27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2008/0127/regenrinne.jsp

Sendung vom 27. Januar 2008

Till Remmlinger fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Kann man von einem Dach herunterspringen und sich an der Regenrinne gegenüber auffangen – oder geht das nur im Film?

James Bond und Jackie Chan haben es vorgemacht: Auf der Flucht vor Geheimagenten, Bösewichten und anderen Verfolgern springen sie von Haus zu Haus und landen in schwindelerregender Höhe an der Dachrinne. Atemberaubende Bilder - doch ist das, was wir unseren Filmhelden ohne weiteres zutrauen, auch tatsächlich möglich?

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Kommentare

Einträge: 1

Jan Weiler
schrieb am 09.02.2010, 20:59 Uhr
Ich finde es sehr cool, wie die Reporter sich Opfern um manche Fragen zu benworten!!!! Sehr cool

Klas überprüft, wie stabil eine Regenrinne ist; Rechte: WDR–Fernsehen 2008

Klas überprüft, wie stabil eine Regenrinne ist

Schon ein kleiner Hüpfer hinterlässt Spuren

Diese Frage hat sich Kopfball-Zuschauer Till Remmlinger gestellt. Er will wissen: "Ist die Regenrinne für so einen Stunt stabil genug, und hat ein Mensch überhaupt genug Kraft, um sich nach dem Sprung daran festzuhalten?" Klas testet das todesmutig zusammen mit Stuntman Tom Hangarter.

Hersteller von Dachrinnen beteuern: Solang eine Dachrinne entsprechend befestigt ist, hält sie das Gewicht eines Menschen aus. Allerdings warnen sie Dachdecker davor, bei der Montage auf die Regenrinne zu treten. Denn die sind dafür schlicht und einfach nicht gebaut. Ob eine Regenrinne einen Sprung aushält, wurde allerdings bislang noch nicht getestet. Klar ist, dass es von der Fallhöhe abhängt. Je länger der Fall, desto mehr Kraft wirkt auf die Dachrinne, und desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie hält. Bereits nach einem Meter Fallstrecke wirkt fast das Vierfache von Klas Körpergewicht (76 kg), also gut 300 Kilogramm, auf die Dachrinne. Dieser Belastung ist sie zwar noch gewachsen. Aber bereits so ein kleiner Hüpfer hinterlässt Spuren: Die Dachrinne ist deutlich verbogen. Und auch Klas hatte sich seinen ersten Sprung deutlich leichter vorgestellt.

Ein Mensch müsste das Siebenfache seines Körpergewicht halten

Als er dann im nächsten Versuch genau auf der Höhe der Dachrinne abspringt, hat er schon keine Chance: Seine Hände rutschen ab. Kein Wunder, denn nach einer Fallstrecke von 1,8 Meter hätte er bereits das Siebenfache seines Körpergewichts halten müssen - also etwa eine halbe Tonne! Nicht mal geübte Turner schaffen das. Aus der Biomechanik weiß man, dass sie am Reck kurzfristig gerade noch das 6-fache ihres Körpergewichts schaffen. Aber auch die Dachrinne ist diesen Kräften nicht gewachsen. In einem Versuch mit einem Dummy reißt sie einfach ab.

Doch wie schaffen unsere Helden dieses Kunststück im Kino? Mit welchen Tricks nicht nur in Hollywood gearbeitet wird, damit der Sprung im Fernsehen dann aussieht wie aus einem Guss, seht ihr im Film.

Film VisualBridges: Jonas Lang mit Klas Bömecke



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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