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Sendung vom 22. Dezember 2011
Marnie
Die bildhübsche Marnie Edgar hat ihren Chef Sidney Strutt um fast 10.000 Dollar erleichtert. Der reiche Verleger Mark Rutland, ein Geschäftsfreund des Bestohlenen, erfährt zufällig davon. Zu seiner Überraschung bewirbt sich Marnie kurz darauf um eine Vertrauensstellung in seiner Firma. Obwohl Rutland weiß, dass sie eine Diebin ist, lässt er sie anstellen, weil sie ihn fasziniert.
Tatsächlich raubt Marnie auch den Tresor des Verlages aus. Rutland kann sie jedoch nach der Tat stellen. Anstatt sie anzuzeigen, entschließt er sich impulsiv, sie zu heiraten. Für ihn steht fest, dass Marnie an einer psychischen Krankheit leidet und Hilfe braucht - worauf nicht zuletzt ihre ständigen Alpträume hindeuten. Auf der Hochzeitsreise zeigt sich, dass die junge Frau seine Umarmungen nicht ertragen kann. Bald folgen weitere unerfreuliche Überraschungen für Rutland.
Hitchcock behandelt hier sein Lieblingsthema, den Identitätsverlust eines Menschen und die Bedrohung, die daraus für ihn und seine Umwelt erwächst. Dabei spielt er gekonnt mit den Mitteln des Kinos, um die vermeintlich sichere "Wirklichkeit" infrage zu stellen. Kulissen geben sich als solche zu erkennen, die Farbdramaturgie ist bewusst künstlich, Rückprojektionen werden überdeutlich. Damit schafft Hitchcock stilistisch meisterhaft eine Atmosphäre, die der inneren Situation seiner Hauptfigur beziehungsvoll entspricht.
Marnie Edgar: Tippi Hedren
Mark Rutland: Sean Connery
Lil Mainwaring: Diane Baker
Sidney Strutt: Martin Gabel
Bernice Edgar: Louise Latham
Cousin Bob: Bob Sweeney
Mr. Rutland: Alan Napier
Sam Ward S.: John Launer
Susan Clabon: Mariette Hartley
Matrose: Bruce Dern
Detektiv: Henry Beckman
Rita: Edith Evanson
Mrs. Turpin: Meg Wyllie
Buch: Jay Presson Allen
Regie: Alfred Hitchcock
Musik: Bernhard Herrmann
Kamera: Robert Burks
Redaktion: Andrea Hanke, WDR
Stand: 28.11.2011
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