Sendung vom 28. September 2008
Julian Ott fragt:
Radioaktive Strahlung ist unheimlich. Denn anders als das Licht von Sonne, Mond und Sternen kann man diese Strahlung nicht sehen. Kopfball-Zuschauer Julian Ott will daher mehr dazu wissen.
Matthias Weber
schrieb am 10.01.2011, 19:05 Uhr
Hallo,
ich finde die Sendung sehr informativ, gut erklärt. Brauch ich für den Unterricht.
Weiter so
Kevin Maier
schrieb am 07.09.2009, 09:21 Uhr
coole sendung... habe alles kapiert!
Natürliche Radioaktivität ist
überall
Tatsächlich sind wir Menschen überall auf der Welt
radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Diese Strahlung gibt es auf der
Erde schon seit Urzeiten. In Deutschland werden Menschen im Schnitt
genauso stark durch diese sogenannte natürliche
Radioaktivität bestrahlt, wie durch Röntgen- und
Computertomographie-Untersuchungen.
Aus dem Boden, aus dem All - und aus dem Mensch!
Ein Großteil der natürlichen
Radioaktivität stammt aus dem Boden. Darin befinden sich seit
Bestehen der Erde überall Spuren radioaktiver Stoffe –
allerdings regional mit starken Schwankungen in der Konzentration.
Wenn Atome dieser radioaktiven Stoffe zerfallen, entsteht
radioaktive Strahlung. Auch aus dem Weltall werden wir permanent
von radioaktiver Strahlung getroffen, jedoch stark gedämpft
durch die einige Kilometer dicke Lufthülle der Erde. Weiter
oben, zum Beispiel in einem Flugzeug in rund elf Kilometer
Höhe, ist die kosmische Strahlungsbelastung viel stärker
als auf Meereshöhe. Schon die Strahlungsdosis von fünf
Langstreckenflügen kann der eines ganzen Jahresaufenthaltes
auf dem Erdboden entsprechen.
Menschen werden nicht nur von radioaktiver Strahlung getroffen,
sie strahlen auch selbst radioaktiv. Verantwortlich dafür ist
größtenteils das Kalium, ein lebenswichtiges Element,
von dem rund 140 Gramm in jedem Erwachsenen stecken. Ein kleiner
Teil dieses Kaliums, das sogenannte Kalium-40, strahlt von Natur
aus radioaktiv und gelangt mit der Nahrung – etwa durch
Milch, Fleisch oder Gemüse – in den Körper.
Strahlung kann sichtbar gemacht werden
Sehen kann man diese natürliche radioaktive Strahlung
normalerweise nicht, in einer Nebelkammer hinterlässt sie aber
sichtbare Spuren. Im Film seht ihr, wie Kopfball-Reporterin Isabel
mit dem Strahlenschutz-Experten Peter Schulte vom Forschungszentrum
Jülich die natürliche Radioaktivität messen und
unterschiedliche Arten von radioaktiver Strahlung in der
Nebelkammer sichtbar machen.
Wenn man es genau nimmt...
Die weit verbreitete Bezeichnung "radioaktive Strahlung"
ist übrigens nicht ganz korrekt. "Radioaktiv"
bedeutet nämlich bereits "strahlend" und der
Ausdruck "radioaktive Strahlung" ist daher "doppelt
gemoppelt". Experten sprechen lieber von "ionisierender
Strahlung". Denn die Strahlung radioaktiver Stoffe ist so
energiereich, dass sie Elektronen aus Atomen und Molekülen
herausschlagen kann. Dadurch entstehen geladene Teilchen,
sogenannte Ionen, und die Strahlung wird entsprechend als
"ionisierende Strahlung" bezeichnet."
Film VisualBridges: Tobias Schlößer mit Isabel Hecker
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.
© WDR 2012