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Olympiastadt Vancouver

  • SendeterminDienstag, 29. November 2011, 00.35 - 00.55 Uhr .

In der Zweimillionenmetropole, der größten Stadt in der kanadischen Provinz British Columbia, ist der Pazifik allgegenwärtig. Die Stadt liegt zwischen Ozean und den bis zu 2.000 Meter aufragenden Coast Mountains und vermittelt ein sehr entspanntes Lebensgefühl. Das Wetter ist von der See geprägt: Sonne, Wolken, Regen in häufigem Wechsel, In Vancouver nimmt man das sehr gelassen und trägt am liebsten Shorts, sobald sich ein paar Sonnenstrahlen zeigen.

Vancouver von Weitem
Vancouver liegt zwischen Ozean und den bis zu 2.000 Meter aufragenden Coast Mountains.

Downtown und Waterfront

Das Zentrum der Stadt liegt auf einer Art Halbinsel, die von der English Bay umschlossen wird. Das Viertel um die Robson Street ist das Zuhause der Shopping-Fans, viele große Hotels befinden sich in unmittelbarer Nähe. Ein paar Blocks weiter in Richtung Norden schließt sich die Waterfront mit ihren markanten Gebäuden an. Im „Canada Place“ mit einem großen weißen Segel auf dem Dach sind Kongresszentrum, Hotel und Kino untergebracht. Auf jeden Fall ist das moderne Gebäude ein „Hingucker“.

Ein architektonisches Meisterstück aus einer früheren Epoche ist das stilvolle „Fairmont Hotel“ mit dem auffallenden grünen Kupferdach. Ein Besuch lohnt sich - und sei es auch nur, um einmal durch das große Foyer zu flanieren. Von oben kann man die Stadt betrachten, wenn man mit dem Lift auf den 167 Meter hohen „Harbour Centre Tower“ fährt, oder auf einem Rundflug mit dem Wasserflugzeug. Diese Art Sightseeing bieten nicht viele Großstädte dieser Welt, und der Wasserflughafen befindet sich gleich bei der Waterfront.

Gastown und Chinatown

Die historischen Viertel Chinatown und Gastown sind gewissermaßen die Keimzellen der Metropole und schließen sich nördlich an die Waterfront an. Nach einem großen Feuer wurde hier 1886 die Stadt Vancouver gegründet. Alte Backsteinfassaden, Kopfsteinpflaster, Gaslampen und die historische, dampfbetriebene „Steam Clock“ lassen noch etwas vom Flair der Gründertage von Gastown erahnen. Vancouvers Chinatown hingegen ist noch älter als die Stadt selbst. Schon 1858 siedelten sich erste chinesische Goldsucher an. Das Viertel ist mittlerweile zum historischen und damit geschützten Bezirk erklärt worden. Fremde Gerüche, exotische Speisen und die beschauliche Ruhe in einem der Teehäuser ziehen viele Besucher an.

Olympische Spiele

Als vom 12. bis 28. Februar 2010 die Winterspiele stattfanden, waren Sportler aus aller Welt in Vancouver und dem Ski-Resort Whistler zu Gast. Eine große Uhr im Zentrum zählte Tage und Stunden bis zum Beginn rückwärts. In Vancouver fanden alle Wettbewerbe auf dem Eis statt: Eiskunstlauf und Eisschnelllauf im neuen Richmond Oval, Eishockey in der General Motors Plaza, die Medaillenzeremonien im BC Place Stadium. Auch der nahe gelegene Skiberg „Cypress Mountain“ ist eine Reise wert, dort wurden die Wettbewerbe der Freestyle-Skifahrer und der Snowboarder ausgetragen. Wer seinen Stadtbummel einmal für einen eigenen Skiausflug unterbrechen möchte, nimmt die Gondel von Vancouver zum „Grouse Mountain“. Am Hausberg der Stadt ziehen auch viele Einheimische nach der Arbeit noch ihre Bögen auf der Piste, und zwar mit einem phantastischen Blick auf die Skyline und den Ozean.

Olympiastadt Vancouver
Sportler aus aller Welt trafen sich vom 12. bis 28. Februar 2010 in Vancouver zu den Olympischen Winterspielen.

Granville Island

Das ehemalige Hafen- und Lagerhausquartier ist heute das Zuhause vieler Künstler, Theatermacher und Galeristen geworden. In Granville Island schlägt der kulturelle Puls von Vancouver. Die kleine Insel ist über eine Brücke gut erreichbar und liegt direkt vor der „Hochhaus-City“. Für Touristen sind der „Public-Market“ und die vielen Restaurant in direkter Nähe ein lohnendes Ziel. Im „Bauch“ von Vancouver gibt es alles, was der Magen begehrt, hier kaufen auch viele Einheimische ein. Mit einem kleinen Boot geht es nach Downtown zurück.

Boot in Vancouver
Das Künstlerviertel Granville Island kann man über eine kleine Brücke oder mit dem Boot erreichen.

First Nations

Der Stanley Park ist die grüne Lunge der Stadt, und mittendrin findet man ein Reihe von Totempfählen, die an Vancouvers Ureinwohner, die First Nations erinnern. Bevor der britische Kapitän James Cook 1778 die Region um Vancouver Island erreichte und für das Empire beanspruchte, lebte hier mehr als 10.000 Jahre lang das Volk der „Coast Salish“. Was nach den Eroberungszügen der Europäer von ihrer Kultur übrig geblieben ist, kann heute im „UBC Museum of Anthropology“ in Vancouver, einem der besten Museen Kanadas, besichtigt werden.

Autoren:

Andreas Michels, Karl Waldhecker

Stand: 20.10.2009


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