Sendung vom 01. März 2009
Marco de Vries aus Peize in den Niederlanden fragt:
Marco de Vries aus Peize in den Niederlanden wollte von Kopfball wissen, wie der Abschiedsgruß Tschüs entstanden ist. Das Wort ist heute im gesamten deutschen Sprachraum verbreitet, aber das war nicht immer so.
Sa
schrieb am 13.03.2009, 20:45 Uhr
Der Artikel ist wirklich interessant.
Anzumerken ist noch, dass die Lippen bei "Tschuess" aussehen, als ob man einen Kuss schickt.
Hat das "Ciao" dann etwas mit dem bayerischen "Servus" zu tun? Beides heisst doch "Sklave"?...
piuma
schrieb am 11.03.2009, 14:56 Uhr
In italiano "addio" è poco usato perché ha una sfumatura letteraria e implica un congedo definitivo. Entschuldigen Sie, aber ich kann nicht noch das in Deutsch schreiben. Tschus!
Harald
schrieb am 06.03.2009, 14:48 Uhr
Die sieht wirklich voll gut aus die Steffi
Osvaldo
schrieb am 05.03.2009, 13:29 Uhr
na, wer läuft den da charmetechnisch der Isa so langsam den Rang ab..?
Ein Gewinn für die Sendung: Steffi!
Maxim
schrieb am 04.03.2009, 16:46 Uhr
Super Steffi!!!!!!
Das ist meine Lehrerin!!!
xD
fc jung
schrieb am 02.03.2009, 20:37 Uhr
super lehrreiche sendung!
Kompliment vor allem aber auch an die zwei moderatoren!!
achja toll andreas dass du ein germanist bist...^^
Andreas
schrieb am 01.03.2009, 21:20 Uhr
Sehr lehrreich, obwohl diese Frage eine der ersten Kopfball-Fragen war, die ich auch selbst hätte beantworten können - ich bin nämlich ein Germanist! :-)
frizzi
schrieb am 01.03.2009, 18:31 Uhr
aber woher wollen die das so genau wissen? die waren doch nich dabei damals und neben jedem Matrosen stand ein Wissenschaftler: "Ah, er hat gerade adiüß" gesagt, das war genau am 7.6.1563 um 12 Uhr 5
Sprachenliebhaber
schrieb am 01.03.2009, 15:34 Uhr
Ein interessanter Beitrag. Da merkt man mal, dass Sprachwissenschaftler auch Wissenschaftler sind.
Entscheidenden Anteil an seiner Entstehung hatten die Küstenbewohner von Nord- und Ostsee und deren niederdeutsche Sprache – das "Plattdüütsch" (Plattdeutsch). Dort landeten im 17. und 18. Jahrhundert schon Seefahrer aus aller Welt – so auch aus Frankreich und Spanien sowie deutsche Seefahrer, die aus diesen Ländern heimkehrten. Dementsprechend waren sowohl das spanische Adiós, als auch das französische Adieu häufig zu hören.
Die Küstenbewohner vermischten die beiden Grußformeln
im Niederdeutschen, so dass aus Adiós und
Adieu das eingedeutschte Adjüs entstand
(spricht man Adiós und Adieu schnell
durcheinander klingt es wie Adjüs).
Aus Adjüs entwickelte sich die Variante
Adschüs. Und wenn es mal wieder schnell gehen sollte,
wurde schließlich das zweisilbige Adschüs zum
einsilbigen Tschüs verkürzt.
Vom Niederdeutschen breitete sich Tschüs dann
über ganz Deutschland aus. Anfang des 20. Jahrhunderts trat es
immer mehr in Konkurrenz zu Auf Wiedersehen; zunächst
allerdings überwiegend vertraulich und unter Freunden. Seit
den 1970er-Jahren ist Tschüs allgemein
gebräuchlich.
Übrigens: Adiós und Adieu stammen vom lateinischen ad deum ab, was zu Gott oder Gott befohlen bedeutet. Im Internet kursiert die Vermutung, dass Tschüs vom italienischen Ciao abstammen könnte; hört sich ähnlich an und die Erklärung scheint daher logisch. Aber in diesem Fall ist die naheliegende Variante die falsche. Ciao kommt vom italienischen Schiavo. Das heißt Sklave und wurde noch bis ins 19. Jahrhundert im Sinne von "ich bin ihr Sklave" verwendet – mit Tschüs hat es aber nichts zu tun.
Film VisualBridges: Tobias Schlößer mit Steffi Terhörst und Burkhardt Weiß
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.
© WDR 2012