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Sendung vom 01. Februar 2010
Buenos Aires - Tango und Teatime in Argentiniens Hauptstadt
Argentiniens Hauptstadt polarisiert die Besucher: Die einen leben in der Großstadthektik auf und genießen das riesige kulturelle Angebot. Die anderen stöhnen über Lärm und Krach der 18.000 Busse, 40.000 Taxis und unzähligen Privatwagen.
Der Kontrast zwischen Arm und Reich, die abbröckelnde Schönheit der Architektur, die faszinierende Mischung zwischen europäischem Stil und lateinamerikanischer Kultur - Buenos Aires ist eine ganz besondere Stadt. Neugierig auf Großstadt muss man schon sein, soll einem „Gute Luft“ (die wörtliche Übersetzung) gefallen. Dann versteht man auch den Stolz, den die meisten „Porteños“ haben.
Immerhin lebt inzwischen jeder dritte Argentinier, insgesamt rund 13 Millionen, im Großraum der Hauptstadt. Der erste Eindruck verblüfft die meisten Besucher: Im Zentrum fühlt man sich an Südeuropa erinnert. Es gibt Plätze mit Denkmälern, Straßencafés, platanengesäumte Alleen, hohe Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen und wunderschöne Parks. Nicht zu Unrecht nennt man die Stadt das „Paris Südamerikas“.
Buenos Aires ist aber auch eine Stadt im Wandel. Nach der großen Wirtschaftskrise hat sie sich erstaunlich schnell erholt und verändert seitdem behutsam ihr Gesicht. Wer seit zehn Jahren nicht mehr hier war, erkennt die Stadt kaum wieder: Die verrotteten Lagerhäuser des Hafenviertels sind modernen Wohn- und Geschäftshäusern gewichen - mit Puerto Madero entstand so ein neuer, schicker Stadtteil, in dem Cafés und Restaurants mit Blick aufs Wasser zum Verweilen einladen.
Steffen Ohnemüller
Stand: 20.10.2009