Sendung vom 05. Oktober 2008
Axel Rainer Delker fragt:
Computerviren sind heute mindestens so verbreitet wie ihre biologischen Vorbilder. Selbst wer nur gelegentlich im Internet surft und hin und wieder ein paar Texte am Rechner schreibt, sollte sich der Gefahr bewusst sein.
Chris
schrieb am 29.08.2010, 14:35 Uhr
@Tim: Hier wird Dir sicher niemand eine Anleitung zum Virenschreiben geben. Wenn Dich das Thema interessiert und du was vom Programmieren verstehst, wirst Du im Internet jede Menge Infos über Pufferüberläufe und andere Techniken finden.
Wenn Du mit den verfügbaren Infos nichts anfangen kannst, dann - bitte sei mir nicht böse - ist das wahrscheinlich auch besser so.
Tim-Niklas Koch 12Jahre
schrieb am 22.08.2010, 15:38 Uhr
Hallo ich wolte fragen wie der Virus genau funkziunirt? (Ich kann Programmiren)
juergen
schrieb am 08.11.2009, 15:43 Uhr
bullshit, warum wird nicht erklärt, wi man sich gegen ImageViren schützt
Antiviren-Software gehört auf jeden Computer
Kopfball-Zuschauer Axel Rainer Delker will gerne wissen,
wie die schädlichen Virus-Programme genau vorgehen.
Kopfball-Reporterin Isabel hat den Computer-Experten Tobias
Weiß zu Rate gezogen, der das Prinzip der stark verbreiteten
Trojaner erklärt. Ziel dieser Art von Computerviren ist es
meistens, über das Internet den Zugang zu einem fremden
Computer herzustellen. Sobald sich der Trojaner erfolgreich
eingenistet hat, kann er andere wichtige Informationen
übermitteln oder anonym Spam-E-Mails über den
kontrollierten Computer versenden.
Viren kommen oft als Bilddatei per Email
Trojaner tarnen sich als harmlose oder nützliche
Dateien; zum Beispiel Bilddateien, die man per E-Mail erhält.
Wenn man das Bild dann anschaut, wird beim Öffnen der Datei im
Arbeitsspeicher des Computers Speicherplatz für die Bilddaten
reserviert, die anschließend in diesen Speicherbereich
hineingeschrieben werden. Solange der schädliche Code des
Trojaners nur in den für Bildinformationen vorgesehenen
Speicherplatz gelangt, passiert allerdings nichts. Damit die
schädlichen Befehle auf dem Computer ausgeführt werden,
müssen sie in andere Speicherbereiche vordringen.
Trojaner mogelt sich zu den Programmbefehlen
Und dafür nutzen Sie eine Besonderheit des Arbeitsspeichers
aus: Denn in den Arbeitsspeicher werden nicht nur rein informative
Daten abgelegt, sondern es gibt auch Bereiche, in denen sich
Programmbefehle befinden, die vom Betriebssystem blind nacheinander
abgearbeitet werden. Um in solche Bereiche des Arbeitsspeichers zu
gelangen, provoziert der Trojaner einen sogenannten Puffer- oder
Speicherüberlauf: Die Größe des Dateiabschnitts, in
dem sich der schädliche Programmcode befindet, wird dabei
kleiner angegeben als er eigentlich ist. Dadurch wird im
Arbeitsspeicher zu wenig Speicherplatz reserviert. Der
schädliche Code liegt ganz am Ende dieses Abschnitts und wird
nicht mehr in dem vorgesehenen Bereich abgelegt, sondern einfach
über das Ende dieses reservierten Speicherplatzes hinaus
geschrieben. Dabei kann der schädliche Code in einen
Speicherbereich gelangen, in dem sich Programmbefehle befinden. Von
dort aus wird er wie der überschriebene, ursprüngliche
Programmbefehl verarbeitet und blind ausgeführt.
Erster Schritt löst Kettenreaktion
aus
Weil der eingeschmuggelte Code nicht allzu groß sein darf,
enthält er meistens nur den Befehl, ein wesentlich
größeres und komplexeres Programm über das Internet
auf den Computer zu laden und auszuführen. Erst dieses
Programm verändert die Einstellungen im Betriebssystem so,
dass der Absender auf den Computer zugreifen kann.
Im Film seht ihr, wie schnell unser Kopfball-Computer-Experte Tobias Weiß mit einem Trojaner das Notebook von Isabel unter Kontrolle bringt und erklärt noch einmal ganz genau, wie solche schädlichen Programme funktionieren.
Film VisualBridges: Tobias Schlößer mit Isabel Hecker
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