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Debütfilm
Sendung vom 06. August 2011
Min Dit - Die Kinder von Diyarbakir
Das 10-jährige Mädchen Gulistan und ihr kleiner Bruder Firat leben mit ihren Eltern in Diyarbakir, im Herzen des kurdischen Teils der Türkei. Auf dem Rückweg von einer Hochzeit müssen Gulistan und Firat vom Rücksitz des Autos mit ansehen, wie ihre Eltern bei einer nächtlichen Straßenkontrolle von türkischen Paramilitärs erschossen werden. Gulistan und Firat werden von ihrer politisch aktiven Tante Yekbun aufgenommen, die über ihre Kontakte zum kurdischen Widerstand versucht, für die ganze Familie Flugtickets zu ihren Verwandten in Schweden zu organisieren. Doch eines Tages verschwindet auch Yekbun spurlos. Von nun an sind die beiden Geschwister auf sich allein gestellt. Ihr Weg führt unweigerlich in Armut und soziales Elend. Da sie Strom und Miete nicht mehr bezahlen können, müssen sie die Wohnung ihrer Tante räumen und finden sich auf der Straße wieder.
Sie schließen Freundschaft mit der 12-jährigen Zelal, die schon länger als Obdachlose auf den Straßen Diyarbakirs lebt. Nachts schlafen sie in den Ruinen einer alten armenischen Kirche. Als Gulistan in der Stadt den Mörder ihrer Eltern zufällig wieder begegnet, weiß sie, dass der Tod ihrer Eltern nicht ungestraft bleiben darf. Der Mann, dessen Gesicht weder Gulistan noch Firat vergessen konnten, lebt als ungescholtener Familienvater unter ihnen. Niemand ahnt etwas von seinem Doppelleben als Mitglied der türkischen Geheimpolizei. Schließlich erreicht Gulistan ihr Ziel ganz ohne Gewaltanwendung, indem sie - so, wie sie es in einem kurdischen Märchen gehört hatte - "dem Wolf eine Glocke um den Hals bindet".
Gulistan: Senay Orak
Firat: Muhammed Al
Nuri Kaya: Hakan Karsak
Zelal: Suzan Ilir
Dilara: Berivan Ayaz
Mutter: Fahriye Çelik
Vater: Alisan Önlü
Yekbun: Berivan Eminoglu
Mikail: Mehmet Inci
Çekdar: Çekdar Korkusuz
Bindest: Recep Özer
Buch: Miraz Bezar
Regie: Miraz Bezar
Musik: Mustafa Biber
Kamera: Isabelle Casez
Redaktion: Andrea Hanke, WDR
Stand: 30.08.2010
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