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"hart aber fair" macht Sommerpause. Sie sehen uns wieder am 25. August 2014.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer!

Profit vor Patient - wie krank sind unsere Krankenhäuser?

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Sendung vom 02.06.2014

Profit vor Patient - wie krank sind unsere Krankenhäuser?
Letzter Sendetermin
Mo, 02.06.2014 | 21.00 Uhr
Alle Gäste

Dr. Frank Ulrich Montgomery


Oberarzt Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Der Präsident der Bundesärztekammer bekräftigt: Für uns steht das Heilen im Mittelpunkt. Doch weil die Länder immer mehr sparen, fehlt es den Kliniken an Geld. Das darf nicht zu Lasten von Ärzten und Patienten gehen.

Dr. Paul Brandenburg


Buchautor „Kliniken und Nebenwirkungen. Überleben in Deutschlands Krankenhäusern“

Der Notfallarzt hat in diversen deutschen Krankenhäusern erfahren: Für Klinikbetreiber zählt in erster Linie der Gewinn. Und die Ärzte sind mit ihrem Kadavergehorsam willige Vollstrecker. Die Folge: unnötige OPs aus reinem Profitstreben.

Cornelia Prüfer-Storcks, SPD


Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz kündigt an: Wir werden verstärkt auf Qualität prüfen. Deshalb frage ich mich, ob jede Klinik wirklich alles kann. Denn oft ist eine Konzentration aufs Wesentliche einfach besser.

Michael Philippi


Der Vorstandschef der Sana Kliniken AG stellt klar: Unsere Krankenhäuser zählen weltweit zur Spitze. Da ist es doch völlig gerechtfertigt, mit guter Leistung auch gutes Geld zu verdienen. Das ist sogar im Sinne der Patienten.

Burkhard Kirchhoff


Anwalt für Arzthaftungsrecht

Für den Patientenwalt steht fest: Das Gewinnstreben der Kliniken geht eindeutig zu Lasten der Patienten. So gibt es zum Beispiel oft katastrophale Hygienemängel. Und das einfach nur, weil Zeit und Geld fehlen, um z.B. den OP-Saal sauber zu machen.

Im Einzelgespräch: Sascha Banaszak


Er ging für einen Routine-Eingriff am Knie ins Krankenhaus. Es folgten 16 Operationen. Heute ist er froh, dass sein Knie nicht ganz steif ist und er überhaupt noch laufen kann.


Operationen im Akkord, aber Mängel bei Hygiene und Behandlung: Krankenhäuser werden oft selbst zum Notfall. Geht im Klinik-System Profit vor Patientenwohl, Fließband vor Sorgfalt? Und wer leidet, wenn unrentable Häuser am Ende schließen müssen?

Ihre Meinungen und Fragen zum Thema:

Liebe Nutzer des Gästebuchs,


mir ist weiterhin sehr wichtig, dass Ihre Meinung aus dem Gästebuch auch in unserer Sendung einen festen Platz hat. Allerdings halte ich es für eine Frage der Fairness, dass für unsere Zuschauer die gleichen Bedingungen gelten wie für unsere Gäste im Studio: Bitte bekennen Sie sich offen zu Ihrer Meinung − mit vollem Namen. "hart aber fair" steht für Diskussionen auf Augenhöhe, dafür braucht man ein offenes Visier. Ihr Name, Ihre Meinung: So werden Sie auch in Zukunft in der Sendung zu Wort kommen. Wer weiterhin anonym diskutieren will, kann das gerne tun, aber dann nur innerhalb des Gästebuchs.


Ihr Frank Plasberg!



