Kopfball
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Crashtest-Dummys unterwegs - Kopfball extrem

vom 7. August 2007

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Bild: Kopfball extrem: Fragen und Antworten rund um die Sicherheit
beim Autofahren; Rechte: WDR-Fernsehen 2007

Kopfball extrem: Fragen und Antworten rund um die Sicherheit beim Autofahren

Die meisten Autofahrer halten ihr Fahrzeug für sicher und sich selbst für sichere Fahrer. Dabei unterschätzen sie die enormen Kräfte, die bei einem Tritt aufs Gas- oder Bremspedal freigesetzt werden. Kopfball extrem beantwortet mit spannenden Tests die wichtigsten Fragen rund um die Sicherheit beim Autofahren: Kann man als Autofahrer einen Frontalaufprall mit 100 km/h überleben? Wie lang ist der Bremsweg eines voll beladenen Lkw im Vergleich zum Pkw? Wie verändert sich der Bremsweg wirklich, wenn man doppelt so schnell fährt? Bringen breite Reifen mehr Sicherheit?
Kopfball extrem gibt in dieser Sendung richtig Gas. Aber bei den gefährlichen Stunts überlassen Klas Bömecke und Dirk Gion ihren Platz hinter dem Steuer lieber Crashtest-Dummys.

Bis zu welcher Geschwindigkeit können Autofahrer einen Frontalaufprall überleben?

Bild: neues Auto beim Crash-Test mit Tempo 100; Rechte: WDR-Fernsehen 2007

Neues Auto beim Crash-Test mit Tempo 100

100 Sachen mit dem Auto - auf der Landstraße ist das Alltag, auf Autobahnen wohl eher schon die Ausnahme ... Aber wie sicher ist man eigentlich bei diesen Geschwindigkeiten, wenn ein Unfall passiert? Seit über zehn Jahren werden in Europa neue Automodelle in einem einheitlichen Crashtest-Verfahren untersucht; allerdings immer nur bei maximal 64 km/h. Wie sieht es aus, wenn solch ein modernes Auto mit den besten Werten (5 Sterne) mit 100 km/h in ein entgegenkommendes Fahrzeug rast? Einen Crashtest bei Tempo 100 - das hat es bisher offiziell noch nicht gegeben! Zusammen mit einem Crashtest-Spezialisten aus Münster macht Kopfball diesen Test möglich. Mehrere Highspeed-Kameras, die 1000 Bilder pro Sekunde liefern, zeigen die Unfallfolgen auf drastische Weise.

Bild: Auto hängt an Kran in 40 Meter Höhe; Rechte: WDR-Fernsehen 2007

Auto hängt an Kran in 40 Meter Höhe

Doch vorher macht Kopfball-Reporter Klas an einem alten Auto deutlich, was es überhaupt heißt, mit 100 km/h gegen eine Wand zu fahren: Von einem Spezialkran lässt er ein altes Auto aus 40 Meter Höhe herunterfallen. Wenn es unten aufprallt, hat es ziemlich genau eine Geschwindigkeit von 100 km/h - und fast zwei Meter Motorhaube und Fahrgastzelle sind auf wenige Zentimeter zusammengestaucht.

Wie lang ist der Bremsweg eines voll beladenen Lkw im Vergleich zum Pkw?

Bild: Lkw und Pkw beim Bremstest; Rechte: WDR-Fernsehen 2007

Lkw und Pkw beim Bremstest

Es ist ein gefährliches Spiel - tagtäglich auf Deutschlands Straßen: Dichter Verkehr, riesige Brummis und dann muss der Lkw vor einem plötzlich bremsen. Klar, man hält einen Sicherheitsabstand - aber ist der immer groß genug? Auf einer Versuchsstrecke in Papenburg kann sich Klas mit einem echten Lkw-Riesen messen: Ein 16,5 Meter langer 40-Tonner mit 540 PS. Im ersten Test ist der Lkw unbeladen; trotzdem bringt er immerhin 16 Tonnen auf die Waage - acht Mal mehr als der Kopfball-Bulli. Beide fahren mit 80 km/h nebeneinander her und bremsen auf ein Flaggenzeichen hin gleichzeitig. Dabei wird deutlich: Der Bremsweg von beiden Fahrzeugen ist in etwa gleich.

Bild: Ein Lkw wird mit Stahl beladen; Rechte: WDR-Fernsehen 2007

Ein Lkw wird mit Stahl beladen

Nun wird der Lkw mit 24 Tonnen Stahl beladen; er wiegt jetzt 40 Tonnen und tritt erneut gegen den Kopfball-Bulli an. Das erstaunliche Ergebnis: Der Lkw benötigt trotzdem nur dieselbe Strecke wie der Bulli, um zum Stillstand zu kommen. Bei zwei von drei Versuchen kommt der Lkw sogar etwas früher zum Stand als der Kopfball-Transporter. Der Bremsweg ist die eine Sache - aber der Weg bis zum Stillstand ("Anhalteweg") ist viel länger, weil noch die Schrecksekunde hinzugerechnet werden muss, in der man mit der ursprünglichen Geschwindigkeit weiterfährt. Bei 80 km/h macht eine Sekunde immerhin 22,2 Meter aus. (Genau genommen muss man schließlich auch noch die Bremsansprechzeit hinzurechnen; das ist die Zeit, die die Bremse benötigt, um zu greifen; sie liegt je nach System zwischen 0,1 und 0,6 Sekunden.)

Bild: Bremstest mit Lkw und Pkw; Rechte: WDR-Fernsehen 2007

Bremstest mit Lkw und Pkw

Im dritten Test simuliert Klas eine realistischere Fahrsituation. Er fährt hinter dem Lkw her - und bremst erst, nachdem er die roten Bremsleuchten des Lkw sieht (aus Sicherheitsgründen fährt er natürlich seitlich versetzt neben dem Lkw her). Nach der Vollbremsung gibt es für Klas ein erschreckendes Ergebnis: Er kommt erst neben dem Lkw zu stehen. Im Ernstfall hätte er also keine Chance gehabt und wäre direkt in den Lkw hineingefahren. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie wichtig ein ausreichender Sicherheitsabstand ist - gerade auch zu den großen Brummis. Warum ein voll beladener Lkw genauso schnell zum Stillstand kommt wie ein leerer - das erklärt der Film ausführlich.

Bringen breite Reifen mehr Sicherheit?

Bild: Rennwagen mit breiten Reifen; Rechte: WDR-Fernsehen 2007

Rennwagen mit breiten Reifen

Breite Reifen am Auto: Für manche ist das nur ein Status-Symbol. Beim Rennsport sind breite Reifen jedoch nicht wegzudenken. Aber wofür sind die gut - und: Bringen breite Reifen mehr Sicherheit für Auto und Fahrer? Klas macht mit Rennfahrerlehrer Mike Strotmann einen ungewöhnlichen Test: Die beiden vergleichen die maximalen Rundengeschwindigkeiten eines Rennwagens, an den zuerst schmale und dann breite Reifen montiert sind. Das ernüchternde Ergebnis: Die breiten Reifen bringen im Alltag keinen sinnvollen zusätzlichen Nutzen. Warum das so ist, zeigt der Film.

Text Axel Bach

Film Christoph Fleischer und Dirk Gion mit Klas Bömecke

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