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Rund 5.000 Frauen mit ebenso vielen Kindern flüchten in Nordrhein-Westfalen jedes Jahr in ein Frauenhaus; bundesweit sind es 40.000 Frauen und Kinder. Wegen Überfüllung mussten im letzten Jahr mehr als 5.000 Anfragen von Frauen in NRW abgewiesen werden. Und wenn die Frauen doch einen Platz bekommen, müssen sie oft selbst dafür zahlen.
Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen,startet die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Autonomer Frauenhäuser in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den verbandlichen Frauenhäusern die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“. Sie will auf die unsichere Finanzierung der Frauenhäuser in NRW und bundesweit aufmerksam machen. „Unsichere Finanzierung“ bedeutet, dass es zwar viele Spendentöpfe, aber keine gesetzlich abgesicherte Finanzierung gibt.
„Der Schutz von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern ist von politischen Mehrheiten und der aktuellen Haushaltslage abhängig“, kritisiert die LAG Autonomer Frauenhäuser. So wurden 2006 die Landeszuschüsse gekürzt und eine Sozialarbeiter-Stelle gestrichen. Aktuell ist es so, dass die Finanzierung der Frauenhäuser in NRW in jeder Kommune bzw. in jedem Landkreis anders geregelt ist. Die meisten Kommunen haben die Kosten der Frauenhäuser in so genannte Tagessätze umgerechnet, die die betroffenen Frauen selbst zahlen müssen. Und das bedeutet, dass in einem Moment der größten Not, wenn eine Frau in ein Frauenhaus flüchtet, zuerst die Geldfrage geklärt werden muss: Kann die Frau zahlen? Und wer zahlt, wenn sie nicht zahlen kann? Der erste Schritt in ein Leben ohne Gewalt sind oftmals bürokratische Hürden.
Die Frauenhäuser in NRW fordern daher, dass von Gewalt betroffenen Frauen Schutz, Unterkunft und Unterstützung im Frauenhaus kostenlos zur Verfügung steht. Sie fordert eine gesetzlich abgesicherte und bedarfsgerechte Finanzierung.
Die Frauenhäuser sammeln Unterschriften von Menschen, die sich mit den Forderungen solidarisch erklären. Dafür werden Postkarten verteilt. Ein Exemplar finden Sie als PDF direkt hier: Einfach anklicken, kurz warten bis geladen, drucken, ausfüllen und dann an die dort angegebene Adresse schicken. So können Sie die Kampagne unterstützen!
Spendenkonto zur Unterstützung der Autonomen
Frauenhäuser in NRW mit der Kampagne "Schwere Wege leicht
machen":
Spendenkontoinhaber: Bewegungsstiftung
Kontonummer: 463 144 00
Bankleitzahl: 430 609 67
Bank: GLS Bank
Verwendungszweck: "Schwere Wege leicht machen"
Viele weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der LAG Autonomer Frauenhäuser. Dort können Sie außerdem Postkarten zur Unterschriftenaktion bestellen, falls Sie keinen Drucker zu Hause haben. Außerdem gibt es eine Seite zur Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ mit einem Kommentar unserer Moderatorin Lisa Ortgies.
Redaktion frauTV
Stand: 25.11.2009
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