Bisherige Beiträge

Am 02.06.2014 22:11 Uhr schrieb Boris Badurina (42 J)
Mein Vater (71) Schlaganfallpatient, bekam falsche Medikamente, Wunden wurden nicht gewaschen, was Pilzbefall provozierte, ein Gipsverband, den ich sinnlos fand erzeugte Fleischwunden, urinierte Kleidung wurde ohne Tüte in den Spint geworfen, einmal war mein Vater stundenlang nicht auffindbar, weil ein Mitarbeiter ihn irgendwo mit Rollstuhl abstellte und vergaß u.s.w.
Demente oder sehr pflegebedürftige Patienten sind in den heutigen Fließband- anstalten sehr gefährdet!!! Angehörige müssen mutig sein und sich kundig machen, um sich gegen unwillige, übermüdete...Mitarbeiter zu wehren WEHRT EUCH!
Am 02.06.2014 22:10 Uhr schrieb Manuel W. (37 J)
Man sollte es erlauben, das Ärzte und Krankenhäuser auch Werbung machen dürfen. Da zeigt sich wo der Markt eines jeden Krankenhauses ist. Auch wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Denn wer geht denn schon wissentlich in einen "Laden" mit schlechtem Service. So wird sicher der „Service“ wieder im Vordergrund stehen und nicht der Krankenhausgeldbeutel.
Am 02.06.2014 22:10 Uhr schrieb roland jüngermann (52 J)
Ich habe 7wochen und 4tage(53 tage) im kh in herdecke gelegen wegen bandscheibe.
In der zeit wurde der desinfektionsspender auf dem zimmer von den ärzten .pflegern und schwestern genau 2 sie lesen richtig mal benutzt!
Iäh lag dort wegen einer infektion die ich mir bei der op zugezogen habe und bin heute in rente!!Danke!habe gerne gearbeitet bis zur op!
Mfg roland.jüngermann
Am 02.06.2014 22:10 Uhr schrieb Nico (21 J)
Das Benjamin-Franklin-Krankenhaus in Berlin-Steglitz hat einen Kreissaal, der grundneu renoviert wurde und jetzt nicht mehr benutzt wird. Alles, weil es sich nicht rechnet? Immer diese BWLer!
Am 02.06.2014 22:10 Uhr schrieb Dr. M. Hörl (49 J)
Mich würde interessieren, wie viele von den 24 Patienten und wie viele von den 2000 Patienten die in den beiden Hamburger Krankenhäusern an der Hüfte operiert wurden, nun beschwerdefrei sind. Das wäre eine mehr als interessante Kennzahl. Mir selbst wurde or zwei Jahren ebenfalls ein Vertrag auf Porvisionsbasis in einem sehr renomierten Krankenhaus vorgelegt. Ich habe dankend abgelehnt und habe mich als Arzt in einer ländlichen Gegend niedergelassen. Diese Art der Ausübung mag für einige Kollegen nicht profitabel sein, für mich jedoch ist sie bedeutend näher am Sinn für den Patienten.
Am 02.06.2014 22:10 Uhr schrieb Georg Bergmann
Mir fällt auf, dass die Hamburger Gesundheitssenatorin ständig im Konjunktiv
spricht: "...wir sollten..." "... da sollte man...". Auch bei Fragen, was sie denn tut, um den oder den Missstand abzustellen.
Warum bemängelt das Plasberg nicht? Warum fragt er nicht "Was machen SIE dagegen? Hören Sie bitte auf, im Konjunktiv zu sprechen!"
Wer soll es denn sonst etwas tun wenn nicht die Dame in Regierungsverantwortung?!
Politiker sollten nie im Konjunktiv sprechen!
Am 02.06.2014 22:10 Uhr schrieb M. Merke (43 J)
Wir haben in Deutschland zu viele Krankenhäuser. Die Politik handelt nicht. Es ist ja seit Jahren bekannt, dass wir da etwas tun müssen, aber wir handeln nicht. Das Beispiel Sylt ist typisch...Es wäre sicherlich für die Kassen billiger einen Hubschrauber für die Geburten vorzuhalten.
Am 02.06.2014 22:09 Uhr schrieb Heinz Mayer-Rothbarth (71 J)
Wermutstropfen x : Wir in Deutschland sind überwiegend überhygienisiert. Immunsystem geht gegen null. Also: mehr Dreck essen. Dreck reinigt den Magen, sagt der Volksmund. Und der hat noch immer recht gehabt.
Am 02.06.2014 22:09 Uhr schrieb Herr Müller (45 J)
Für Hygiene ist keine Zeit auch bei Ihnen nicht Herr Philippi! Ich war im Sana Klinikum auf Rügen mit Verdacht auf EHEC (der sich hinterher bestätigte - Intensivstation). Mein Bettnachbar wurde untersucht. Danach kam die Krankenschwester zu mir. Nach Bitte die Desinfektion durchzuführen meinte sie "ich sollte mich nicht so anstellen" - nachdem ich darauf bestand, desinfizierte sie sich kurz die Hände. Ob Zeit, Wille oder nicht. Fakt ist, es wird nicht bzw. unzureichend desinfiziert. Von der Qualität der Reinigungskräften nicht zu sprechen....
Am 02.06.2014 22:09 Uhr schrieb Anonym
Die Debatte macht mich krank. Schon Dome Grundidee der Verwirtschaftlichung der Medizin an sich ist mehr als fragwürdig. Hygiene beginnt doch schon bei den "outgesurcten" Reinigungskräften. Billig ist eben nicht gut. Leistungsverdichtung und Pflegemangel, zuschweigen von ärztlicher Unterbesetzung tun ein übriges. Herr Montgomery sollte mal wieder etwas mehr Fühlung zur Basis aufnehmen. Hier hilft nur noch, dass die Gesellschaft lernen möge, welches die wahren Prioritäten sind. Qualität kostet. Ist es Wert dem Profit die Gesundheit zu opfern? Umdenken ist hier angesagt.
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Die Sendung

Moderator Frank Plasberg diskutiert mit seinen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In der 75-minütigen Live-Sendung ist Thema, was die Menschen bewegt und aufregt. [mehr]

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