Sendung vom 16. März 2008
Christoph Salentin fragt:
Kopfball-Zuschauer Christoph Salentin aus Aachen fragte sich, warum man mit Carving-Skiern so einfach Kurven fahren kann. Im Skigebiet Disentis in der Schweiz macht das Kopfball-Team den Praxistest
Gebogene Kante fährt von alleine in die Kurve
Tatsächlich sind Carving-Skier im Gegensatz zu
klassischen Alpinskiern erheblich drehfreudiger.Das liegt im
Wesentlichen an der Taille, die die Konstrukteure dem Ski verpasst
haben. Denn ein Carver, wie der Ski kurz genannt wird, ist an der
Spitze breit, unter der Bindung extrem schlank, und hinten wieder
breit. Außerdem sind die in Sandwich-Bauweise hergestellten
Ski extrem biegsam.
Mit Hilfe eines Ski-Modells wird klar: Ein Carver schneidet durch den Schnee wie ein krummes Messer. Durch die starke Verjüngung in der Mitte des Skis kommt es in der Schräglage dazu, dass die gebogene Kante des Skis einen sauberen Kreis in den Schnee schneidet. Doch das geht nur dann, wenn das Gewicht des Fahrers den Ski in der Mitte nach unten drückt und somit die ganze Skikante auf dem Schnee aufliegt. Eine Kurve wird also nicht wie früher durch Rutschen auf der gesamten Gleitfläche gefahren, sondern allein durch Gewichtsverlagerung auf der Kante der Skier.
Verschiedene Radien für verschiedene
Anlässe
Carver haben durch die Taillierung vorgegebene Radien, die
sich nach Carvingtypen unterscheiden. Ein Race-Carver für
Abfahrtsrennen fährt zum Beispiel bei einer Länge von 180
bis 200 Zentimeter einen Radius von 20 bis 26 Metern. Ein
Shortcarver dagegen, der gerne von Skischulen oder
Fahranfängern genutzt wird, kommt mit einer Länge von
maximal 140 Zentimetern auf einen Radius von bis zu zwölf
Metern.
Film buckle-up: Christoph Fleischer und Dirk Gion
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