Kopfball
URL: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2008/1221/kofferbombe.jsp

Sendung vom 21. Dezember 2008

Tobias Amelong fragt: Wertung: 3.0 von 5 möglichen Sternen

Wie entschärft man eine Kofferbombe?

Wie entschärft man eine Kofferbombe? Diese explosive Frage hatte Kopfball-Zuschauer Tobias Amelong aus Köln.

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Kommentare

Einträge: 3

Mita
schrieb am 27.07.2009, 21:09 Uhr
Robi, jeder der sich ein bisschen mit Elektrik auskennt und Internet hat, kennt solche Verfahren. Das ist keine Anleitung für die Terrorszene und ich denke das die Behörden schon wissen was sie sagen dürfen, zumindest die Männer von der Basis.

Robi
schrieb am 26.03.2009, 19:17 Uhr
Ich finde es unerhört, dass der WDR solche Beiträge ausstrahlt und indirekt der Terrorszene eine Anleitung zur Verfügung stellt mit welchen Mitteln die Polizei arbeitet. Im Weiteren finde ich es verantwortungslos wie das LKA mit solchen Informationen umgeht und sie an dritte weitergibt. Sie schadet so dem Berufsstand der Entschärfer und bringt sie in Gefahr.

kopfball-Redaktion
schrieb am 26.03.2009, 19:17 Uhr
Wir haben im Vorfeld intensiv mit dem Team vom BKA diskutiert, was wir zeigen und sagen können, ohne geheime Tricks der Bomben-Entschärfer zu verraten. Sie können sicher sein, dass die Spezialisten vom BKA nicht zugelassen hätten, Betriebsgeheimnisse zu verraten, die die Polizeiarbeit in Zukunft erschweren würde.

Kopfball-Reporter Burkhardt Weiß kniet vor einem Koffer mit
einer 'Bombe; Rechte: WDR-Fernsehen 2008

Kopfball-Reporter Burkhardt Weiß kniet vor einem Koffer mit einer 'Bombe

Kopfball live dabei: Entschärfungsübung beim LKA
Wohlgemerkt: Wie entschärfen Experten eine Kofferbombe? Das ist eine Frage für Matthias Lange und Alfred Müller vom Landeskriminalamt Hessen. Burkhardt besucht die beiden Sprengstoffexperten und macht bei einer realistischen Übung mit.

Das Szenario: ein verdächtiger Koffer auf der Rückbank eines Autos. Ein klassischer Fall für Teodor. Teodor steht für "Telerob Explosive Ordnance Disposal and Observation Robot" und bedeutet soviel wie Kampfmittel-Beseitigungs- und Beobachtungsroboter; ein sogenannter Fernlenkmanipulator. Teodor bewegt sich auf Ketten und hat einen Greifarm, der dem Arm eines Menschen nachempfunden ist. Äußerlich erinnert Teodor an den Roboter aus dem 1980er-Jahre-Hollywood-Streifen "Nummer 5 lebt!". Für die Experten ist er aber kein Große-Jungen-Spielzeug, sondern ein unentbehrlicher Helfer in lebensgefährlichen Situationen.

Ein Glas Wasser entschärft die Bombe
Immer, wenn es für Menschen zu gefährlich ist, schicken die Experten Teodor vor. Über Joysticks und Monitor – Teodor hat fünf Kameras – steuert Alfred Müller seinen mechanischen Kollegen Richtung Zielobjekt. In seiner Hand trägt Teodor ein sogenanntes Wassergewehr. Damit wollen die Experten die Bombe entschärfen. Klingt unglaublich? Das fand Burkhardt auch und ließ sich die Technik erklären: Teodor schießt etwa 400 Milliliter Wasser mit dem kaum vorstellbaren Druck von 1500 bar auf den Koffer. Der Druck beschleunigt das Wasser so stark, dass es den Koffer und seinen Inhalt in Sekundenbruchteilen zerreißt – so schnell, dass Mechanik und Elektrik des Zünders zerstört werden, bevor die Bombe hochgehen kann.

Die spektakulären Bilder einer hollywoodreifen Kofferexplosion und den Entschärfungseinsatz mit der ganz besonderen Wasserpistole seht ihr im Film – genauso wie Burkhardt, der an dem fünfzig Kilogramm schweren Bombenschutzanzug einiges zu tragen hat.

Film VisualBridges: Dirk Gilson mit Burkhardt Weiß



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