Pharma-Sklaven
Ein Film von Rebecca Gudisch und Benjamin Best
- Montag, 10. September 2012, 22.00 - 22.45 Uhr
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„Ich bin krank, aber ich habe kein Geld, um einen Arzt oder Medikamente zu bezahlen. Hier aber wird mir umsonst geholfen“, sagt Ameena aus Pithampur. Was sie nicht weiß: Die Medikamente, die sie bekommen wird, sind noch nicht zugelassen. Ameena ist Teil eines Versuchs einer großen ausländischen Pharmafirma. Auch das weiß Ameena nicht.
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Ameena Bee erzählt uns, dass ihr Arzt nicht erklärt hätte, dass sie an einem Medikamentenversuch teilgenommen hat.
Die großen Pharma-Firmen betreiben seit Jahren ihre Testreihen in Entwicklungsländern wie Bangladesch, Indien, China und Afrika. Für viele Menschen in den Entwicklungsländern sind diese Versuchsreihen die einzige Chance, überhaupt an medizinische Versorgung zu kommen.
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Mannalal Pachpere starb, während er an einem Medikamentenversuch teilnahm.
Die Vorteile für die Pharma-Firmen liegen auf der Hand: Die Versuche in solchen Ländern kosten nicht selten nur die Hälfte, es gibt so gut wie unbegrenzten Nachschub an „Versuchskaninchen“, die keine Fragen stellen, und die dortigen Ethik-Kommissionen drücken wohl auch gerne mal ein Auge zu.
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Die WDR-Reporter Benjamin Best und Rebecca Gudisch haben mehrere Wochen vor Ort in Indien recherchiert.
Erst vor kurzem hat die indische Regierung die gesetzlichen Regelungen gelockert, die es den großen ausländischen Pharma-Unternehmen noch einfacher machen, solche nur wenig kontrollierten Testreihen durchzuführen.
Redaktion: Mathias Werth
Autoren: Rebecca Gudisch und Benjamin Best
Stand: 28.08.2012
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