Hannelore Kraft, SPD
stellv. SPD-Vorsitzende
Die NRW-Ministerpräsidentin fordert: In unseren Unternehmen muss endlich das Prinzip vom „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ gelten. Denn wie Leih- und Zeitarbeiter sogar in namhaften Unternehmen wie Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden, das ist teilweise nichts anderes als modernes Tagelöhnertum.
Rainer Dulger
Unternehmer
Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall stellt klar: Wir zahlen so hohe Löhne wie keine andere Branche in Deutschland und sind dabei auch noch sehr erfolgreich. Doch das bleiben wir nur, wenn wir einfache Arbeit auch einfach bezahlen dürfen.
Nikolaus Schneider
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche ist überzeugt: Der Mensch ist zum Arbeiten geboren, doch durch Lohndruck und übersteigerte Gewinnerwartungen werden wir immer häufiger regelrecht versklavt. Wer auf Dauer so arbeiten muss, nimmt Schaden an seiner Seele.
Martin Lindner, FDP
Wirtschaftspolitischer Sprecher FDP-Bundestagsfraktion
Der stellvertretende FDP-Fraktionschef fragt: Immer höhere Löhne bei gleichzeitig immer mehr Zuschlägen? Gönne ich persönlich jedem, doch das geht auf Dauer nicht gut. Es gibt nun mal Jobs, die erlauben keine höhere Bezahlung.
Detlef Wetzel
Der zweite Vorsitzende der IG Metall stellt fest: Obwohl schon Leiharbeit kaum zum Leben reicht, wollen Arbeitgeber immer noch weiter die Löhne drücken. Dabei ist es doch nun wirklich keine Schande, wenn Menschen von ihrer Arbeit gut leben wollen.
Im Einzelgespräch: Prof. Dr. Stefan Sell
Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften
an der Hochschule Koblenz