginnen und dann den ganzen Winter durchfüttern, damit die Vögel nicht umsonst hin- und herfliegen, und soll aufhören wenn der Frühling kommt und es keinen Nachtfrost mehr gibt."
Womit die Tiere gefüttert werden, spielt auch eine wichtige Rolle. Denn auch bei Vögeln sind die Geschmäcker sind verschieden. Der Schnabel macht den Unterschied zwischen Körner-, Insekten- bzw. Weichfutterfressern. Die Vögel, die Insekten fressen, wie der Star, haben einen spitzen Schnabel, während die Körnerfresser einen kurzen und stumpfen Schnabel haben.
Körnerfresser wie Fink oder Zeisig bekommen Sonnenblumenkerne, spezielle Körner-Futtermischungen und Nüsse wie Hasel-, Erd- oder Walnüsse. Weichfutterfresser wie Star oder Meise bekommen Meisenknödel. Aber auch Kleie, Rosinen und Äpfel bekommen ihnen gut.
Eine richtige Gefahr für Vögel ist Brot, denn es quillt im Magen der Vögel auf. Ebenfalls sollte man darauf verzichten, nasse oder gefrierbare Futtermittel zu geben. Auch salzige Speisereste wie Kartoffeln oder Speck gehören nicht ins Vogelhaus.
Außerdem gilt: Erst alte Futterreste entsorgen, dann nachstreuen. Das Vogelhaus muss aber nicht nur sauber, sondern auch sicher sein, erklärt Schmidt: „Das Haus muss von allen Seiten zugängig sein, damit kleine Vögel verschwinden können, wenn große kommen, die gefährlich werden könnten - wie zum Beispiel Eichelhäher." Ist das Häuschen zu allen Seiten offen, können Vögel außerdem Feinde früher entdecken. Wer Vögel beim Fressen beobachten möchte, sollte übrigens nie direkt hinter der Fensterscheibe stehen. Besser ist es, sich für die Tiere unsichtbar etwas vom Fenster entfernt zu postieren.
Stand: 01.02.2012
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