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Ratgeber
Haushaltscheck
Sendung vom 05. Dezember 2011
1,6 Mio. Schulden, 8 Kinder, 6 Ponys - eine Großfamilie
kapituliert!
Die 8-fache Mutter Kristina W. ist am Ende ihrer Kräfte. Putzen, kochen, waschen – die 43-Jährige kümmert sich um den großen Haushalt alleine. Ehemann Thomas (43) und die älteren Kinder würden ihr gerne helfen. Doch Mutter Kristina kann einfach nicht an ihre Familie abgeben. Also versinkt sie im Alltagschaos und will am liebsten morgens gar nicht mehr aufstehen. Ihr größter Wunsch: eine Haushaltshilfe. Doch die kann sich die Großfamilie nicht leisten. Das Einkommen von Ehemann Thomas reicht so gerade, um monatlich über die Runden zu kommen.
Ein gewaltiger Schuldenberg aus Kristinas erster Ehe, entstanden aus einer insolvent gegangenen Gartenbaufirma, macht der Familie zudem das Leben schwer. Jeden Tag flattern neue Mahnungen ins Haus. Wie viel Schulden sie tatsächlich hat, weiß Kristina nicht, sie kann nur schätzen. Und da kommt sie auf rund eine Million Euro. Scheinbar nicht Abschreckung genug. Regelmäßig lässt Kristina Zahlungserinnerungen verschlossen im Umschlag – ihre ganz eigene Art sich auszutricksen und das Haushaltskonto im Plus zu halten. Doch die 8-fache Mutter ahnt längst, dass das nicht mehr lange so weiter gehen kann.
Hauswirtschaftsmeisterin Yvonne Willicks wagt sich an zwei riesige Baustellen im Leben der Großfamilie: Was, wenn der Schuldenberg tatsächlich so hoch ist wie Kristina fürchtet? Die zweite große Herausforderung: Eine Haushaltshilfe ist finanziell nicht drin bei Familie W. – schafft Yvonne Willicks es, in kürzester Zeit aus der chaotischen liebenswerten Kristina einen Teamplayer in der eigenen Familie zu machen, die den Haushalt der 10-köpfigen Familie im Griff hat und sich außerdem noch ihrem Schuldenberg stellt?
Laut der neuesten Statistik des Statistisches Bundesamts (2010) gibt es in Deutschland gerade mal rund 300.000 Großfamilien, also ca. drei Prozent aller Familien haben vier Kinder und mehr. Und gerade in Großfamilien muss der Alltag stark strukturiert werden, damit das Zusammenleben funktioniert. Dabei gelten die Tipps, die Großfamilien helfen, gelten natürlich genauso für kleinere Familien:
Ein Privatinsolvenzverfahren ist für Menschen, die überschuldet sind. Das ist der Fall, wenn die Schulden mit dem Erlös der Vermögensgegenstände und den pfändbaren Beträgen der nächsten sechs Jahre voraussichtlich nicht vollständig getilgt werden können. Durch die Regelung der Kostenstundung können auch völlig Mittellose an dem Verfahren teilnehmen und eine Entschuldung erreichen.
Yvonnes Tipp: Ein seriöser und staatlich anerkannter Anbieter und Berater ist das A und O.
Informieren Sie sich auch bei den Kommunen, den Verbraucherzentralen oder den verschiedenen Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände oder Kirchen.
Stand: 05.12.2011
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