27.05.2012

Das Erste ist das Fernsehen
Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2008/1005/computervirus.jsp

Sendung vom 05. Oktober 2008

Axel Rainer Delker fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wie funktioniert ein Computervirus?

Computerviren sind heute mindestens so verbreitet wie ihre biologischen Vorbilder. Selbst wer nur gelegentlich im Internet surft und hin und wieder ein paar Texte am Rechner schreibt, sollte sich der Gefahr bewusst sein.

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Deine Meinung

Kommentare

Einträge: 3

Chris
schrieb am 29.08.2010, 14:35 Uhr
@Tim: Hier wird Dir sicher niemand eine Anleitung zum Virenschreiben geben. Wenn Dich das Thema interessiert und du was vom Programmieren verstehst, wirst Du im Internet jede Menge Infos über Pufferüberläufe und andere Techniken finden. Wenn Du mit den verfügbaren Infos nichts anfangen kannst, dann - bitte sei mir nicht böse - ist das wahrscheinlich auch besser so.

Tim-Niklas Koch 12Jahre
schrieb am 22.08.2010, 15:38 Uhr
Hallo ich wolte fragen wie der Virus genau funkziunirt? (Ich kann Programmiren)

juergen
schrieb am 08.11.2009, 15:43 Uhr
bullshit, warum wird nicht erklärt, wi man sich gegen ImageViren schützt

Buchstaben und Zeichen auf einem Monitor; Rechte: WDR-Fernsehen 2008

Buchstaben und Zeichen auf einem Monitor

Antiviren-Software gehört auf jeden Computer
Kopfball-Zuschauer Axel Rainer Delker will gerne wissen, wie die schädlichen Virus-Programme genau vorgehen. Kopfball-Reporterin Isabel hat den Computer-Experten Tobias Weiß zu Rate gezogen, der das Prinzip der stark verbreiteten Trojaner erklärt. Ziel dieser Art von Computerviren ist es meistens, über das Internet den Zugang zu einem fremden Computer herzustellen. Sobald sich der Trojaner erfolgreich eingenistet hat, kann er andere wichtige Informationen übermitteln oder anonym Spam-E-Mails über den kontrollierten Computer versenden.

Viren kommen oft als Bilddatei per Email
Trojaner tarnen sich als harmlose oder nützliche Dateien; zum Beispiel Bilddateien, die man per E-Mail erhält. Wenn man das Bild dann anschaut, wird beim Öffnen der Datei im Arbeitsspeicher des Computers Speicherplatz für die Bilddaten reserviert, die anschließend in diesen Speicherbereich hineingeschrieben werden. Solange der schädliche Code des Trojaners nur in den für Bildinformationen vorgesehenen Speicherplatz gelangt, passiert allerdings nichts. Damit die schädlichen Befehle auf dem Computer ausgeführt werden, müssen sie in andere Speicherbereiche vordringen.

Trojaner mogelt sich zu den Programmbefehlen
Und dafür nutzen Sie eine Besonderheit des Arbeitsspeichers aus: Denn in den Arbeitsspeicher werden nicht nur rein informative Daten abgelegt, sondern es gibt auch Bereiche, in denen sich Programmbefehle befinden, die vom Betriebssystem blind nacheinander abgearbeitet werden. Um in solche Bereiche des Arbeitsspeichers zu gelangen, provoziert der Trojaner einen sogenannten Puffer- oder Speicherüberlauf: Die Größe des Dateiabschnitts, in dem sich der schädliche Programmcode befindet, wird dabei kleiner angegeben als er eigentlich ist. Dadurch wird im Arbeitsspeicher zu wenig Speicherplatz reserviert. Der schädliche Code liegt ganz am Ende dieses Abschnitts und wird nicht mehr in dem vorgesehenen Bereich abgelegt, sondern einfach über das Ende dieses reservierten Speicherplatzes hinaus geschrieben. Dabei kann der schädliche Code in einen Speicherbereich gelangen, in dem sich Programmbefehle befinden. Von dort aus wird er wie der überschriebene, ursprüngliche Programmbefehl verarbeitet und blind ausgeführt.

Erster Schritt löst Kettenreaktion aus
Weil der eingeschmuggelte Code nicht allzu groß sein darf, enthält er meistens nur den Befehl, ein wesentlich größeres und komplexeres Programm über das Internet auf den Computer zu laden und auszuführen. Erst dieses Programm verändert die Einstellungen im Betriebssystem so, dass der Absender auf den Computer zugreifen kann.

Im Film seht ihr, wie schnell unser Kopfball-Computer-Experte Tobias Weiß mit einem Trojaner das Notebook von Isabel unter Kontrolle bringt und erklärt noch einmal ganz genau, wie solche schädlichen Programme funktionieren.

Film VisualBridges: Tobias Schlößer mit Isabel Hecker



Kopfball - weitere Informationen zur Sendung


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