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die story
Sendung vom 19. September 2011
Behindert - Was darf ich werden?
Ein Jahr lang hat die story Melanie und Christopher begleitet. Melanie hat das Down Syndrom und möchte gerne in einem Kindergarten arbeiten. Zurzeit hat sie dort einen sogenannten Außenarbeitsplatz der Werkstatt. Der Kindergarten würde sie gerne übernehmen. Christopher hat Asperger, eine Form des Autismus. Sein Wunsch ist es, Archivar zu werden, und in seinem letzten Schuljahr hat er neben der Förderschule auch mehrere Praktika gemacht, eines bei der Stadt Castrop-Rauxel mit Erfolg und beispielhafter Unterstützung der zuständigen Institutionen. Seine Chancen, die Lehrstelle zu bekommen, sind gut. Ganz anders als bei Melanie: Ihre Mutter und der Kindergarten scheitern immer wieder an der Werkstatt und am zuständigen Sozialhilfeträger, dem Landschaftsverband. Warum? Die Werkstatt bekommt viel Geld für die Behinderten und argumentiert, das Geld sei für die Betreuung Melanies im Kindergarten, obwohl der Kindergarten längst die Ausbildung von Melanie übernommen hat.
die story zeigt am Beispiel der beiden Jugendlichen, wie sehr ihr Schicksal vom Eigeninteresse der Behindertenwerkstätten bestimmt wird und wie sehr diese daran festhalten, die Gelder für die Behinderten, die hier arbeiten, zu behalten.
Redaktion: Barbara Schmitz
Der Bundesverband der "Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V." (ISL) betreibt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) eine Hotline zur Beratung zum Thema Persönliches Budget. Unter der Telefonnummer 01805 4747 12 (14 Cent pro Minute) erreichen Sie Wochentags kompetente Berater/-innen der ISL.
Renate Günther-Greene
Stand: 08.09.2011
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