09.02.2010

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hart aber fair, Mittwochs, 22:15 - 23:30 Uhr
hart aber fair
Mittwochs, 21:45 bis 23:00 Uhr

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"hart aber fair" fällt am Mittwoch, 28.1.2009 leider aufgrund der aktuellen Berichterstattung zu den DFB-Pokalspielen aus. Die nächste Sendung sehen Sie am 4. Februar 2009.
Sendung vom 21.01.2009

Blutige Trümmer in Gaza -
wie weit geht unsere Solidarität mit Israel?

Nach den Kriegsbildern sind die Deutschen hin und her gerissen: Was sollen sie stärker verurteilen? Den Raketenterror der Hamas oder die Kriegswalze Israels? Wer lügt? Wer hat Recht? Und ist es für uns tabu, auch Israel offen zu kritisieren?

Gäste in der Diskussionsrunde

  • Michel Friedman; Rechte: dpaMichel
    Friedman
  • Norbert Blüm; Rechte: dpaNorbert
    Blüm
  • Ulrich Kienzle; Rechte: dpaUlrich
    Kienzle
  • Rudolf Dreßler; Rechte: dpaRudolf
    Dreßler
  • Udo Steinbach; Rechte: privatUdo
    Steinbach

Michel Friedman

Michel Friedman; Rechte: dpa

Publizist und Fernseh-Moderator


Der Journalist und ehemalige Vizepräsident des Zentralrats der Juden stellt klar: Kritik an Israel ist kein Tabu, doch wer sich wie Norbert Blüm so sehr über die Opfer im Gaza-Streifen aufregt, sollte mit gleicher Anteilnahme auch um israelische Opfer trauern.

Norbert Blüm

Norbert Blüm; Rechte: dpa

CDU

 

Der CDU-Politiker und langjährige Bundesminister (1982-1998) hat die Erfahrung gemacht: Wer wie ich Israel offen kritisiert, gilt schnell als Antisemit. Und mit dieser Empörungskeule sollte ich immer wieder mundtot gemacht werden.

Ulrich Kienzle

Ulrich Kienzle; Rechte: dpa


Der Journalist und Nahostexperte ist pessimistisch geworden: Ich verstehe die Palästinenser genauso wie die Israelis, doch weil Gewalt von beiden Seiten immer nur mit Gewalt beantwortet wird, erwarte ich in dieser Generation keinen Frieden mehr.

Rudolf Dreßler

Rudolf Dreßler; Rechte: dpa

SPD


Der ehemalige deutsche Botschafter in Israel (2000-2005) warnt: Gerade wegen unserer Vergangenheit haben wir eine besondere Verpflichtung gegenüber Israel - und gegenüber uns selbst. In Deutschland darf nie der Satz gelten: „Jetzt ist aber mal genug!“

Udo Steinbach

Udo Steinbach; Rechte: privat

Centrum für Nah- und Mittelost-Studien Uni Marburg; Direktor des Deutschen Orient-Instituts von 1976 bis 2006


Der Islamwissenschaftler kritisiert: Israel verletzt die Würde der Palästinenser und Deutschland nimmt das aus Staatsräson einfach hin. Doch wir müssen endlich die Erinnerung an unsere Vergangenheit von der Politik heute trennen.