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Frauennotfallkarte
Die Zahl ist erschreckend: Laut einer Untersuchung des Bundesministeriums für Familie und Frauen wurden ein Viertel der Frauen in Deutschland zwischen 16 und 85 Jahren bereits einmal von ihren Partnern körperlich oder sexuell misshandelt. Doch nur die Wenigsten zeigen diese Taten tatsächlich an. frauTV will allen Frauen Mut machen, sich nach einer Vergewaltigung zu wehren.
Eine Untersuchung des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2004 ist die einzige Grundlage, um Statistisches über Vergewaltigung in der Ehe zu sagen: 10.000 Frauen wurden damals befragt. Dabei kam heraus: Ein Viertel der Frauen in Deutschland zwischen 16 und 85 Jahren wurden bereits einmal von ihren Partnern körperlich oder sexuell misshandelt. Jede 7. erfuhr sexuelle Gewalt durch aktuelle und frühere Beziehungspartner. Und: Ob eine Frau von ihrem Partner erniedrigt und geschlagen wird oder eine Vergewaltigung erlebt, hat nichts mit ihrer Herkunft zu tun.
Die wenigsten Frauen wissen, dass Vergewaltigung in der Ehe ein Straftatbestand ist – und zwar erst seit 1997. Dass betroffene Frauen gegen ihre Männer oder Partner Anzeige erstatten, ist eher der Einzelfall, weil meistens Ängste und finanzielle oder familiäre Zwänge bestehen. Meistens werden Ex-Partner angezeigt, oder Partner in der Trennungsphase. Andererseits steigt die Gefahr für Frauen Opfer zu werden durch die Trennung vom Partner. Sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung ist für geschasste Ehemänner oder Lebenspartner das grausamste Mittel, um eine Frau gefügig zu machen, ihre Macht zu demonstrieren, sie für immer zu zeichnen. Das hat nichts mit "hartem" Sex oder mit einem erotischen Spiel um Dominanz zu tun, sondern mit Macht und Brutalität. Sobald eine Frau sexuell zu etwas genötigt wird, was sie nicht will, ist das nicht "normal". Vergewaltigen bedeutet: Eine Person zwingt eine andere gegen ihren Willen meist durch Gewalt und Gefahr für Leib und Leben zum Geschlechtsverkehr, sei dieser oral, vaginal oder anal.
Die frauTV-Redaktion hat diese „Frauen-Notfallkarte“ erstellt. Sie sieht ähnlich aus wie ein Organspendeausweis und die sollten Sie am besten immer dabei haben. Einfach anklicken, ausdrucken, ausfüllen und ins Portemonnaie stecken. Tragen Sie die Nummer des Frauennotrufs in Ihrer Nähe ein (zu finden unten in den Links) und am besten die Telefonnummer einer Freundin oder Vertrauten. Dann wissen Sie für den Notfall, wenn Sie Opfer sexueller Gewalt geworden sind, sofort was zu tun ist und an wen Sie sich wenden können.
Redaktion frauTV
Stand: 29.09.2011
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