09.02.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2008/0928/strahlung.jsp

Sendung vom 28. September 2008

Julian Ott fragt: Wertung: 3.5 von 5 möglichen Sternen

Stimmt es, dass wir ständig von radioaktiver Strahlung getroffen werden?

Radioaktive Strahlung ist unheimlich. Denn anders als das Licht von Sonne, Mond und Sternen kann man diese Strahlung nicht sehen. Kopfball-Zuschauer Julian Ott will daher mehr dazu wissen.

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Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 2

Matthias Weber
schrieb am 10.01.2011, 19:05 Uhr
Hallo, ich finde die Sendung sehr informativ, gut erklärt. Brauch ich für den Unterricht. Weiter so

Kevin Maier
schrieb am 07.09.2009, 09:21 Uhr
coole sendung... habe alles kapiert!

Spuren eines Alpha-Strahlers – sichtbar gemacht in einer
Nebelkammer; Rechte: WDR-Fernsehen 2008

Spuren eines Alpha-Strahlers – sichtbar gemacht in einer Nebelkammer

Natürliche Radioaktivität ist überall
Tatsächlich sind wir Menschen überall auf der Welt radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Diese Strahlung gibt es auf der Erde schon seit Urzeiten. In Deutschland werden Menschen im Schnitt genauso stark durch diese sogenannte natürliche Radioaktivität bestrahlt, wie durch Röntgen- und Computertomographie-Untersuchungen.

Aus dem Boden, aus dem All - und aus dem Mensch!
Ein Großteil der natürlichen Radioaktivität stammt aus dem Boden. Darin befinden sich seit Bestehen der Erde überall Spuren radioaktiver Stoffe – allerdings regional mit starken Schwankungen in der Konzentration. Wenn Atome dieser radioaktiven Stoffe zerfallen, entsteht radioaktive Strahlung. Auch aus dem Weltall werden wir permanent von radioaktiver Strahlung getroffen, jedoch stark gedämpft durch die einige Kilometer dicke Lufthülle der Erde. Weiter oben, zum Beispiel in einem Flugzeug in rund elf Kilometer Höhe, ist die kosmische Strahlungsbelastung viel stärker als auf Meereshöhe. Schon die Strahlungsdosis von fünf Langstreckenflügen kann der eines ganzen Jahresaufenthaltes auf dem Erdboden entsprechen.
Menschen werden nicht nur von radioaktiver Strahlung getroffen, sie strahlen auch selbst radioaktiv. Verantwortlich dafür ist größtenteils das Kalium, ein lebenswichtiges Element, von dem rund 140 Gramm in jedem Erwachsenen stecken. Ein kleiner Teil dieses Kaliums, das sogenannte Kalium-40, strahlt von Natur aus radioaktiv und gelangt mit der Nahrung – etwa durch Milch, Fleisch oder Gemüse – in den Körper.

Strahlung kann sichtbar gemacht werden
Sehen kann man diese natürliche radioaktive Strahlung normalerweise nicht, in einer Nebelkammer hinterlässt sie aber sichtbare Spuren. Im Film seht ihr, wie Kopfball-Reporterin Isabel mit dem Strahlenschutz-Experten Peter Schulte vom Forschungszentrum Jülich die natürliche Radioaktivität messen und unterschiedliche Arten von radioaktiver Strahlung in der Nebelkammer sichtbar machen.

Wenn man es genau nimmt...
Die weit verbreitete Bezeichnung "radioaktive Strahlung" ist übrigens nicht ganz korrekt. "Radioaktiv" bedeutet nämlich bereits "strahlend" und der Ausdruck "radioaktive Strahlung" ist daher "doppelt gemoppelt". Experten sprechen lieber von "ionisierender Strahlung". Denn die Strahlung radioaktiver Stoffe ist so energiereich, dass sie Elektronen aus Atomen und Molekülen herausschlagen kann. Dadurch entstehen geladene Teilchen, sogenannte Ionen, und die Strahlung wird entsprechend als "ionisierende Strahlung" bezeichnet."

Film VisualBridges: Tobias Schlößer mit Isabel Hecker



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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