Die beliebtesten Mundarten der Nordrhein - Westfalen

  • Dienstag, 01. Mai 2012, 14.20 - 15.50 Uhr
  • Mittwoch, 02. Mai 2012, 03.30 - 05.00 Uhr (Wdh.)

Würfel

Biergartenkellnerin im Dirndl trägt vier Maß.

Deutschlands Sprachenlandschaft ist äußerst vielseitig - Sie haben entschieden, welche Mundarten sie am liebsten hören. Hier präsentieren wir Ihnen nun die Hitliste der beliebtesten Mundarten:



Die beliebtesten Mundarten der Nordrhein-Westfalen

Blick auf den Mannheimer Wasserturm dpa/Fühler/ba050
Platz 30: Mannheimerisch
"Weescht was e Dorn iss? E Dorn iss in Mannem e Thurm" - der Wasserturm ist das Wahrzeichen Mannheims und gesprochen wird dort der "Mannemer" Dialekt. Àllaa!
Die Wartburg dapd/Candy Welz/300511WEI0022
Platz 29: Thüringerisch
"Unser Volk kann Spaß verstieh, kann ooch schüne sönge, aber eens, das wärscht de nie nech in Thüring' fönge: hartes p un hartes t kannst de nech begrüße." (L. August)
Erkan und Stefan dpa/Langenstrassen, Wolfgang/C3445
Platz 28: Kanak
Voll konkrete Sprache, isch schwör! Kanak Sprak, ja man, is korregt! Weisstu wie isch mein?
Die Mecklenburger Sehenplatte von oben IMAGO/imago/Hans Blossey
Platz 27: Mecklenburgisch
Die Mecklenburger werden oft "Fischköpe" genannt, da sie als kühl und schweigsam gelten. Wenn sie anfangen zu "schnacken", tun sie dies auf Mecklenburgisch.
Ein Weinberg in der Pfalz IMAGO/imago/imagebroker
Platz 26: Pfälzisch
Entlang der Pfälzer Weinstraße ist der Dialektgebrauch weit verbreitet: Ein echter Pfälzer babbelt einfach am liebsten in seiner Mundart.
Eine schlesische Trachtengruppe dapd/Joerg Sarbach/260611BRE203
Platz 25: Schlesisch
"Schlä(si)sch" wurde einst in Schlesien und Regionen des Sudetenlandes gesprochen, heute nur noch vereinzelt in der Oberlausitz und in Oberschlesien.
Kirchplatz in Rothenburg ob der Tauber IMAGO/imago/imagebroker
Platz 24: Fränkisch
Das Fränkische ist sehr vielfältig - aber eines haben Ober-, Unter- und Mittelfranken gemeinsam: ein schönes rollendes R.
Eine Gruppe Jugendlicher aus dem Schwarzwald in regionaler Tracht dpa/Rolf Haid/frb002
Platz 23: Badisch
Badisch wird im Gebiet des ehemaligen Landes Baden gesprochen. Es umfasst eine Reihe verschiedener Sprachausprägungen und oft mehrere Übersetzungen pro Wort.
Familie Heinz Becker WDR/dpa/dpa Picture-Alliance / Horst Oss/02631704-
Platz 22: Saarländisch
Die Nähe zu Frankreich haben die Mundart der Saarländer geprägt. Ein bekannter Vertreter - "awer hunnerd Prozent" - ist Heinz Becker alias Gerd Dudenhöffer.
Auf dem Rücken eines Fußballfans steht der Satz:
Platz 21: Denglisch
Der amerikanische "Way of Life" hat auch Einzug in die deutsche Sprache gehalten: Das Sprachgemisch aus englischen und deutschen Wörtern heißt "Denglisch".
Hütte im Allgäu mit Bergpanorama INTERFOTO/Werner Hintzen
Platz 20: Allgäuisch
Der Allgäuer ist stolz auf seinen Dialekt: "Mit Hochdeitsch deat er sich schwer. Er ecked oft a, doch deas macht ihm nix us, sein Dialekt dean gäb er nie her." (Werner Specht)
Zwei Gläser voller Apfelwein und ein typisch bemalter Bembel mauritius images/Harry Walker/16390_L
Platz 19: Hessisch / Frankforderisch
Zwischen Frankfurt und Kassel wird Hessisch gebabbelt, gerne bei Handkäs und einem Bembel Äbbelwoi.
Fachwerkhäuser im Eifeldörfchen Heimbach WDR/Ulla Anne Giesen/Giesen, Ulla Anne
Platz 18: Eifler Platt
Ditt unn datt, Eifler Platt, schréiwe, wie éch well unn watt éch well - so klingt es in der Eifel.
Ein Teller voller Maultaschen mauritius images/Peter Rathmann/03290845.jpg
Platz 17: Schwäbisch
"Schaffa, schaffa, Häusle baua", so die Devise der Menschen aus dem Ländle. Genauso wichtig ist ihnen das Essen: Mauldascha, Spätzla und Schupfnudla...
Bergische Kaffeetafel WDR/Rainer Hackenberg/Hackenberg, Rainer
Platz 16: Bergisch
"Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt, die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt" da spricht man Bergisch - nicht nur an der traditionellen Kaffeetafel.
Die Semperoper in Dresden INTERFOTO/allOver / TPH/TP158960
Platz 15: Sächsisch
"Säggs'sch" bildete einst die Grundlage für das Schriftdeutsch. Grundregel für die Aussprache: "De Weechn (Konsonanten) besiechn de Hardn".
Ein mit Akten und Stempeln überladener Schreibtisch WDR/picture-alliance/ ZB/dpa Picture-Alliance / Patrick P/10603902
Platz 14: Amtsdeutsch
Eine Sprache für sich ist das Amtsdeutsch, das oftmals für Verwirrung im Behördendschungel sorgt.
Wien mauritius images/Photononstop/PNS-900174411
Platz 13: Wienerisch
In Wien lebten Haydn, Mozart, Beethoven, Brahms und Schubert. Wie Musik klingt auch die Mundart, die in der Österreichischen Hauptstadt gesprochen wird.
Der Aachener Dom WDR/Ulla Anne Giesen/Giesen, Ulla Anne
Platz 12: Öcher Platt
Echtes Öcher Platt ist für Menschen, die nicht aus Aachen kommen, kaum verständlich. Es wird außer bei Karnevalsveranstaltungen nur noch selten gesprochen.
Grenzschild mit Schweizer Flagge vor Berglandschaft IMAGO/imago/imagebroker/g¿nter fischer
Platz 11: Schwizerdütsch
Unsere Nachbarn in der deutschsprachigen Schweiz haben ihre eigene Mundart: Das Schwizerdütsch wird auch in Bereichen des öffentlichen Lebens verwendet.
Ein Banner mit der Aufschrift
Platz 10 : Sauerländer Platt
Die Volkssprache im Sauerland wird als "Siuerlänner Platt" bezeichnet, allerdings wird sie im Alltag kaum noch gebraucht.
Eine Biergartenkellnerin im Dirndl trägt vier Maß mauritius images/Martin Ley/03128049
Platz 9: Bayerisch
Bayerisch oder "Boarisch" wird nicht nur in den Biergärten Altbayerns, sondern sogar in Teilen Österreichs und Südtirols gesprochen!
Panorama von Hamburg: Im Vordergrund ein Schiff, im Hintergrund ist der Michel zu erkennen mauritius images/Torsten Kr¿ger/22236_TK
Platz 8: Hamburgerisch
In der Hansestadt Hamburg wird eine Mischung aus Plattdeutsch und Hochdeutsch gesprochen. Bezeichnend für diese Mundart ist die Verkürzung der Endsilben.
Die Sonsbecker Mühle WDR/Kayes Fotografie/Ferry, Leonie
Platz 7: Niederrheinisch
Niederrheinisch ist ein Sammelbegriff für verschiedene Mundarten des linken Niederrheins, z.B. Kleverländisch, Mölmsch und Grefrather Platt.
Zweisprachiges Ortsschild von Aurich dpa/dpa Picture-Alliance / DB Hartmu
Platz 6: Plattdeutsch
Plattdeutsch wird in vielen Regionen Norddeutschlands gesprochen, besonders im Ostseeraum. Dort gibt es sogar zweisprachige Ortsschilder!
Die Kiepenkerl-Statue in Münster mauritius images/imagebroker.net
Platz 5: Münsterländisch
"Gueden Dag!" sägg de Kiepenkiärl ut Mönster. Auf Münsterländisch kann man sich von ihm durch die beliebteste Stadt Nordrhein-Westfalens führen lassen.
Leuchtturm in Dünenlandschaft WDR/mauritius images / imagebroker/Sabine Lubenow/11116494
Platz 4: Friesisch
Friesisch ist eine ganz eigene Sprache für Jung und Alt: "Uk dön jong lidj wat da san snaake altermal fering."
Das Brandenburger Tor WDR/IMAGO/imago/imagebroker/53011130
Platz 3: Berlinerisch
Die "Berliner Schnauze" wirkt oftmals schroff und derb und ist dennoch offenherzig: "Berlin, ick liebe dir!"
Ein Köbes trägt einen Kranz Kölsch WDR/Jochen Dziedzic/Dziedzic, Jochen
Platz 2: Kölsch
Mit "Kölsch" wird nicht nur das Bier aus der Domstadt, sondern auch die Sproch ihrer Bewohner bezeichnet. Wer Kölsch spricht, hät et Hätz op der Zung.
Das Bergbaumuseum in Bochum WDR/dpa/Gambarini, Federico/dus203
Platz 1: Ruhrdeutsch
Boh glaubse... ich sach' Sie! - Die Sprache des Potts ist als Ruhrdeutsch bekannt. Dort sprechen die Menschen wie der Kabarettist Uwe Lyko alias Herbert Knebel.

Stand: 21.09.2011, 14:52 Uhr



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