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Sie befinden sich hier: > WDR.de > WDR Fernsehen > Information > die story > Sendung vom 17. November 2008 > Leiharbeit undercover - Mein heimliches Leben in deutschen Fabriken


Leiharbeit undercover - Mein heimliches Leben in deutschen Fabriken

Ein Film von Julia Friedrichs

  • SendeterminMontag, 17. November 2008, 22.00 - 22.45 Uhr .
  • WiederholungsterminDienstag, 18. November 2008, 14.15 - 15.00 Uhr (Wdh.).

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Mann geht nachts über die Straße vor einem
Fabrikgelände; Rechte: WDR
Leiharbeiter-Lohn - weniger als die Hälfte von dem, was seine festangestellten Kollegen verdienen

Seine gelbe Weste leuchtet schon von Weitem. Sie markiert ihn, zeigt, dass er anders ist als die anderen Arbeiter in der Werkshalle. Matthias P. ist Leiharbeiter. In vielen Betrieben arbeitet er Schulter an Schulter mit den Facharbeitern des Unternehmens. Matthias P. bekommt rund sieben Euro brutto pro Stunde - weniger als die Hälfte des Lohns, den die Festangestellten mit Tarifvertrag bekommen. Noch am Morgen saß Matthias P. in seiner Wohnung.

Die Beine eines gehenden Mannes; Rechte: WDR
Markus Breitscheidel als Leiharbeiter im Großbetrieb

In Hose und Leuchtweste hockte er neben dem Telefon. Er ist verpflichtet, bis eine Stunde vor Schichtbeginn zu warten, auf einen Anruf der Firma, die ihn verleiht. Matthias P. gibt es erst seit einem Jahr. Der Name ist ein Pseudonym, hinter ihm verbirgt sich Markus Breitscheidel. Der Undercover-Rechercheur und Autor arbeitete für diesen Film über ein Jahr lang mit falscher Identität in der Leiharbeitsbranche, im Niedriglohnsektor.

Mann mit grünem Kittel und Schutzhaube; Rechte: WDR
Der Lohn: 530 Euro netto, weniger als Hartz IV

Die Reportage begleitet Matthias P. bis zum Werkstor, seine Arbeitstage filmt er verdeckt. Nur so ließ sich dokumentieren, wie das Leben eines Leiharbeiters tatsächlich ist. „Viele aus der Stammbelegschaft behandeln mich, als hätte ich eine ansteckende Krankheit“, sagt Matthias P.

die story dokumentiert die Erlebnisse von Matthias P. und spricht mit seinen Kollegen, den festen und den ausgeliehenen. die story geht aber auch in die Betriebe und konfrontiert die Verantwortlichen.

Autorin:

Julia Friedrichs

Links

Stand: 22.10.2008


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