Erster Schritt: vom Zuschauer zum
Kopfball-Team
Kopfball ist die kleine feine Wissensfabrik im Ersten, die den
öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag wörtlich nimmt:
"Auftraggeber" ist der Zuschauer mit seinen Fragen,
"Auftragnehmer" das Kopfball-Team.
Im Büro von Redakteurin Daniele Jörg und ihrer
Sekretärin Ulla Heidtmann kommen sie an: Hunderte von
Anfragen, per E-Mail, Post oder Video. Gemeinsam mit den
Rechercheuren und Kopfball-Autoren werden sie gründlich
durchforstet. Welche Fragen werden besonders häufig gestellt?
Welche Fragen sind bislang noch nicht beantwortet worden? Welche
sind so interessant, dass auch die Zuschauer darauf brennen, die
richtige Antwort zu erfahren?
Dann läuft das "Unternehmen Antwortsuche" an.
Kopfball gibt sich nicht mit Standard-Antworten vom Fließband
zufrieden. Und gerade Fragen aus dem Alltag kann man in der Regel
nicht mal so nebenher beantworten: Sie sind meist höchst
komplex und häufig berühren sie unterschiedliche
Fachdisziplinen. Deshalb kann auch nicht in jedem Fall ein
Professor die richtige Antwort geben. Doch der Anspruch bleibt bei
jeder Frage: Die Antwort muss richtig und verständlich sein.
Deshalb suchen die Autoren immer mehrere sachkundige Experten
für jedes einzelne Problem, um gegebenenfalls mit ihnen
gemeinsam eine für den Zuschauer nachvollziehbare und
verständliche Lösung zu entwickeln.
Do it yourself: Experimente in der
Kopfball-Werkstatt
Manche Fragen lassen sich mit einem Experiment in der
Kopfball-Werkstatt Kopfball-Werkstatt (dem Kopfball-Studio) vor den
Toren Kölns beantworten. Niels Waibel entwickelt diese
zusammen mit einer Crew von Wissenschaftsjournalisten. Zum Team
gehören natürlich auch Kameramänner und -frauen,
Tontechniker, Requisiteure, Masken- und Kostümbildnerinnen und
viele andere. Alle zusammen setzen die Erklärungen der
Kopfball-Reporter unter der Regie von Salim Butt und Jonas Lang
perfekt ins Bild.
Experten und Selbsversuche: Reporter im
Außeneinsatz
Doch nicht jede Frage kann in der Kopfball-Werkstatt beantwortet
werden. Denn häufig sind die großen Apparate der
professionellen Forschung den Hochschulen nötig, um die
richtige Antwort zu finden. Dann steht für die Reporter
Ulrike, Isabel, Steffi, Adrian und Burkhardt der Gang in die
Laboratorien auf dem Dienstplan.
Realisatoren und Kamerateams der Kopfball-Produktionsfirmen
"VisualBridges" und "Buckle Up Productions"
fertigen aus den Zuschauerumfragen, Expertengesprächen und
Selbstversuchen der Kopfball-Reporter die Einspielfilme für
die Sendung. Doch nicht immer kann die Wissenschaft helfen. Denn wo
kann man überprüfen, ob man sich retten kann, wenn man in
einem abstürzenden Aufzug kurz vor dem Aufprall nach oben
springt? Auch die Frage, ob man hinter einem Kreuzfahrtschiff
Wasserski fahren kann, konnten wir in keiner Universität
experimentell beantworten. Dann schlägt die Stunde von
Action-Experte Dirk Gion. Mit spektakulären und praxisnahen
Stunts und Experimenten beantwortet er die Fragen, die sonst
niemand mit letzter Gewissheit beantworten möchte ...
Text Glenn Bülow
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