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26.05.2012

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Mein Kleid, dein Leid – wer zahlt den Preis für billige Mode?

hart aber fairRückschauSendung vom 23.01.2012
Mein Kleid, dein Leid – wer zahlt den Preis für billige Mode?
Letzter Sendetermin
Mo, 21.05.2012 | 21.00 Uhr

Video der gesamten Sendung

T-Shirts für fünf Euro, Hosen für Neun – selbst Top-Mode gibt es bei uns zu Mini-Preisen.
Doch wer zahlt, wenn wir sparen: die Näherin in Bangladesch, das Kind auf dem Baumwollfeld in Indien? Oder kann Kleidung billig und fair sein?

Alle Gäste

Rolf Scheider


eh. Juror „Germany’s Next Topmodel“, hat als Model und Visagist gearbeitet
Der Casting-Direktor arbeitet u.a. für C&A, kik und Triumph und weiß: Bei der Kleidung zählt für die Deutschen vor allem der Preis. Und wer doch mal ins Etikett schaut, der interessiert sich für die Waschanleitung – und ganz bestimmt nicht für die Herkunft.

Dirk Niebel, FDP


Der Bundesentwicklungsminister fordert: Deutsche Modeunternehmen dürfen sich nicht länger hinter ihren Zulieferern verstecken. Denn wer wie ich ein Fan der Globalisierung ist, dem sollten weltweit geltende Werte genauso wichtig sein.

Kirsten Brodde


Buchautorin „Saubere Sachen“, Sprecherin Greenpeace
Die Umweltaktivistin und Journalistin erinnert daran: Damit wir Massen an Billigklamotten kaufen können, arbeiten Menschen irgendwo auf der Welt wie Sklaven. Wollen wir diesen Preis wirklich für ein 5-Euro-T-Shirt zahlen?

Wolfgang Grupp


Unternehmer
Der Inhaber des Bekleidungs-herstellers „TRIGEMA“ fertigt ausschließlich in Deutsch-land und ist überzeugt: Kein Textilhersteller muss ins Ausland gehen; auch in Deutschland kann man Be-kleidung herstellen. Hier stimmen Arbeitsbedingungen, Qualität und auch der Preis!

Wolf-Rüdiger Baumann


Hauptgeschäftsführer Gesamtverband textil+mode
Er vertritt die deutsche Mode- und Textilindustrie und verspricht: Auf deutsche Hersteller können Sie sich verlassen. Denn wir bringen die Menschen in Entwicklungsländern in Lohn und Brot und exportieren höchste Qualitätsstandards.

Im Einzelgespräch: Holger Brackemann


Stiftung Warentest

Ihre Meinungen, Fragen, Ängste und Sorgen zum Thema.



Bisherige Beiträge

Am 24.01.2012 15:01 Uhr schrieb Redaktion "Hart aber fair"
Liebe Gästebuch-User, das Hart aber fair-Gästebuch wird nun geschlossen. Wir möchten uns bei allen, die hier ihre Meinung vertreten haben und an der Diskussion teilgenommen haben, herzlich bedanken. Wir hoffen, dass Sie auch beim nächsten Thema wieder zahlreiche Einträge schreiben werden. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Hart-aber-fair-Team
Am 24.01.2012 14:44 Uhr schrieb Silver Surfer (... Mr. Fashion)
Die Nachfrage nach Kleidung mit entsprechenden Zertifikaten wächst.
Händler und Produzenten achten auf die Kaufentscheidung ihrer Kunden.
Manche Frage ist berechtigt
(und nicht komisch):
Ist "billig-billig" gut oder schlecht?
Wie sehr gefällt es mir,
das "gute Stück"?
Ist es ergonomisch?
Am 24.01.2012 14:34 Uhr schrieb Andreas (48 J)
Wie der Beitrag gestern gezeigt hat, läßt der Preis der Kleidung keine Rückschlüsse auf die menschen- und umweltfreundliche Herkunft zu. Geiz ist nun mal nicht geil, sondern sorgt für Hungerlöhne.

Ich bin dafür, dass Unternhemen, die unter unsozialen/unmenschlichen Bedingungen produzieren (lassen), öffentlich an den Pranger gestellt werden.
Im Baugewerbe muss bei der Vergabe von Aufträgen nachgewiesen werden, dass alle Sozialbeiträge u. Steuern gezahlt wurden, dass geltende Mindestlöhne gezahlt werden etc.

Und das soll woandern nicht möglich sein? Ich denke doch!

Am 24.01.2012 14:31 Uhr schrieb Jürgen Brandt-Lüther (68 J)
2) Es liegt nicht in der Natur der Menschen, sich mit dem zu beschäftigen, was nicht gerade vor der Haustür geschieht. Der verlorene 10-Euro-Schein ist wichtiger als der Gedanke daran, was außerhalb des eigenen Horizonts anderen Menschen passiert. Da geht es den Textil-Produzenten nicht anders als den Normalbürgern. Die fragen sich, wo sie die benötigte Ware am billigsten bekommen, genau wie die Hausfrau, die, ihr Kind an der Hand, billige Kinder-Klamotten bei KiK vom Grabbeltisch nimmt. Wo die Kleinen doch so schnell wieder aus allem heraus wachsen.
Am 24.01.2012 14:26 Uhr schrieb Anonym
@Anonymia (48 J) schreibt: "Spannende Frage: Was kommt danach?"
__________________________

