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Sehenswertes in den Stadtteilen

Erlebnisreisen-Tipp

  • SendeterminSamstag, 29. Oktober 2011, 07.20 - 07.28 Uhr .
Denkmal auf der Avenida 9 de Julio
Der Obelisk auf der Avenida 9 de Julio

Im Stadtzentrum dominieren zwei mächtige Avenidas: Die Avenida de Mayo von der „Casa Rosada“ (dem Regierungspalast) bis zum Kongress sowie die Avenida 9 de Julio - ein Fußgängeralbtraum - mit 125 Metern Breite eine der breitesten Straßen der Welt. Ganz in der Nähe findet man auch die meisten Theater und Shoppingcenter.

San Telmo ist einer der ältesten Stadtteile und war früher Wohnsitz reicher Kaufleute. Als diese später in neuere Viertel zogen, wurde er unter Künstlern und Intellektuellen beliebt. Hier ist es ruhiger als anderswo, es gibt kleine Gassen und Plätze, wo man vom Alltagsstress weniger berührt wird.

Bunte Häuserzeile
Häuser im Stadtteil La Boca

Das Viertel La Boca liegt an der Mündung des Flusses Riachuelo - der übrigens den zweifelhaften Ruhm genießt, einer der dreckigsten der Welt zu sein - in den Rio de la Plata. Es ist das alte Hafenviertel, berühmt wegen seiner originellen Häuser. Sie wurden aus Blech erbaut, angeblich aus Teilen von abgewrackten Schiffen, und dann sehr bunt und dick mit Schiffslack bemalt. Das touristische Zentrum ist die Straße „El Caminito“, wo die bunten Farben mit Wäschestücken auf den Leinen harmonieren und Kunsthandwerker ihre Werke ausstellen.

Innenansicht eines Caféhauses
Ein charmantes Café in Palermo

Das „In-Viertel“ heißt Palermo. Es gibt unzählige Ateliers und Designershops, charmante Cafés und schicke Bars und Restaurants. Auch in Sachen Unterkunft ist Palermo ein Geheimtipp: Zahlreiche Villen wurden hier in den vergangenen Jahren zu schicken „Boutique-Hotels“ oder einfachen Jugendherbergen umgebaut - Unterkünfte mit nur wenigen Zimmern und angesagt-moderner Dekoration - und jedes ein bisschen „anders“.

Tango tanzende Paare
Tango ist der Rhythmus der Stadt

Tango ist der Rhythmus der Stadt. Natürlich gibt es Tangoshows für Touristen, in Fußgängerzonen usw., doch es gibt auch „Geheimtipps“. Einer ist das „Café de los Angelitos“, dessen Show von der gebürtigen Düsseldorferin Nicole Nau mitgeleitet wird. Sie tanzt seit 20 Jahren in Buenos Aires und zeigt mehr als nur Erotikklischees und Touristenposen.

Was wäre ein Besuch in Buenos Aires ohne ein Fleischgericht? In den traditionsreichen „Parrillas“ wird eine enorme Vielfalt von zartestem Rindfleisch serviert - eine Portion reicht gut und gerne für zwei bis drei Personen. Zur Kulinaria gehören aber auch die Empanadas - gefüllte Teigtaschen - und ein süffiger Rotwein. Zuvor oder anschließend trinkt man einen Café in einem der berühmten Caféhäuser wie dem „Tortoni“ (seit 1858 werden hier „Cortados“ serviert).

Kultur wird großgeschrieben in Buenos Aires. Es gibt viele gute Theater sowie unzählige Buchhandlungen, denn Lesen ist „Volkssport“ bei den Porteños. Die beeindruckendste Buchhandlung ist das „El Ateneo“, ein umgebautes Theater mit drei Stockwerken und 250.000 Titeln.

Reisetipps:

Anreise: Buenos Aires kann man prima individuell bereisen. Die Stadt ist überschaubar und sicher. Interessant sind wegen der langen Flugzeit Kombinationen mit anderen Zielen in Argentinien wie Feuerland, die Iguazu-Wasserfälle oder Mendoza (Wein und Anden). Zahlreiche Reiseveranstalter bieten diverse Kombinationen an.

Transport ist in der Stadt kein Problem. Taxifahrten sind recht günstig. Man kann sich die im Schachbrettmuster angelegte Stadt aber auch problemlos zu Fuß erlaufen. Daneben gibt es noch U-Bahn und gute Busverbindungen. Ein Mietwagen lohnt sich auf keinen Fall, da der Verkehr chaotisch, die Beschilderung dürftig und die Parkplatzsuche ein Abenteuer ist.

Kosten: Für „Euro-Reisende“ ist Buenos Aires äußerst preiswert. Eine Übernachtung mit Frühstück in einem Mittelklassehotel bekommt man ab 40 Euro. In (guten) Jugendherbergen in Palermo kann man für 20 Euro im Einzelzimmer mit Bad übernachten. Auch Essen und Trinken reißen keine Löcher in den Geldbeutel. Ein typischer Grillteller („Parrilla“) für zwei Personen kostet circa 15 Euro, die Flasche Rotwein dazu circa 5 bis 10 Euro.

Autor:

Steffen Ohnemüller

Stand: 20.10.2009


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