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Erlebnisreisen
Sendung vom 04. Februar 2012
Der Nationalpark Berchtesgaden
Das Berchtesgadener Land im äußersten Südosten des Freistaats ist vielleicht die "typischste" Region Bayerns. Von der Ebene der bayerischen Seenlandschaft steigt es über sanftes Hügelland bis zum Hochgebirge an. Der "Watzmann" ist mit seinen 2.700 Metern der zweithöchste Berg Deutschlands und, wie die Berchtesgadener nicht ohne Stolz bemerken, "der höchste, der vollständig in Deutschland liegt", denn die Zugspitze teilt man sich mit Österreich.
Der Nationalpark Berchtesgaden erstreckt sich auf einer Fläche von über 200 Quadratkilometern rund um den "Watzmann". Es handelt sich um den einzigen Nationalpark der deutschen Alpen. Großer Vorteil des Nationalparkkonzepts für Urlauber: Es gibt keine Seilbahnen hinauf auf die höchsten Berge. Dem ungetrübten Naturgenuss steht darum nichts entgegen. Dafür muss man selbst kraxeln und wandern. 230 Kilometer Wege und Steige werden von der Nationalparkverwaltung und ihren Rangern unterhalten. Spektakulär sind neben dem Klettersteig hinauf auf die Watzmannspitzen die Wimbachklamm, ein enger Canyon mit vielen Wasserfällen, und die Gotzenalm, von der aus Wanderer einen unbeschreiblichen Blick über die alpine Berglandschaft bis weit in die österreichischen Alpen haben.
Touristenmagnet Nummer eins im Berchtesgadener Land ist der Königssee. An schönen Tagen kommen über 4.000 Besucher, die sich mit den elektrisch betriebenen Ausflugschiffen zur Halbinsel Sankt Bartholomä mit ihrer berühmten Wallfahrtskapelle fahren lassen. Der Königssee gilt als einer der schönsten Alpenseen. Er ist bis zu 200 Meter tief und entsprechend kalt. Schwimmer sollten darum abgehärtet sein. Etwas anderes als schwimmen ist aber im Königssee gar nicht erlaubt, denn auch er liegt im Nationalpark und ist darum Schutzgebiet. Wassersport aller Art und Angeln sind darum verboten: Ruhe pur! Die Kälte des Sees bekommt der Fauna: Die Forellen, die hier vom einzigen Fischer gefischt werden, sind eine ausgesprochene Delikatesse.
Im Berchtesgadener Land lässt sich nicht nur gut Urlaub
machen, sondern auch gut wohnen: Dafür sorgen Unterkünfte
der verschiedenen Preiskategorien, die sich insbesondere auch um
das leibliche und seelische Wohl ihrer Gäste, auf Neudeutsch:
die Wellness, kümmern. Das Hotel Interconti auf dem
Obersalzberg ist ein Hotel der Luxusklasse. Das Haus liegt in
historisch belasteter Gegend (hier befand sich die
"Alpenfestung" der Nazis), hat aber schon in der kurzen
Zeit seines Bestehens viel für den guten Ruf der ganzen Region
getan.
Der Spa- und Wellnessbereich bietet nicht nur einen Pool mit
Watzmannblick, sondern auch verschiedene Therapien und Anwendungen,
von denen die Schokomassage bestimmt die leckerste ist! Einige
Preiskategorien darunter und für "normale" Urlauber
bezahlbar sind Ferien auf dem Bauernhof. Wir haben uns ein
spezielles Haus angesehen, das seinen Gästen als Zugabe ein
"Heubad" bietet. Eingewickelt in frisches Almheu kann der
Gast von den Aromen und Düften profitieren, denen
äußerst gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt
werden.
Beliebt ist die Einfahrt ins Besucherbergwerk der Saline in Berchtesgaden. Hier wird bis heute Salz der Marke "Bad Reichenhaller" gefördert. Die gleichnamige Stadt Bad Reichenhall am Eingang des Berchtesgadener Lands ist ebenfalls beliebtes Ausflugsziel. Nahe liegt übrigens für einen Tagestrip auch die Stadt Salzburg, denn das Berchtesgadener Land liegt direkt an der österreichischen Grenze.
Mit dem Auto geht es von Norden kommend über die Autobahn A8 Richtung Salzburg. Abfahrt Bad Reichenhall nehmen und dann auf der Landstraße bis Berchtesgaden. Achtung: Der Weg über Österreich sieht auf der Landkarte kürzer aus, die Autobahn ist aber ab der Grenze mautpflichtig! Mit dem Zug geht es über München und Freilassing nach Berchtesgaden. Wer nicht umsteigen mag: Mehrmals täglich gehen von München durchgehende Züge.
Micha H. Haarkötter
Stand: 08.03.2009
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