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daheim+unterwegs
Sendung vom 10. Februar 2012
Gesundheit
Ob bei Erkältungen, Fieber, Magenschmerzen, Blasenentzündung oder Depression - Heiltees sind schnelle Helfer bei vielen Beschwerden. Eine Vielzahl von Unpässlichkeiten lassen sich mit ihnen ohne Nebenwirkungen behandeln. Das passende Arzneikraut zur richtigen Zeit mobilisiert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Kamillentee besänftigt den verstimmten Magen, Brennnessel entwässert, Thymian bekämpft Keime, Holunder stärkt die Abwehrkräfte. Das ist traditionelles Kräuterwissen und wird in der Phytotherapie angewandt.
Heiltee-Zutaten bekommt man in fast jeder Apotheke, in Kräuter- und in vielen Reformhäusern - meist in 50- oder 100-Gramm-Packungen. Als Faustregel für den Einkauf gilt: Je frischer die Heilpflanzen, umso intensiver riechen sie und umso farbkräftiger sind sie auch. Apotheken-Ware unterliegt strengeren Auflagen und Kontrollen bezüglich der Reinheit, der Inhaltsstoffe und der Schadstoffbelastung. Vorsichtig sollte man beim Kauf von Teebeuteln sein, denn oft sind die darin enthaltenen Pflanzen stark verkleinert und das kann die Wirkung mindern. Nur wenn Teebeutel den Richtlinien des Deutschen Arzneibuchs (DAB) entsprechen, dürfen sie medizinisch verwendet werden. Sie sind dann in der Apotheke erhältlich und meist aromageschützt verpackt. Übrigens steht das Kürzel „kbA“ für kontrolliert biologischen Anbau.
Tee muss immer trocken sowie aroma- und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Das funktioniert am besten in dunklen Gläsern oder Teetüten. Dann beträgt die Haltbarkeit etwa 18 Monate. Wer frische Heilkräuter für den Tee verwendet, sollte sie direkt vor der Zubereitung zerkleinern.
Pfefferminz-Tee ist der beste Heiltee für Galle und Magen
und wird oft gegen Übelkeit und Brechreiz verwendet.
Pfefferminze hilft auch gegen Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit,
Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrsbeschwerden. Schon das
Trinken einer Tasse bringt etwas.
Doch Vorsicht: Pfefferminz-Tee ist nicht für den Dauergebrauch
geeignet und sollte auch nicht abends getrunken werden. Bei
Überdosierung kann es zu Entzündungen im Verdauungstrakt
kommen. Außerdem wird Pfefferminz-Tee durch den hohen
Mentholgehalt nicht gut von Kindern vertragen. In der
Schwangerschaft sollte man Pfefferminze zurückhaltend
benutzen. Wer eine Bachblüten-Therapie macht oder in
homöopathischer Behandlung ist, sollte keinen Pfefferminz-Tee
zu sich nehmen, da sich sonst die Wirkung aufhebt.
Einen EL getrocknete Pfefferminzblätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Die Blätter abseihen und maximal drei Tassen am Tag trinken. Bei Übelkeit den Tee nur löffelweise zu sich nehmen.
Der Tee aus frischen Blättern geht so: Ein bis zwei Stängel mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Dann die Minze entfernen und den Tee lauwarm trinken.
Bärentrauben-Tee hilft zuverlässig bei Blasenbeschwerden wie ständigem Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und ziehenden Bauchschmerzen. Oft werden die Beschwerden von Darm-Bakterien ausgelöst. Aber auch durch das Sitzen auf kaltem Untergrund oder in Zugluft kann sich die Blase entzünden. Bärentraube enthält desinfizierende und antibakterielle Wirkstoffe. Vorsicht: Nicht mehr als zehn Gramm Bärentraubenblätter pro Tag verwenden.
Einen Teelöffel Bärentraubenblätter in 150 ml Wasser geben, einige Zeit stehen lassen und dreimal täglich eine kalte Tasse Tee trinken. Bärentraube sollte nicht während der Schwangerschaft oder bei empfindlichem Magen verwendet werden. Bei Übelkeit und Erbrechen sofort absetzen. Wenn die Beschwerden nicht nach drei Tagen nachgelassen haben, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Alle Zutaten mit 150 Milliliter heißem Wasser übergießen und zehn Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Der Tee sollte abends getrunken werden. Nur, wenn man sehr aufgeregt ist, kann man ihn auch tagsüber zu sich nehmen. Allerdings sollte man nach dem Genuss des Tees keine gefährlichen Maschinen bedienen oder Auto fahren, da man schläfrig sein kann. Baldrian wirkt beruhigend und schlaffördernd. Die in ihm enthaltenen Inhaltsstoffe regulieren das Müdigkeitsgefühl im Gehirn.
Stand: 09.02.2012
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