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frauTV
Team
Lisa Ortgies
Mein Job bei frauTV:
Moderation, Interviews, Themen anschleppen, Themen diskutieren, Stimmung und Meinung machen, der Chefin den Nacken massieren
Woher ich komme:
Aus einer kleinen hübschen Stadt im Norden, einer der schönsten Flecken im eher reizarmen Niedersachsen - einer der Schauplätze in Heinz Strucks „Fleisch ist mein Gemüse“. Das dortige Gymnasium wurde als Lateinschule schon im 14. Jahrhundert gegründet und hat immerhin einen Nobelpreisträger in Physik hervorgebracht. (Meine Abinote: 2,5). Der Name des Städtchens klingt so ähnlich wie Entenhausen und ist vor allem den Fans einer amerikanischen Ballsportart geläufig. Touristen kennen den Ort wegen der 100 Fachwerkhäuser und einer Fahrradstrecke, die an einem kleinen nach einem Nagetier benannten Fluss entlangführt. Der Schriftsteller Wilhelm Raabe (1831-1910) schreibt in seiner Erzählung Frau Salome folgendes über die Gegend: „…das sind eigentümliche Erdstriche, die eigentümliche Kreaturen hervorbringen.“ Von dort führt die B68 direkt nach Nordrhein-Westfalen… Welche Stadt meine ich?
Mein Weg zu frauTV...historisch:
Angefangen mit ein paar skurrilen Erfahrungen in Asta-Frauengruppen, über noch seltsamere Begegnungen in den Jungfrauenschwesternschaften beim Studienaufenthalt in Arkansas, USA, und der Klassiker-Lektüre: Marylin French, Nancy Friday, Erica Jong, Simone de Beauvoir oder Elisabeth Badinter gab es nur eine logische Fortsetzung dieser frauenbewegten Anfänge: bei der ersten und einzigen Frauensendung im deutschen Fernsehen – die auch Männer mag.
Frauen, die mich beeindrucken:
Alle, die sich nicht einschüchtern lassen, wenn sie etwas Neues wagen. Die sich einer Verantwortung stellen, einfach weil gerade niemand anders es tut. Die keine Angst haben vor „Haaren auf den Zähnen“, die trotz Anfeindungen, ihre Würde und ihren Humor bewahren. Das ergibt eine lange Liste, die mit Angela Merkel, der Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich, der Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard oder der verstorbenen Politikerin Regine Hildebrandt anfängt und bis zu der unbekannten Frau reicht, die die Kinder ihrer ermordeten Freundin aufnimmt - oder der ebenfalls unbekannten Krankenschwester, die aidskranke Kinder adoptiert oder der Kassiererin, die über ihren Job ein Buch schreibt und damit einen Bestseller landet. Die vollständige Aufzählung würde diesen Rahmen sprengen. Ich freue mich aber jederzeit über Vorschläge von Zuschauerinnen/Userinnen, die meinen Horizont erweitern!
Worüber ich mit Männern gerne streite:
Grundsätzlich über alles. Weil sie immer so schön fassungslos sind, wenn man einfach dagegen hält und sie platt redet. Und weil sie sichtbar Angst bekommen, wenn man emotional wird – das finde ich rührend. Thema ist also egal: Allein der Alltag gibt ja schon genug her – von Wirtschaft und Politik ganz zu schweigen. Voraussetzung ist eine gewisse „Streitkultur“, d.h.: keine Beleidigungen, die gar nicht mit dem Thema in Zusammenhang stehen wie körperliche Unzulänglichkeiten. Unterbrechen ja, aber nur wenn man sich selbst auch unterbrechen lässt, ohne auszuflippen. Und wenn Rotwein im Spiel ist, darf nichts von dem Gesagten später gegen einen verwendet werden. Auch gern mal aufstehen und mit Lautstärke Leidenschaft zeigen, aber nur wenn auch schauspielerisches Talent vorhanden ist, und es für alle Zuhörer (auch die eine Wand weiter) Unterhaltsames bietet.
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