Das liegt doch auf der Hand und ist schon im Gange: Konzerne mit chinesischer Mehrheitsbeteiligung verlagern die Billigproduktion nach Westeuropa - der niedrigen Löhne wegen.
Am 24.01.2012 14:25 Uhr schrieb Jürgen Brandt-Lüther (68 J)
1)Mich wundert immer wieder die Naivität vieler Verbraucher. Vor der Sendung noch war der Tenor im Gästebuch, dass man sich eben nichts anderes leisten könne als Billiges. Jetzt sind die Leute erschrocken über diese Frau in Bangladesh. Sehen die lieben Mitbürger denn nie Nachrichten? Schalten sie ab, wenn über afrikanische Bootflüchtlinge berichtet wird, die auf Lampedusa landen und zurück geschickt werden? Glauben die Leute, dass das Abenteuer-Urlauber sind? Die können sich und ihre Familien nicht ernähren und nehmen lieber den Tod im Kauf als in der Heimat zu verhungern.
Am 24.01.2012 14:17 Uhr schrieb Chris (33 J)
Etikettenschwindel nicht nur bei Textilien. Auch das Label "HAF" verspricht mehr, als drin ist. Versprochen wird ein POLIT-Talkmagazin wo POLITIK AUF WIRKLICHKEIT TRIFFT. Geboten werden neuerdings Fastfood und Ökomode in belangloser Quasselrunde. Und das zu ständig steigenden Preisen (GEZ-Gebühren).

HAF - nur noch ein Billigprodukt?
Am 24.01.2012 14:13 Uhr schrieb Ina (35 J)
Leider haben sich sich in Ihrer Sendung zu sehr auf die extreme Billigware konzentiert. Nur in "Nebensätzen" fiel auf, dass sämtl. konventionelle Bekleidung betroffen ist. Auch mit einem Kauf von einem vermeindlich hochwertigem "ESPRIT" T- Shirt unterstützt man die Ausbeutung. Das finde ich noch verwerflicher und dieser FAkt kam in der Sendung zu kurz.
Da anscheinend keine Firma eine Ausnahme darstellt, hat die Sendung für mich leider keine Konsequenz.:Ich achte bei vielen Produkten auf Nachhaltigkeit und kaufe nach ökologischen Faktoren, aber die "Öko" Mode hat mich bisher nicht überzeugt
Am 24.01.2012 14:12 Uhr schrieb Anonymia (48 J)
Die Bekleidungsproduktion ist im Vergleich zu anderen Industrien wenig kapitalintensiv. Werden nationale Arbeits- und Ökostandards schärfer, werden die Zelte abgebrochen und ein neuer stressfreier Standort gesucht. So zog die Textilkarawane von Ex-Jugoslawien nach Osteuropa, Südosten, Hongkong, China, Indien, Mauritius, Lateinamerika. Wegen steigender Produktionskosten produzieren Chinesen und Inder nunmehr selbst in Afrika (AKP-Abkommen mit EU). Viele weisse Flecken auf der Produktionslandkarte bleiben nicht mehr. Spannende Frage: Was kommt danach?
Am 24.01.2012 14:08 Uhr schrieb Heinrich Bruns (55 J)
Dieser Herr Karlheinz Böhm sagte einmal: Solange es die Politik zulässt, dass noch eine Kugel gebaut wird, um damit Kriege zu führen hat die Politik versagt.
Recht hat der Mann. Ich frage mich: Wieso ist Deutschland zum drittgrößten Waffenlieferanten geworden? Was ist das für eine Scheindebatte? Wir sind Spendenweltmeister, und Dritter im Waffen (Made in Germany) ausliefern? Wir brauchten garnicht Spenden, wenn Waffen abgeschafft werden, doch statt dessen, wird moderne Elektronik in ein olivgrünbraunes Metallkleid gesteckt, um damit unchristlich armselig d. Tot in andere Länder zu bringen.
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Grafik: Blaue Balken in verschiedenen Höhen vor rotem Grund

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Wieviel würden Sie für für ein Kleidungsstück mehr bezahlen, wenn Sie dafür garantiert bekommen, dass es ohne Kinderarbeit und Ausbeuterlöhne produziert wurde?
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20 Prozent
 
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30 Prozent
 
16 %
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24.4 %
Zuschauer im hart aber fair Studio

Zuschauerservice

Viele Zuschauerinnen und Zuschauer möchte gerne einmal im Studio live dabei sein. Aufgrund der großen Nachfrage müssen sie sich auf Wartezeiten einstellen. Falls Sie Kartenwünsche haben, nehmen Sie Kontakt zur Redaktion auf. [mehr]
Moderator Frank Plasberg im Studio der Sendung

Der Moderator

Fragen ohne vorzuführen, nachhaken ohne zu verletzen - Talk auf Augenhöhe - so sieht Frank Plasberg seinen Arbeitsauftrag bei "hart aber fair". [mehr]
Bild aus dem Fernsehstudio der Sendung hart aber fair

Die Sendung

Moderator Frank Plasberg diskutiert mit seinen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. In der 75-minütigen Live-Sendung ist Thema, was die Menschen bewegt und aufregt. [mehr]

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